„Digital Jetzt“ – Investitionsförderung für KMU

DAS WICHTIGSTE AUF EINEN BLICK

Unternehmen können Förderungen beantragen für:
Digitalisierungsprojekte und Mitarbeiter-Qualifizierung.

Das Programm läuft bis 2023.
Anträge können seit 07. September 2020 gestellt werden.

Fördersumme pro Unternehmen:
bis zu 50.000 Euro.

Online-Antragsformular:
De-minimis-Bescheinigung und Digitalisierungsplan

Zur Förderung der Investitionen in digitale Technologien und der Qualifizierung der Beschäftigten im Bereich Digitalisierung hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie das Förderprogramm „Digital Jetzt“ für die Digitalisierung des Mittelstands auf den Weg gebracht. Ziel ist es, Investitionen mittelständischer Unternehmen in digitale Technologien sowie die Qualifizierung und das Know-how der Mitarbeiter zu fördern. Das Förderprogramm läuft bis Ende 2023.

Programmziele

Das Programm soll KMU und Handwerk bei der digitalen Transformation unterstützen.

Ziele:

  • mehr Investitionen mittelständischer Unternehmen in digitale Technologien sowie in Qualifizierung und Know-how der Beschäftigten
  • Mehr branchenübergreifende Digitalisierungsprozesse bei KMU und Handwerk
  • Verbesserung digitaler Geschäftsprozesse in Unternehmen
  • Mehr Chancen durch digitale Geschäftsmodelle
  • Stärkung der Wettbewerbs- und Innovationsfähigkeit von KMU
  • Befähigung der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, die Chancen der Digitalisierung zu erkennen und neue Investitionen in die Digitalisierung ihres Unternehmens anzustoßen
  • Höhere IT-Sicherheit in Unternehmen
  • Stärkung von Unternehmen in wirtschaftlich strukturschwachen Regionen

Das entsprechende Antragstool steht unter folgendem Link zur Verfügung:

https://www.digitaljetzt-portal.de/

Die Registrierungen sind jederzeit möglich, während die Vergabe der Förderbudgets über monatlich durchgeführte, softwaregestützte Losverfahren erfolgt.


INFORMATIONEN ZUM LOSVERFAHREN

Aufgrund von Serverüberlastungen bei Digital.Jetzt war eine schnelle Bearbeitung der großen Anzahl von Anträgen zeitweise gar nicht möglich. Um dem ständigen Ansturm abzumildern, musste eine bessere Lösung her. Dank der Rückmeldungen und Anregungen bereits registrierter KMU sowie der beträchtlichen Nachfrage passte das BMWi das Registrierungs- und Anmeldeprozedere an: Das Losverfahren wurde geboren.

Wie sieht der aktuelle Ablauf bei Digital.Jetzt aus?

Die Registrierung im Förderportal ist ab Januar 2021 dauerhaft geöffnet und bereits bestehende Registrierungen behalten auch weiterhin ihre Gültigkeit. Ab hier schlägt Digital.Jetzt einen neuen Pfad ein: Jeden Monat werden Fördersummen aus dem Gesamttopf definiert bis zu ihrer Erschöpfung unter den registrierten KMU verlost.
Wichtig:
Nur weil Ihr Unternehmen bereits im Portal registriert ist, heißt es nicht, dass Sie automatisch am Losverfahren teilnehmen. Monat für Monat müssen Sie Ihr Unternehmen erneut zur Verlosung anmelden. Erst dann landen Sie im Lostopf.

Zu einem vorher, durch das BMWi festgelegten Datum (s. nachstehende Abbildung), kann Ihr Geschäft im Losverfahren gezogen werden.


--> Aktuell (Stand 09.08.2021) beginnt der nächste Antragszeitraum am 16.08.2021 und endet am 14.09.2021, da ein Tag später, am 15.09.2021, die Ziehung für diesen Zeitraum stattfindet. Dies wird analog für die darauffolgenden Zeitträume gemäß diesem Muster fortgeführt.

Antragszeiträume Losverfahren Digital Jetzt

Man muss also die Teilnahme am Losverfahren für jeden Monatszeitraum neu beantragen.
Beispiel:
Für die Ziehung am 15. Oktober 2021 haben Sie vom 16. September 2021 (08:00 Uhr) bis zum 14. Oktober 2021 (16:00 Uhr) Zeit für die Beantragung.


Wer und was ist förderungsberechtigt?

Mittelständische Unternehmen, Handwerksbetriebe und freie Berufe aus allen Branchen mit 3 bis 499 Beschäftigten mit entsprechender Digitalisierungsstrategie (Soft-/Hardware-Investitionen und/oder Qualifizierung der Angestellten) haben Anspruch auf die Förderung.
Vereine, Stiftungen, gemeinnützige Unternehmen, Unternehmen in Gründung oder insolvente Unternehmen bzw. Unternehmen in Schwierigkeiten sind von dieser Förderung ausgeschlossen.

Förderfähig sind nur Vorhaben, die noch nicht begonnen wurden. Ein Vorhaben gilt als begonnen, wenn bereits eine rechtsverbindliche Bestellung getätigt oder ein Auftrag zur Erbringung einer Dienstleistung erteilt wurde (ggfs. auch nur mündlich).

Wie erfolgt die Förderung?

Unternehmen erhalten einen Zuschuss, der nicht zurückgezahlt werden muss!
Es gibt zwei Fördermodule. Wichtig für Antragsteller ist, dass für beide Module Förderungen beantragt werden können, wenn die entsprechenden Voraussetzungen erfüllt sind.

Fördermodul 1: Investition in digitale Technologien

Dies betrifft Investitionen in Soft- und Hardware und die damit einhergehenden Veränderungen und (neuen) Prozesse im Unternehmen, insbesondere für die Förderung der internen und externen Vernetzung des Unternehmens [keine Standardsoftware, sondern datengetriebene Geschäftsmodelle, Künstliche Intelligenz (KI), Cloud-Anwendungen, Big Data, Sensorik, 3D-Druck sowie IT-Sicherheit und Datenschutz].
Investition in die erstmalige Grundausstattung des Unternehmens oder Routineinvestitionen (z. B. Updates ohne neue Funktionen) sind von dieser Förderung ausgeschlossen.

Fördermodul 2: Investition in die Qualifizierung der Mitarbeitenden

Gefördert wird die Weiterbildung von Angestellten im Umgang mit digitalen Technologien, d. h. das Arbeiten mit digitalen Medien und Tools und das Aneignen von erforderlichen digitalen Basis-kompetenzen, aber auch Investitionen in die Vertiefung der Kompetenzen von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Unternehmens, vor allem bei der Erarbeitung und Umsetzung einer digitalen Strategie sowie Investitionen in Mitarbeiterqualifizierungen bei  IT-Sicherheit und Datenschutz. Bedingung dabei ist, dass die Qualität von Weiterbildungsanbietern durch eine Zertifizierung nach ISO 9001 oder eine Akkreditierung nach AZAV nachgewiesen sein muss.

Die maximale Summe beträgt pro Unternehmen 50.000 Euro bzw. mindestens 17.000 Euro für Fördermodul 1 und 3.000 Euro für Fördermodul 2, wobei sich der Förderzuschuss anteilig an den Investitionskosten des Unternehmens bemisst und nach Unternehmensgröße gestaffelt ist.

Bei Antragstellung bis zum 30.06.2021 gelten die folgenden Quoten:

  • Bis 50 Beschäftigte:       bis zu 50 %
  • Bis 250 Beschäftigte:     bis zu 45 %
  • Bis 499 Beschäftigte:     bis zu 40 %

Für u. a. gleichzeitige Investitionen mehrerer Unternehmen innerhalb einer Wertschöpfungskette bzw. innerhalb eines Wertschöpfungsnetzwerks gelten erhöhte Förderungsquoten. Mehr dazu erfahren Sie unter dem nachstehenden Absatz „3. Empfehlungen für Antragsteller“.

Voraussetzungen und Antragstellung

Die Antragstellung ist nur mit dem Online-Antragsformular durch das antragsberechtigte Unternehmen möglich, das eine Betriebsstätte oder Niederlassung, in der die Investition erfolgt, in Deutschland hat.
Es kann auch ein vom antragstellenden Unternehmen Bevollmächtigter mit der Antragstellung beauftragt werden. Seit dem 07.09.2020 können Anträge gestellt werden. Dies ist bis einschließlich 2023 möglich. Folgende Unterlagen sind für die Antragstellung notwendig:

  • Online-Antragsformular (Daten zum Unternehmen, z. B. Zahl der Mitarbeiter)
  • Informationen zu bisherigen Förderungen (De-minimis-Bescheinigung)
  • Beispielangebote für Investitionen (Fördermodul 1 und/oder Fördermodul 2)
  • Informationen zum geplanten Investitionsvorhaben (Digitalisierungsplan)

Die Projektumsetzung kann innerhalb von 12 Monaten nach Prüfung und Bewilligung des Antrags erfolgen (Förderbescheid). Die Auszahlung des Zuschusses erfolgt nach positiver Prüfung des Verwendungsnachweises.

Der Digitalisierungsplan

Vor der Antragstellung muss ein Digitalisierungsplan mit möglichst genauer Beschreibung des Investitionsvorhabens erstellt werden. Der Digitalisierungsplan besteht aus drei Teilen:

  1. Ausgangssituation:
    Darstellung des aktuellen Standes der Digitalisierung im Unternehmen anhand einer Selbsteinschätzung
     
  2. Investitionsvorhaben:
    Darstellung des geplanten Investitionsvorhabens, der Ziele und der konkreten Verbesserungen für das Unternehmen
     
  3. Nachhaltigkeit der Investition:
    Darstellung der voraussichtlich zu erwartenden Effekte der Investitionen auf die weitere Entwicklung des Unternehmens

Darüber hinaus können bereits vorab auch Beispielangebote für die geplanten Investitionen eingeholt werden. Bei Auftragswerten bis maximal 5.000 Euro kann das Angebot über eine eigene formlose Preisrecherche erfolgen.

Empfehlungen für Antragsteller

Prüfen Sie auf jeden Fall, ob es sich lohnt, eine Kombination beider Fördermodule anzustreben und ob Sie berechtigt sind, eine erhöhte Förderquote zu beantragen. Unternehmen, die bestimmte Aspekte erfüllen, können mehr Prozentpunkte für Ihre Förderung erlangen:

  • Wertschöpfungskette /-netzwerk mit mehreren Unternehmen: + 5 Prozentpunkte

Mehrere Unternehmen kooperieren innerhalb einer Wertschöpfungskette oder eines Wertschöpfungsnetzwerks arbeitsteilig miteinander (z. B. Zusammenarbeit  mehrerer Unternehmen bei der Motorenproduktion in der Automobilindustrie) und investieren im Rahmen einer gemeinsamen Zielsetzung gleichzeitig in die Digitalisierung (z. B. in unternehmensübergreifende IT-Geschäftskonzepte). Da durch die Digitalisierung die Beziehungen zu Lieferanten, Auftraggebern und Kunden effizienter gestaltet werden können, sollen die Vernetzung und das Denken in Netzwerken besonders gefördert werden. Die Unternehmen liefern jeweils eigenständige Beiträge in der Kette oder dem Netzwerk.
Wichtig: Jedes Unternehmen muss einen eigenen Antrag stellen und einen eigenen Digitalisierungsplan einreichen.

  • Erhöhung der IT-Sicherheit im Unternehmen, inklusive Datenschutz: + 5 Prozentpunkte
  • Investitionen in strukturschwachen Regionen: + 10 Prozentpunkte
    Die als strukturschwach geltenden Regionen sind in der folgenden Grafik dargestellt:

Strukturschwache Regionen
Strukturschwache Regionen in Deutschland (Quelle: BMWi)

Andere Kredit- oder Beteiligungsprogramme

Prüfen Sie außerdem, ob es möglich ist, auch von anderen Förderungen zu profitieren bzw. ob Kombinationen möglich sind. Generell ist dies bei Projekten der Länder, des Bundes und der EU nicht möglich, um doppelte Förderungen zu vermeiden. Es gibt aber dennoch Möglichkeiten, so ist der Eigenanteil des Unternehmens zur Digitalinvestition parallel mit Kredit- und Beteiligungs-programmen förderbar.
Beispiel:
Ein Unternehmen plant eine Digitalisierungsinvestition. Es erhält einen „Digital Jetzt“-Zuschuss für 40 % der Kosten und muss somit 60 % der Investitionskosten selbst tragen. Dieser Betrag kann über ein Kredit- oder Beteiligungsprogramm gefördert werden.

Förderprogramm „go-digital“

„Digital Jetzt“ und „go-digital“ bauen aufeinander auf. Ein Unternehmen kann sich mit „go-digital“ eine Beratung fördern lassen und anschließend die bei der Beratung geplante Digitalisierungsinvestition (für Hardware/Software oder Mitarbeiter*innen-Qualifizierung) wiederum kann mit „Digital Jetzt“ unterstützt werden (insofern dies nicht bereits über „go-digital“ erfolgt ist).

Weiterführenden Informationen zu den Details und Bestimmungen des Programms finden Sie in der Richtlinie zum Förderprogramm „Digital Jetzt“.

Neben den Förderprogrammen „Digital Jetzt“ und „go-digital“ können Sie noch mehr sparen: Die Bundesregierung hat die Abschreibungsdauer für Hardware- und Software-Investitionen von drei Jahren auf ein Jahr verkürzt. Die Einzelheiten und Einsparpotenziale durch die neue Abschreibungsregelung für IT-Ausstattungen erfahren Sie in unserem Artikel „Digital-AfA“.

Auch bei diesen Themen beraten wir jederzeit! Und falls Sie in einer Schule tätig sind, nutzen Sie unsere Beratung zu den Vorteilen des Digitalpakts der Bundesregierung! Informationen zu staatlichen Fördergeldern für Technologieinnovationen in Krankenhäusern finden Sie in unserer Übersicht Krankenhauszukunftsgesetz (KHZG) für die Digitalisierung von Krankenhäusern.


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Niklas Harenberg

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