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30 Ergebnisse

Switches

Die Ebene, an der alles hängt

LANCOM Switches reichen vom Arbeitsplatz bis zum Rechenzentrumskern. Verwaltet werden sie über LANconfig oder zentral über die Management Cloud – dieselbe Oberfläche wie bei Routern und Access Points. Betriebssystem ist LCOS SX.

Zwei Größen entscheiden beim Kauf: PoE-Budget und Uplink-Geschwindigkeit. Access Points, Telefone und Kameras ziehen Strom aus dem Switch; die Summe zählt, nicht der Wert je Port. Und wer 2,5-Gigabit-Access-Points anschließt, braucht darüber mehr als einen Gigabit-Uplink.

Die Baureihen folgen der Netzebene: GS-2000 für den Zugang, GS-3000/4000 mit Layer 3 und Multi-Gigabit, XS für Verteilung und Aggregation, CS als Core Switch.

Serien

Vier Ebenen, eine Verwaltung

Die Serienbezeichnungen sind die des Herstellers. Sie beschreiben die Netzebene, nicht die Gehäusegröße.

GS-2000 – Zugang

Layer 2 mit optionalem PoE+, 10 bis 24 Gigabit-Ports und SFP-Uplinks. Für Arbeitsplätze, Telefone und einzelne Access Points – der Switch, der im Etagenverteiler hängt.

GS-3000 / GS-4000 – Verteilung

Layer 3 beziehungsweise L3-Lite, 2,5-Gigabit-Ports für moderne Access Points, 10-Gigabit-SFP+ und teils 40-Gigabit-QSFP+ als Uplink. PoE+ bis 820 Watt, bei einigen Modellen mit redundantem Netzteil.

XS-Serie – Aggregation

Stackable Switches für hierarchische Infrastrukturen: 10-Gigabit-Kupfer, 25-Gigabit-SFP28 und 100-Gigabit-QSFP28. Die Ebene zwischen Etage und Kern – dort, wo mehrere Verteiler zusammenlaufen.

CS-8132F – Core

Der Core Switch für Three-Tier-Campus-Netze: 32 Ports mit 100 Gigabit über QSFP28. Für Umgebungen, in denen der Kern eine eigene Ebene ist.

Einsatz

Vier Situationen aus dem Alltag

Vergleich

Baureihen und ihre Uplinks

Angaben nach Herstellerdatenblatt und Artikeldaten. „P" im Modellnamen steht für PoE+, „UP" für PoE++, „X" für 10-Gigabit-Uplinks, „Y" für 25 Gigabit.

Baureihe Ebene Ports Uplink PoE
GS-2400er

Zugang, Layer 2

10–24x Gigabit

2x SFP (1 Gigabit)

bis 185 W (P-Modelle)

GS-3100er

Zugang, L3-Lite

24x Gigabit

2x SFP+ (10 Gigabit)

bis 185 W

GS-3500er

Zugang mit Multi-Gigabit

4x 2,5G + 4x 1G

2x SFP+ (10 Gigabit)

bis 130 W

GS-3600er

Verteilung, Layer 3

12x 2,5G + 36x 1G

4x SFP+ (10 Gigabit)

bis 820 W, teils redundant

GS-4500er

Verteilung, Full Layer 3

12x 2,5G + 36x 1G

4x SFP+ und 2x QSFP+ (40 Gigabit)

bis 820 W

XS-3500er

Aggregation, PoE++

8–40x 1G, 4–8x 10G Kupfer

2x SFP28 (25 Gigabit)

bis 720 W

XS-4500er

Aggregation, Full Layer 3

12x 10G Kupfer, 12–36x 2,5G

4x SFP28 + 2x QSFP28 (100 Gigabit)

PoE++

CS-8132F

Core

32x QSFP28

100 Gigabit

Quellen: R&S®NC-Produktvergleichstabelle 08/2026 und Artikeldaten. Innerhalb einer Baureihe unterscheiden sich die Modelle in Portzahl und PoE-Budget – die genaue Ausstattung steht im jeweiligen Artikel.

Auslegung

Vier Fragen vor der Bestellung

Wie groß muss das PoE-Budget sein?

Rechnen Sie Gerät für Gerät: Access Points 25 bis 90 Watt, Telefone 5 bis 15, Kameras 10 bis 30. Die Summe plus Reserve ist Ihr Budget. Ein Switch mit 185 Watt trägt etwa sechs mittlere Access Points – nicht zwölf, auch wenn er 24 Ports hat.

Layer 2 oder Layer 3?

Layer 2 genügt im Zugang: Ports, VLANs, PoE. Layer 3 brauchen Sie, wenn der Switch zwischen Netzen routen soll, statt jedes Paket zum Router zu schicken. In Verteilerebenen und bei mehreren VLANs mit viel Verkehr untereinander lohnt es sich.

Welche Uplink-Geschwindigkeit?

Als Faustregel: der Uplink mindestens so schnell wie die Summe der typischen Last darunter. Ein Etagenswitch mit 24 aktiven Gigabit-Ports ist mit 2x 10 Gigabit gut angebunden. Wo 2,5-Gigabit-Access-Points hängen, ist 10 Gigabit nach oben das Minimum.

Redundanz nötig?

Einige GS-3600er- und XS-Modelle haben ein zweites Netzteil. Das lohnt dort, wo der Switch eine ganze Etage oder das Rechenzentrum versorgt. Im Einzelbüro ist ein Ersatzgerät im Schrank die günstigere Absicherung.

FAQ

Häufige Fragen zu LANCOM Switches

P steht für PoE+ (802.3at), UP für PoE++ (802.3bt), X für 10-Gigabit-Uplinks und Y für 25 Gigabit. Ein GS-3652XUP ist also ein Switch mit 10-Gigabit-Uplinks und PoE++.

Nein. Die Switches lassen sich über LANconfig und die Weboberfläche einrichten. Ab mehreren Standorten spart die Management Cloud Aufwand, weil Konfiguration über Vorlagen läuft und Firmware zentral verteilt wird.

Ja, über Standardprotokolle – VLAN nach 802.1q, Spanning Tree, LACP, PoE nach 802.3at/bt. Gemeinsame Verwaltung in der Management Cloud gibt es dagegen nur für LANCOM-Geräte.

Eine reduzierte Layer-3-Ausstattung: statisches Routing zwischen VLANs, aber keine dynamischen Routingprotokolle. Für die meisten Verteilerebenen reicht das; wer OSPF oder BGP auf dem Switch braucht, greift zu den Full-Layer-3-Modellen.

Die XS-Serie ist ausdrücklich stackable – mehrere Geräte verhalten sich wie eines und werden gemeinsam verwaltet. Bei den GS-Modellen ist die Zusammenschaltung über Uplinks und Link Aggregation der übliche Weg.