Access Points
WLAN, das die Fläche trägt
LANCOM Access Points versorgen Büroetagen, Hallen und Publikumsbereiche mit WLAN – verwaltet über die LANCOM Management Cloud, einen WLAN-Controller im eigenen Netz oder ganz ohne beides. Entwicklung und Fertigung liegen in Deutschland, die Geräte tragen die Marke R&S®LANCOM.
Das Programm reicht von der LX-6000-Serie mit Wi-Fi 6 für belastbares WLAN im Alltag bis zur LX-7000-Serie mit Wi-Fi 7, 6-GHz-Band und 10-Gigabit-Uplink für hohe Nutzerdichten. Für den Außenbereich gibt es die OW- und OX-Serie mit IP67-Gehäuse.
Die entscheidende Frage ist selten die Spitzenrate im Datenblatt, sondern wie viele Geräte gleichzeitig funken und wie die Fläche geschnitten ist. Genau da beraten wir – vor der Bestellung, nicht danach.
Serien
Drei Indoor-Serien, eine Outdoor-Familie
Die Einteilung stammt vom Hersteller und richtet sich nach der Nutzerdichte, nicht nach der Gerätegröße.
LX-7000-Serie – Wi-Fi 7
Für mittlere und hohe Nutzerdichten. Dreibandbetrieb inklusive 6 GHz, bis 11.530 MBit/s brutto, 10-Gigabit-Uplink und PoE nach 802.3bt. Gehäuse aus Polycarbonat und Aluminium, IP50 und UL2043 für die Zwischendecke.
LX-6000-Serie – Wi-Fi 6
Der Arbeitspferd-Bereich: 2.400 MBit/s im 5-GHz-Band, 4x4- oder 2x2-MIMO, 2,5-Gigabit-Uplink, PoE nach 802.3at. Die LX-6402 hat zusätzlich externe Antennenanschlüsse für schwierige Geometrien.
LW-700 – Wi-Fi 7 kompakt
Wi-Fi 7 für niedrige Nutzerdichten: Nebenräume, kleine Büros, Ferienwohnungen. 2x2-MIMO, 2,5-Gigabit-Uplink, 802.3at – die günstigste Art, Wi-Fi 7 in die Fläche zu bringen.
OW- und OX-Serie – Outdoor
IP67, −30 bis +65 °C, Mastmontage. Die OX-Serie mit 4x4 für Höfe und Hallen, die OW-Serie mit 2x2 für kleinere Außenflächen – die OW-702 bereits mit Wi-Fi 7.
Einsatz
Vier Situationen, vier Auslegungen
Vergleich
Die Indoor-Modelle nebeneinander
Brutto-Datenraten nach Herstellerangabe. In der Praxis zählt, wie viele Geräte gleichzeitig funken – nicht der Spitzenwert einer einzelnen Verbindung.
| Modell | WLAN | MIMO | Spitzenrate | LAN-Anschluss | PoE |
|---|---|---|---|---|---|
| LX-7500 | Wi-Fi 7, 6/5/2,4 GHz |
4x4 |
11.530 MBit/s (6 GHz) |
1x 10G + 1x 2,5G |
802.3at/bt, Dual-PoE |
| LX-7400 | Wi-Fi 7, 6/5/2,4 GHz |
4x4 / 2x2 |
11.530 MBit/s (6 GHz) |
1x 10G + 1x 1G |
802.3bt |
| LX-7300 | Wi-Fi 7, 6/5/2,4 GHz |
2x2 |
5.765 MBit/s (6 GHz) |
1x 10G + 1x 2,5G |
802.3at/bt, Dual-PoE |
| LX-7200 / 7200E | Wi-Fi 7, 6/5/2,4 GHz |
2x2 |
5.765 MBit/s (6 GHz) |
1x 2,5G + 1x 1G |
802.3at |
| LX-6402 | Wi-Fi 6, 5/2,4 GHz |
4x4 |
2.400 MBit/s (5 GHz) |
1x 2,5G + 1x 1G |
802.3at |
| LX-6400 | Wi-Fi 6, 5/2,4 GHz |
4x4 |
2.400 MBit/s (5 GHz) |
1x 2,5G + 1x 1G |
802.3at |
| LX-6212 | Wi-Fi 6, 5/2,4 GHz |
2x2 |
1.200 MBit/s (5 GHz) |
2x 1G |
802.3at |
| LX-6200 / 6200E | Wi-Fi 6, 5/2,4 GHz |
2x2 |
1.200 MBit/s (5 GHz) |
1x 1G |
802.3at |
| LW-700 | Wi-Fi 7, 5/2,4 GHz |
2x2 |
2.882 MBit/s (5 GHz) |
1x 2,5G |
802.3at |
Quelle: R&S®NC-Produktvergleichstabelle 08/2026. Alle Modelle unterstützen bis zu 32 SSIDs und arbeiten von 0 bis 40 °C. Die E-Varianten (LX-6200E, LX-7200E) bringen zusätzlich eine Funkschnittstelle für elektronische Preisschilder mit. Outdoor-Modelle finden Sie unter Outdoor Access Points.
Verwaltung
Drei Wege, dieselben Geräte
Ein LANCOM Access Point lässt sich einzeln, zentral im eigenen Netz oder aus der Cloud betreiben. Die Hardware ist in allen drei Fällen dieselbe.
LANCOM Management Cloud
Konfiguration über Vorlagen statt Gerät für Gerät, Zero-Touch-Rollout für neue Standorte, Überwachung und Firmware-Verteilung an einer Stelle. Der übliche Weg ab mehreren Standorten.
WLAN-Controller im eigenen Netz
Der WLC-60 verwaltet bis zu 60, der WLC-2000 deutlich mehr Access Points – ohne dass Verwaltungsdaten das Netz verlassen. Alternativ arbeitet der vRouter als virtueller Controller für bis zu 1.500 Geräte.
Einzeln über WEBconfig
Für einen oder zwei Access Points genügt die eingebaute Weboberfläche. Kein Server, keine Lizenz, keine Cloud – dafür jede Änderung von Hand an jedem Gerät.
Active Radio Control 2.0
Die Geräte messen ihre Funkumgebung und passen Kanal und Sendeleistung selbst an. Das nimmt einen großen Teil der Nachjustierung ab, ersetzt aber keine Ausleuchtungsplanung.
Public Spot Option
Gäste-WLAN mit Anmeldeseite, Vouchern und Zeitkontingenten. Wird auf dem Router oder Controller lizenziert, nicht je Access Point.
Firmware und Sicherheit
Alle Access Points laufen unter LCOS LX und werden über definierte Lifecycle-Richtlinien mit Updates versorgt. Die Verwaltung ist Teil derselben Oberfläche wie bei Routern und Switches.
Auslegung
Vier Fragen vor der Bestellung
Wie viele Access Points braucht die Fläche?
Nicht die Quadratmeter entscheiden, sondern Bauweise und Nutzerdichte. Trockenbau verhält sich anders als Stahlbeton, ein Großraumbüro anders als ein Lager. Als grobe Hausnummer im Büro: ein Access Point je 100 bis 150 m², bei hoher Gerätedichte deutlich mehr. Verlässlich wird das erst mit einer Ausleuchtungsmessung.
Wi-Fi 6 oder Wi-Fi 7?
Wi-Fi 7 bringt vor allem das 6-GHz-Band – viel freier Funkraum, aber nur für Endgeräte, die es unterstützen. Wenn Ihr Gerätepark überwiegend älter ist, liefert die LX-6000-Serie heute dasselbe Ergebnis günstiger. Bei Neubau oder langem Investitionshorizont lohnt der Sprung.
Reicht das PoE-Budget?
Die kleineren Modelle kommen mit 802.3at aus, die großen Wi-Fi-7-Geräte wollen 802.3bt. Prüfen Sie das Gesamtbudget des Switches, nicht nur den Wert je Port – bei 24 Access Points summiert sich das. Passende PoE-Switches haben wir im Programm.
Interne oder externe Antennen?
In normalen Räumen sind interne Antennen richtig. Sobald es um Hallen, Regale oder gerichtete Abdeckung geht, führt der Weg zu Modellen mit Antennenanschlüssen – indoor die LX-6402, outdoor die OX-6402.
FAQ
Häufige Fragen zu LANCOM Access Points
Nein. Die Geräte arbeiten auch einzeln über WEBconfig. Ab etwa fünf Access Points wird die zentrale Verwaltung aber zur Zeitersparnis – entweder über die Management Cloud oder über einen WLAN-Controller im eigenen Netz. Beides lässt sich später nachrüsten, ohne die Hardware zu tauschen.
Die Funkgeneration. Die LX-6000-Serie ist Wi-Fi 6 auf 5 und 2,4 GHz, die LX-7000-Serie Wi-Fi 7 mit zusätzlichem 6-GHz-Band, höheren Datenraten und 10-Gigabit-Uplink. Verwaltung, Sicherheitsfunktionen und Betriebssystem sind identisch.
Das hängt an Wänden, Decken und der Zahl der Endgeräte. Eine Bürofläche von 600 m² in Trockenbau kommt oft mit vier bis sechs Geräten aus, dieselbe Fläche in Stahlbeton mit Einzelbüros braucht spürbar mehr. Wir rechnen das mit Ihnen durch, statt eine Zahl zu raten.
Nicht sinnvoll. Indoor-Geräte sind für 0 bis 40 °C ausgelegt und nicht gegen Feuchtigkeit geschützt. Die Outdoor-Modelle haben ein IP67-Gehäuse und arbeiten von −30 bis +65 °C.
Beides sind Standards zur Stromversorgung über das Netzwerkkabel. 802.3at (PoE+) liefert rund 25 Watt am Gerät, 802.3bt (PoE++) bis zu 90 Watt. Die großen Wi-Fi-7-Access-Points brauchen bt, die meisten Wi-Fi-6-Modelle kommen mit at aus.
Ja, ältere Modelle laufen im selben Netz weiter und lassen sich gemeinsam verwalten. Neue Funktionen wie das 6-GHz-Band gibt es aber nur mit neuer Hardware. Beim schrittweisen Umbau ersetzt man üblicherweise zuerst die Bereiche mit der höchsten Gerätedichte.
Die LANCOM Systems GmbH firmiert seit dem 1. Juli 2026 als Rohde & Schwarz Networks and Cybersecurity. Die Produkte tragen die Marke R&S®LANCOM. An Technik, Betriebssystem und Kompatibilität ändert das nichts, Artikelnummern bleiben bestehen.