IT-Modernisierung für die Steuerkanzlei INTERST
Eine Münchner Steuerberatungsgesellschaft nutzt den Wachstumsmoment, um ihre Infrastruktur proaktiv zu erneuern - und schafft damit die Grundlage für reibungsloses Wachstum, sichere Mandantendaten und eine neue Fachsoftware.
Ausgangslage:
Wachstum auf Bewährung
Die INTERST Steuerberatungsgesellschaft mbH gehört zu den etablierten Adressen für steuerliche und betriebswirtschaftliche Beratung in München. Von ihrem Büro an der Goethestraße im Herzen der Isarmetropole betreut die Kanzlei Unternehmen und Privatpersonen in sämtlichen Belangen des Steuerrechts - von der Jahresabschlusserstellung über die Finanzbuchhaltung bis hin zur internationalen Steuerplanung. Das Vertrauen der Mandanten ist dabei das höchste Gut. Und es basiert nicht zuletzt auf einem reibungslosen, diskreten und verlässlichen Betrieb – auch auf der technischen Ebene.
Die Kanzlei befand sich auf einem klaren Wachstumskurs. Neue Mitarbeiter sollten integriert werden, das Mandatsvolumen stieg. Das IT-Fundament, das diesen Betrieb trug, war indes eines aus einer anderen Zeit. Stabil, aber zunehmend nicht mehr zeitgemäß.
Die Herausforderung:
Wenn neue Software auf alte Infrastruktur trifft
Die Ausgangssituation war keine Krise. Keine Ausfälle, kein Datenverlust, kein Notfall. Und genau das ist in solchen Fällen die eigentliche Tücke.
Eine Infrastruktur, die über Jahre zuverlässig funktioniert, wird selten hinterfragt – bis der Moment kommt, in dem externe Anforderungen das System überfordern. Bei INTERST war dieser Moment absehbar: Die bisherige Serversoftware stammte noch aus dem Jahr 2016. Microsoft hatte den Mainstream-Support für Windows Server 2016 bereits 2021 beendet; das Extended-Support-Fenster läuft 2027 aus. Was das im Alltag einer Steuerkanzlei bedeutet, ist zunächst unsichtbar – bis eine neue Fachanwendung kompatible Umgebungen voraussetzt, die die alte Plattform schlicht nicht mehr bieten kann.
Genau das war der Knackpunkt. INTERST plante die Einführung einer neuen Branchensoftware. Eine Software, die moderne Server-Architekturen, aktuelle Betriebssystem-Versionen und ausreichend Hauptspeicher voraussetzt. Gleichzeitig wuchs das Team: Mehr Mitarbeiter bedeuten mehr gleichzeitige Zugriffe, mehr parallele Prozesse, mehr Speicherbedarf für Mandantendaten. Die alte Hardware drohte, vom stillen Fundament zum aktiven Engpass zu werden – nicht durch Versagen, sondern durch Überforderung. Hinzu kam ein Zeitdruck, der keine langen Evaluierungsphasen zuließ: Die neue Software sollte zügig in Betrieb gehen. Ein Aufschub war keine Option.
Die Lösungsarchitektur:
Ein Fundament für Präzision und Wachstum
Serverhero übernahm die Beratung, das Sizing und die vollständige Beschaffung – und lieferte dem Team von INTERST innerhalb von vier bis sechs Wochen eine schlüssige, aufeinander abgestimmte Plattform. Das ist für ein Projekt dieser Art bemerkenswert schnell. Möglich wurde es durch die direkten Projektkonditionen, die Serverhero als HPE Gold Partner abrufen kann, sowie durch strukturierte Angebotsprozesse, die keine Wartezeit für unnötige Abstimmungsschleifen lassen. Auf Wunsch wurde außerdem ein Leasingangebot eingeholt – ein Schritt, der die Investition für die Kanzleiführung finanziell planbar machte.
Das Herzstück der neuen Infrastruktur ist der HPE ProLiant DL345 Gen11, bestückt mit dem AMD EPYC 9135 Prozessor. Diese Wahl war kein Zufall. Der EPYC 9135 aus AMDs aktueller Turin-Generation bringt 16 physische Kerne mit einer Taktfrequenz von 3,65 GHz und einem 64 MB L3-Cache mit – eine Konfiguration, die für die typischen Workloads einer Steuerberatungskanzlei erheblich überdimensioniert klingt, aber in der Praxis genau das leistet, was ein wachsendes Team mit einer neuen Fachsoftware und gleichzeitigen Remote-Desktop-Sessions benötigt: verlässliche Rechenleistung ohne Engpässe, selbst bei Lastspitzen. Der Prozessor unterstützt zudem DDR5-Arbeitsspeicher der neuesten Generation und PCIe 5.0 – eine Architektur, die nicht für die Anforderungen von heute, sondern für die von morgen ausgelegt ist.
Der eigentliche Hebel für die Systemreaktivität lag jedoch im Boot-Subsystem. Das HPE NS204i-u Gen11 NVMe SSD Hot Plug Boot Optimized Storage Device – zwei M.2-NVMe-SSDs im gespiegelten RAID-1-Verbund – sorgt dafür, dass das Betriebssystem und kritische Systemdaten auf einem Hochgeschwindigkeitsspeicher residieren, der gegenüber klassischen SATA-Lösungen eine fundamental andere Latenzcharakteristik aufweist. Was das im Alltag bedeutet: Das System startet schnell, reagiert unmittelbar und gibt Systemressourcen ohne Verzögerung frei – eine Grundvoraussetzung für einen stabilen Terminal-Server-Betrieb, bei dem mehrere Mitarbeiter gleichzeitig mit der Fachsoftware arbeiten. Gleichzeitig ist durch die RAID-1-Spiegelung eine physische Redundanz eingebaut: Fällt eine der beiden Boot-SSDs aus, arbeitet das System ohne Unterbrechung weiter.
Serverhero lieferte das System vorab zusammengebaut – ein Detail, das im operativen Alltag einer kleinen Kanzlei ohne dediziertes IT-Personal erheblich ins Gewicht fällt.
Geschaffene Grundlagen & potenzieller Business Value:
Was die Kanzlei wirklich gewinnt: Service, Sicherheit, Skalierbarkeit
Was INTERST mit dieser Modernisierung tatsächlich gewonnen hat, lässt sich nicht allein in technischen Spezifikationen ablesen. Der eigentliche Wert liegt auf einer anderen Ebene.
Für das Kanzlei-Team bedeutet die neue Plattform vor allem eines: Befreiung von systemseitigen Wartezeiten. Die Einführung der neuen Fachsoftware kann nun auf einer Basis stattfinden, für die sie konzipiert wurde. Mitarbeiter können gleichzeitig und ohne gegenseitige Beeinträchtigung auf Mandantendaten zugreifen, Berechnungen anstoßen und Abschlüsse bearbeiten – das Potenzial für nahtlose, parallele Arbeitsprozesse ist strukturell angelegt. Gerade in den arbeitsintensiven Phasen des Steuerjahres, wenn Fristen und Mandantentermine kollidieren, ist das keine Komfortfrage, sondern eine Frage der Servicequalität.
Für die Datensicherheit schafft die neue Infrastruktur eine Grundlage, die regulatorischen Anforderungen standhält. Steuerberatungskanzleien unterliegen strengen gesetzlichen Vorgaben – GoBD, DSGVO, steuerrechtliche Aufbewahrungspflichten. Die Veeam Data Platform Essentials, für fünf Instanzen und fünf Jahre lizenziert, liefert den technischen Unterbau für eine gesetzeskonforme Datensicherung: unveränderliche Backups, verschlüsselte Sicherungskopien, strukturierte Wiederherstellungsprozesse. Die Kanzleiführung kann damit in einem Umfeld agieren, in dem der Schutz sensibler Mandantendaten nicht von manuellen Prozessen abhängt, sondern systematisch abgesichert ist.
Für die strategische Perspektive schließlich ist die Skalierbarkeit der neue Kontrollparameter. Wächst das Team um weitere Mitarbeiter, kann die Plattform diese Erweiterung tragen – ohne dass die Infrastruktur neu gedacht werden müsste. Windows Server 2025 bietet darüber hinaus eine Support-Laufzeit bis 2035 und eröffnet langfristig Optionen für hybride Cloud-Anbindungen. Die Entscheidung, heute zu investieren, ist damit nicht nur eine Reaktion auf den aktuellen Wachstumsmoment, sondern ein Wegbereiter für die nächste Phase der Kanzleientwicklung.
Gute IT-Infrastruktur fällt im Alltag nicht auf - sie schafft einfach Raum, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Das war unser Ziel für INTERST
Fazit:
Voraussicht statt Krisenreaktion
Für INTERST war die Entscheidung zur Modernisierung keine Reaktion auf eine Krise, sondern ein Akt unternehmerischer Voraussicht. Die Kanzlei hat nicht gewartet, bis die alte Infrastruktur zum Problem wurde - sie hat den Wachstumsmoment genutzt, um die Weichen rechtzeitig zu stellen. Serverhero hat dabei nicht einfach Hardware geliefert, sondern ein vollständiges, aufeinander abgestimmtes System beraten, konfiguriert, beschafft und zusammengebaut - und das in einem Zeitfenster, das dem Druck der bevorstehenden Softwareeinführung gerecht wurde. Das Ergebnis ist eine IT-Infrastruktur, die nicht hinter den Anforderungen herläuft, sondern ihnen voraus ist.
Lösungen im Detail
Hardware
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1x HPE ProLiant DL345 Gen11
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1x HPE AMD EPYC 9135 (3.65GHz / 16-Kerne / 64MB Cache / 200 Watt)
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6x HPE 32GB RAM 2Rx8 DDR5-6400 DIMM
Software
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1x HPE Microsoft Windows Server 2025 Standard 16-Core ROK Lizenz
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3x HPE Microsoft Windows Server 2025 5-User-CALs Lizenz
- 3x HPE Microsoft Windows Server 2025 RDS 5-User-CALs LTU ML Lizenz
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