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Serverhero Case Study

Die IT-Modernisierung einer Beratungsgruppe

Die IT-Modernisierung einer Beratungsgruppe

Ausgangslage:
Wenn die IT-Infrastruktur zum Bremsklotz wird

Eine Beratungsgruppe, die umfassende Dienstleistungen in Wirtschaftsprüfung, Steuer-, Rechts- und Nachhaltigkeitsberatung anbietet, war Anfang 2025 mit einem klassischen Dilemma konfrontiert: Die IT-Infrastruktur, auf der täglich über hundert Berater arbeiteten, hatte ihre Belastungsgrenze überschritten. Im Einsatz war eine gewachsene, heterogene Landschaft aus älteren HPE DL380 Gen10- und Fujitsu RX2540 M5-Servern sowie einem Fujitsu Storage DX100. Unterschiedliche Hersteller, unterschiedliche Generationen, unterschiedliche Support-Zyklen. Das Ergebnis: Stillstand.

Die Server bildeten das Rückgrat für Terminalserver-Betrieb und geschäftskritische Anwendungen wie DATEV – Software, die in Steuerberatung und Wirtschaftsprüfung unverzichtbar ist. Doch was einst als solide Plattform konzipiert war, wurde zunehmend zur Handbremse. Die Technik war in die Jahre gekommen. Sehr sogar.

Die Herausforderung:
Der Performance-Stau im Terminalserver-Betrieb

Der eigentliche Schmerzpunkt lag nicht in spektakulären Ausfällen, sondern im schleichenden Verlust an Geschwindigkeit und Verlässlichkeit. Die alltäglichen Aufgaben – das Öffnen von Mandantendaten, das Navigieren in DATEV, das parallele Arbeiten dutzender Nutzer auf denselben Terminalservern – liefen nicht mehr flüssig. Jede Verzögerung kostete Zeit. Jede Verzögerung kostete Nerven. Und in einer Branche, in der Beratungsqualität und Reaktionsgeschwindigkeit über die Mandantenbindung entscheiden, war jede Sekunde Wartezeit eine Sekunde zu viel.

Hinzu kam die Komplexität der Infrastruktur selbst. Zwei Hersteller, zwei Generationen, unterschiedliche Verwaltungsschnittstellen, unterschiedliche Support-Verträge. Die IT-Verantwortlichen mussten jonglieren – zwischen Firmware-Versionen, zwischen Lieferzeiten für Ersatzteile, zwischen Kompatibilitätsproblemen. In der Praxis bedeutete das: höherer Administrationsaufwand, längere Ausfallrisiken, weniger Planungssicherheit. Die Frage war nicht mehr, ob eine Modernisierung nötig war. Die Frage war nur noch: Wie schnell kann sie umgesetzt werden?

Und genau das war der Knackpunkt. Die ursprüngliche Anfrage beim Serverhero-Team war denkbar simpel: ein einzelner Fujitsu-Server sollte ersetzt werden. Ein Telefonat später war klar: Das reichte nicht. Was die Beratungsgruppe brauchte, war keine Reparatur. Sondern ein Neustart.

Die Lösungsarchitektur:
Ein Fundament für reaktionsschnelle Mandantendaten

Die Antwort auf die Anforderungen war eine konsequent durchdachte Plattform: vier HPE ProLiant DL385 Gen11 Server als redundante Rechenebene, zwei HPE MSA 2070 iSCSI-Storage-Systeme als All-Flash-Backend. Zwei Hersteller wurden zu einem. Unterschiedliche Generationen wurden zu einer einheitlichen Gen11-Architektur. Und an die Stelle der Heterogenität trat eine klar strukturierte, skalierbare Lösung.

Im Zentrum der neuen Plattform stand eine bewusste Entscheidung für Rechenpower mit hoher Taktrate. Jeder der vier Server wurde mit zwei AMD EPYC 9275F Prozessoren bestückt – 24 Kerne pro CPU, Basistakt 4,1 GHz, Boost bis 4,8 GHz, 256 MB L3-Cache pro Prozessor. Diese CPU-Familie ist für genau solche Szenarien optimiert: Workloads mit hohem Single-Thread-Bedarf, viele parallele Sitzungen, anspruchsvolle Geschäftsanwendungen. DATEV und Terminalserver-Umgebungen profitieren direkt von der hohen Pro-Kern-Taktrate und dem großzügigen Cache, weil jede einzelne Nutzersitzung schneller reagiert. Latenz sinkt. Wartezeiten schrumpfen. Die gefühlte Geschwindigkeit steigt – für die Berater, die mit diesen Systemen arbeiten, eine spürbare Verbesserung gegenüber älteren Intel-Xeon-Generationen mit niedrigerer Frequenz.

Die zweite tragende Säule der Lösung war der Storage. Zwei HPE MSA 2070-Systeme, jeweils mit acht 3,84-TB-SAS-SSDs ausgestattet, bildeten das redundante Backend. All-Flash bedeutet hier: keine Spinning Disks, keine Rotationsverzögerungen, keine Seek-Latenz. Stattdessen konsistente IOPS, niedrige Lese- und Schreiblatenzen, hohe sequenzielle Durchsatzraten. Verbunden über iSCSI, ermöglicht die Architektur eine saubere Trennung von Compute und Storage – und gibt der IT-Abteilung die Flexibilität, Server und Speicher unabhängig voneinander zu skalieren oder zu warten. In der Praxis bedeutet das: Datenbank-Queries, Profilladevorgänge, Backup-Fenster und die Parallelität vieler gleichzeitiger Zugriffe werden nicht mehr zum Flaschenhals. Das Storage-System antwortet schnell, auch unter Last.

Hinzu kamen 768 GB DDR5-Arbeitsspeicher pro Server, redundante 10-GbE-Netzwerkanbindungen und eine durchdachte Absicherung über fünfjährige HPE Tech Care-Support-Verträge. Die gesamte Architektur wurde für Ausfallsicherheit ausgelegt: redundante Server, redundante Storages, redundante Netzwerkpfade. Keine Single Points of Failure. Und dank eines live durchgeführten Sizing-Calls zwischen Serverhero, dem Technical Consultant und dem Kunden entstand die Konfiguration nicht im Vakuum, sondern auf Basis echter Workload-Anforderungen. Der Kunde sah in Echtzeit, wie die Infrastruktur zusammengestellt wurde, konnte Fragen stellen, konnte Parameter anpassen. Das Ergebnis: eine Lösung, die passt.

Potenzieller Business Value:
Mehr Zeit für Mandanten, weniger Warten auf die IT

Die neue Infrastruktur schafft etwas, das in der täglichen Hektik einer Beratungsgruppe unbezahlbar ist: Effizienz. Berater, die bislang auf langsame Systemreaktionen warten mussten, können ihre Arbeitsprozesse nun flüssiger durchführen. Mandantendaten öffnen schneller. Abfragen in DATEV reagieren ohne Verzögerung. Dutzende parallele Terminalserver-Sitzungen teilen sich die Rechenkapazität, ohne dass einzelne Nutzer Einbußen spüren. Das klingt banal – ist aber der Kern dessen, was eine moderne IT leisten muss: unsichtbar bleiben und dennoch immer da sein.

Für die IT-Verantwortlichen selbst ändert sich der Alltag ebenso spürbar. Eine einheitliche Herstellerplattform bedeutet weniger Komplexität, schnellere Fehlersuche, einheitliche Verwaltungsschnittstellen. HPE iLO Advanced erlaubt Remote-Management, HPE GreenLake for Compute Ops Management bietet zentrale Transparenz über die gesamte Serverlandschaft. Kein Firmware-Wildwuchs mehr, keine unterschiedlichen Support-Kontakte, keine Kompatibilitätsfragen zwischen Generationen. Stattdessen: Kontrolle, Klarheit, Planbarkeit. Und ein Support-Vertrag über fünf Jahre, der Ersatzteilverfügbarkeit und Reaktionszeiten garantiert – eine Beruhigung, die in kritischen Infrastrukturen nicht unterschätzt werden sollte.

Die redundante Auslegung schafft zudem Handlungsspielraum. Server können für Wartung offline genommen werden, ohne dass Nutzer davon betroffen sind. Storage-Controller-Updates laufen transparent. Die Plattform bleibt verfügbar – auch dann, wenn im Hintergrund Optimierungen oder Patches eingespielt werden. In der Praxis bedeutet das: weniger ungeplante Ausfallzeiten, weniger Stress für Admins, weniger Beschwerden aus den Fachabteilungen. Die IT wird vom Hindernis zum Wegbereiter.

Und nicht zuletzt legt die neue Architektur ein solides Fundament für die nächsten Jahre. Die Skalierbarkeit der MSA-Storages erlaubt Kapazitätserweiterungen, die Serverdichte bietet Reserven für zusätzliche Workloads, die Netzwerkanbindung unterstützt zukünftige Anforderungen. Die Beratungsgruppe muss nicht in drei Jahren wieder bei null anfangen. Sondern kann auf eine Plattform bauen, die mitwächst.

Die neue Plattform gewährleistet die Skalierbarkeit und Verlässlichkeit, die der Kunde für sein Mandantengeschäft braucht. 

Dennis Broich
Dennis Broich IT-Projektleiter, Serverhero GmbH

Fazit:
Eine strategische Investition in Effizienz und Mitarbeiterzufriedenheit

Was als Anfrage für einen einzelnen Server begann, mündete in eine umfassende Infrastrukturmodernisierung – und das in bemerkenswert kurzer Zeit. Von der ersten Kontaktaufnahme Mitte Januar bis zur finalen Beschaffung Mitte Februar verging nur ein Monat. Dazwischen lag nicht nur die Konfiguration der Technik, sondern auch ein intensiver Beratungsprozess: Live-Sizing, technische Abstimmung, Wettbewerbsvergleich. Die Entscheidung für HPE fiel nicht zufällig, sondern aufgrund der Beratungstiefe, der Herstellerpartnerschaft und der Passung der Lösung auf die realen Anforderungen.

Serverheros Beitrag war dabei mehr als reine Hardware-Beschaffung. Die proaktive Kommunikation, die transparente Lieferzeit-Information und die technische Expertise des Teams – inklusive eines gemeinsamen Calls mit dem Technical Consultant – machten den Unterschied. Der Kunde erhielt nicht nur vier Server und zwei Storages. Sondern die Gewissheit, die richtige Entscheidung getroffen zu haben. Und die Grundlage, auf der über hundert Berater in den kommenden Jahren arbeiten werden.

Lösungen im Detail

Hardware

  • 4× HPE ProLiant DL385 Gen11 Server

  • 2× HPE MSA 2070 10GBASE-T iSCSI Storage (24×SFF)

  • 768 GB DDR5-RAM 

Software

  • HPE GreenLake for Compute Ops Management 

  • HPE iLO Advanced License 

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