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Serverhero Case Study

Volle (IT-) Fahrt voraus

Volle (IT-) Fahrt voraus

Schiffspropeller sind wie Maßanzüge – individuell gefertigt und genau angepasst an das jeweilige Schiff. Keiner ist wie der andere. Und keiner wie der Promarin Multipulsion®. Mit dieser Innovation hat der Erftstädter Spezialist für Propellerund Marinetechnologie eine Ära leiserer, effizienterer und vibrationsärmerer Propeller eingeläutet. Gut für die Umwelt, gut für das eigene Geschäft. Alles ermöglicht durch moderne leistungsstarke IT.

Frischer „Player“ in traditioneller Branche

Schiffbau ist eine traditionelle Branche. Langlebigkeit regiert, speziell in der Berufsschifffahrt. 
Ein Tanker ist eben ein Tanker, ein Schiff ein Schiff, und die Branche gediegen, konservativ 
und langweilig. So würden wohl manche behaupten.

Zu diesen Menschen zählt Yannick Eberhard nicht. Im Gegenteil. Für den Head of Development 
bei Promarin ist Schiffbau spannend. Sehr sogar. Die Leidenschaft, die er für seine Branche 
mitbringt, ist förmlich zu spüren, wenn er vom Kernprodukt des nahe bei Köln beheimateten 
Unternehmens erzählt: Schiffspropeller.

„Der Wert eines Propellers macht nur rund ein bis zwei Prozent des Preises für ein Schiff aus. 
Der Wert für die Leistungsfähigkeit des Schiffes ist jedoch ein Vielfaches höher“, beschreibt 
Eberhard die Bedeutung der Antriebsmaschine mit Flügeln.

Promarin selbst hat sich dabei wie der sprichwörtliche „Phoenix aus der Asche“ erhoben. 
Genauer gesagt aus der Asche des traditionsreichen Kölner Propellerbauers Ostermann, der 
vor 30 Jahren die Pforten schließen musste. Promarin lernte von den Fehlern, macht viele 
Dinge heute anders. Unkonventionell, innovativ und IT-getrieben. 

Der Spezialist für Propeller- und Marinetechnologie aus Erftstadt kann dabei aus dem 
Vollen schöpfen. Zum einen aus der langjährigen Ingenieurserfahrung und dem breiten, 
technologischen Fundus von rund 60.000 Propeller-Entwürfen von Ostermann, zum 
anderen aus frischem Denken des achtköpfigen Teams. Mit Erfolg. Rund 11.000 Propeller 
hat Promarin bis heute an den Mann und unter die Schiffsbäuche dieser Welt gebracht, 
400 bis 700 Propeller kommen pro Jahr hinzu. Designt von Promarin, produziert in 
Auftragsfertigung in der ganzen Welt. Und das in einer investitionsintensiven Branche, die 
keine Fehler erlaubt.

Schiffspropeller – „kleines“ Ding, ganz groß

Der Geschäfts- und Zeitdruck in der Seefahrt sowie die immer schärfer werdenden Umwelt- und Arbeitsschutzauflagen sind enorm. Ein nicht passender, zu lauter oder zu spät gelieferter Propeller kann somit das Aus für ganze Unternehmen bedeuten“, weiß Eberhard. 

Was dramatisch klingt, ist klassischer Promarin-Alltag. Nicht nur einmal hat der Entwicklungschef seinen Kunden, zu denen vor allem große Reedereien und Werften gehören, aus der Patsche geholfen und vor  dem Zusammenbruch gerettet. Er bringt ein Beispiel: Ein falsches Schiffsdesign hätte für eine Werft kurz vor der Probefahrt für die Abnahme mit dem Käufer zu erhöhten Geräuschpegeln geführt, was die Zulassung und somit den Verkauf des Schiffes gefährdet hätte. Eine millionenschwere Pleite wäre vorprogrammiert gewesen.

Der Hintergrund: Propeller sind  Maßanfertigungen, genau angepasst an das jeweilige Design und den Anwendungszweck des Schiffes, das angetrieben werden soll. Bei der Entwicklung eines Propellers geht es dabei jedoch um weit mehr als die Größe der Flügel oder die Maximierung des Vortriebs in Verbindung mit der Motorleistung. Es geht beispielsweise auch um Geräusche und Vibrationen, die durch die Rotation im Wasser entstehen. Und in der Folge um 
entsprechende, negative Auswirkungen für das maritime Leben einerseits, aber auch für die Schiffcrews oder die Passagiere andererseits. Ist der Propeller zu laut, bedeutet dies gestörte Ruhe für Mensch und (Meeres-) Tier.

Rechenpower satt

Was heute zählt, sind Genauigkeit in den Designs und Geschwindigkeit in der Entwicklung – und genau darin liegt unsere Stärke", so Eberhard weiter. Eine Stärke, die im Einzelfall nicht nur besagten Kunden dank schnellem, neuen Propeller-Design gerettet hat, sondern vor allem eine Stärke, die Promarin den entscheidenden Vorteil gegenüber den Billiganbietern am Markt bringt.

Denn wurde früher in der Entwicklung auf Erfahrung, Bauchgefühl und Zeichenbrett gesetzt, hat Promarin die Zeichen der Zeit erkannt. Heute ist Rechenpower angesagt. Rechenpower satt. Um diesen Wettbewerbsvorsprung zu sichern, hat der Entwicklungschef deshalb die IT-Infrastruktur für die Entwicklung von Propellern ausgebaut. Im September 2020 klopfte Eberhard diesbezüglich bei den IT-Experten von Serverhero an. Und schnell war klar, dass es eine HPE-Serverlandschaft basierend auf AMD EPYC™ Prozessoren werden sollte. „Die Anforderungen, die Promarin an seinen neuen IT-Cluster stellte, waren voll auf Leistung und Verlässlichkeit ohne Schnickschnack getrimmt. Hochleistungsrechner pur. Die Kombination HPE und AMD, die schlanken, aufeinander abgestimmten Komponenten und das dabei vorherrschende Preis-Leistungsverhältnis hat da sprichwörtlich wie die Faust aufs Promarin-Auge gepasst", erinnert sich Hendrik Weckmann, Account Manager bei Serverhero, zurück.

Technologiesprung in die Zukunft

Keine drei Monate später hielten die HPE ProLiant DL385 Server angetrieben mit AMD EPYC™ 7742 Prozessoren Einzug beim Propeller-Spezialisten. Vorkonfiguriert auf Linux und zeitgerecht geliefert von den Experten von Serverhero. Insgesamt 832 Rechen-Kerne stehen damit dem dreiköpfigen Entwicklungsteam von Promarin nun zur Verfügung.

Um die Geschäftsgeheimnisse zu wahren, ohne groß auf IT-Sicherheitstechnologien bauen zu müssen, war der neue Rechen-Cluster bewusst als Insellösung angebunden an die Arbeitsplätze des Entwicklungsteams über ein 200GB/s schnelles, internes Netzwerk konzipiert. Er wird bei Promarin nur für Design und Entwicklung verwendet. Die Business-Infrastruktur für Verkauf und Kundenservice läuft dazu parallel. Ebenfalls auf HPE. „Für uns ist die neue Infrastruktur ein wahrer Technologiesprung in eine erfolgreiche Zukunft", ist sich Eberhard sicher.

Haben wir früher für einen einzelnen Case gut einen Tag gebraucht, rechnet unser neuer IT-Cluster nun fünf Cases in gerade mal sechs Stunden durch.”

Yannick Eberhard Head of Development bei Promarin

Virtuell simuliert zum Erfolg

Der Hauptgrund für diese IT-Infrastruktur-Offensive mit HPE- und AMD-Technologien hatte einen Namen: Promarin Multipulsion. Die Evolution des Propellers, wie Eberhard die Neuentwicklung nennt. Dabei handelt es sich um einen Propeller, der leiser, effizienter und vibrationsärmer ist als alles, was bisher am Markt zu sehen ist. 50 Prozent weniger Lärm und 80 Prozent weniger Vibration verspricht der Multipulsion. Und alles ohne höheren Brennstoffverbrauch.

Das Geheimnis dahinter: Beim Multipulsion handelt es sich um einen unregelmäßigen, aber gleichzeitig ausbalancierten Propeller, bei dem jeder einzelne Flügel unterschiedlich gestaltet ist. Entwickelt durch virtuelle Simulation am PC, heute bereits erprobt im Einsatz. „Ohne leistungsstarke IT würden wir am Basisdesign des Propellers vielleicht heute noch entwickeln", gibt Eberhard schmunzelnd zu Protokoll.

Ausgehend von konventioneller Propellergeometrie und dem Schiffsdesign werden veränderbare Parameter wie zum Beispiel unterschiedliche Kräfte und Druckfluktuationen analysiert, variable Elemente wie die Flügelfrequenz oder der Anstellwinkel der einzelnen Flügel modifiziert und die entsprechend daraus resultierenden, unzähligen Kombinationsmöglichkeiten so lange simuliert, bis die für das jeweilige Schiff optimale Balance gefunden wurde.

AI als Zukunftsplan

Eberhard zeigt sich zufrieden mit seiner neuen IT. „Haben wir früher für einen einzelnen Case gut einen Tag gebraucht, rechnet unser neuer IT-Cluster nun fünf Cases in gerade mal sechs Stunden durch", berichtet der Entwicklungschef von den bereits erzielten Vorteilen. Und besser noch: Auch die Kunden wissen die Simulation und die schnelle, datenbasierte Analyse als Grundlage zur Entscheidung für den besten Propeller zu schätzen.

Das stimmt positiv. Eberhard erwartet nichts weniger als Geschäftswachstum, insbesondere durch das Erschließen neuer Märkte. Derzeit beispielsweise machen 70 Prozent der Promarin-Verkäufe Neubauten aus. Nachgerüstet und optimiert wird in den wenigsten Fällen. Noch. In Zukunft soll sich das ändern. Dank Multipulsion, dank Simulationen, dank HPE und AMD.

Entsprechend geht der Blick des „Propeller-Visionärs" voraus. Ihm schwebt eine AI-gestützte Entwicklung für Promarin vor, mit Simulationen in einem IT-System, das selbstständig mitlernt und damit immer genauer, immer präziser, immer schneller wird. Zum Wohle der Kunden und der Umwelt.

Bis es aber so weit ist, fließt noch etwas Wasser den Rhein hinab. Die Basis jedenfalls wäre gelegt. Eberhard freut sich auf die Zukunft: „Wir bei Promarin sind der lebende Beweis, dass Schiffbau spannend ist. Und wir werden auch in Zukunft weiter daran arbeiten, dass es so bleibt. Mit Innovationen und mit IT."

„Marktstudien“ mit 135 PS

Mit einem schlanken, innovativen achtköpfigen Team mischt Promarin die Schiffbau-Branche auf, treibt sie in Sachen Innovation vor sich her. Und die Besonderheit, die Andersartigkeit sieht man auch. Nicht nur an den innovativen Produktentwicklungen wie den Promarin Multipulsion, sondern auch am Rhein.

„Wer ein Schlauchboot in rasantem Tempo den Fluss zwischen Köln und Duisburg entlang flitzen sieht, bitte winken. Das könnten wir sein", erzählt Yannick Eberhard, Head of Development bei Promarin, mit einem Schmunzeln.

Das Schlauchboot, das Eberhard anspricht, ist nicht einfach irgendeines. Es ist das Promarin-Firmenfahrzeug Nummer 1. Bestückt mit Motoren mit insgesamt 135 PS.

Der Einsatzzweck ist vielseitig. Genutzt wird das Schlauchboot sowohl für entspannte After-Work-Schippertouren als auch für Taxifahrten zum Büro, wenn die notorisch hochfrequentierten Autobahnen rund um Köln wieder einmal verstopft sind. Oder für „Marktstudien", wie Eberhard es nennt. Zum genauen Sondieren der Rhein-Schiffe und deren Antriebe. Wettbewerbsbeobachtung mit einem Schuss Spaß und dem gewissen Promarin-Twist.

Lösungen im Detail

Hardware

  • HPE ProLiant DL385 Gen10+ Server, angetrieben mit AMD EPYC™ 7742 
    Prozessoren

Software

  • HPE Foundation Care

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