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Serverhero Case Study

Ein Netzwerk, drei Länder

Ein Netzwerk, drei Länder

Railpool hat die Werkstätten seiner skandinavischen Tochter in Oslo, Göteborg und Malmö an die eigene IT-Landschaft angebunden, an allen drei Standorten nach derselben standardisierten LANCOM-Architektur. Weitere Standorte lassen sich nach diesem Muster einbinden, auch über Ländergrenzen hinweg. Serverhero war Partner für Planung, Beschaffung und internationale Logistik.

Sechs Werkstätten, drei davon seit 2022 in Skandinavien

Railpool zählt zu den führenden Schienenfahrzeug-Vermietern Europas. 2008 in München gegründet, ist das Unternehmen heute in 20 europäischen Ländern aktiv. Mehr als 700 Elektro- und Hybridlokomotiven sowie 148 Personenfahrzeuge gehören zur Flotte, die jedes Jahr einen spürbaren Beitrag zur Verkehrsverlagerung auf die Schiene leistet. Sechs eigene Werkstätten, ein europaweites Partnernetzwerk und eine hauseigene Ersatzteilbevorratung mit über 5.000 Komponenten halten diese Flotte in Bewegung. Die sechs Werkstätten verteilen sich auf zwei Gesellschaften der Gruppe: NTT mit den drei skandinavischen Standorten und Railpool Lokservice mit drei Standorten in Deutschland.

Mit der Übernahme der skandinavischen NTT-Gruppe im Jahr 2022 kamen drei Werkstattstandorte in Oslo, Göteborg und Malmö hinzu. Technisch liefen sie zunächst als eigenständige Netze weiter. Sie an die Münchner IT anzubinden, war der Anlass für dieses Projekt.

Drei getrennte Netze und eine Zentrale, die mitwachsen muss

Die Netzwerkstrukturen in Oslo, Göteborg und Malmö waren über Jahre organisch gewachsen, an den jeweiligen lokalen Anforderungen ausgerichtet und nach unterschiedlichen technischen Standards aufgebaut. Sie liefen stabil, aber unabhängig voneinander und ohne Anbindung an die zentrale IT-Landschaft von Railpool. Für Administration und Support hieß das drei unterschiedliche Setups, die jeweils eigenes Wissen erforderten. Die Anforderungen an Sicherheit, Performance und Ausfallsicherheit stiegen zugleich weiter, und zentrale Anwendungen und Dienste mussten in den Werkstätten verlässlich erreichbar bleiben.

Dazu kam der Hauptsitz. Die zentrale Firewall in München war für das starke Unternehmenswachstum der vergangenen Jahre nicht mehr ausreichend dimensioniert. Wer weitere Standorte anbinden wollte, musste dort zuerst Spielraum schaffen. Railpool hat beide Themen deshalb als ein Gesamtprojekt aufgesetzt; eine reine Standortanbindung ohne Modernisierung der Zentrale wäre nicht nachhaltig gewesen. Schwierig war vor allem die Kombination: eine Standortintegration über Ländergrenzen hinweg, mit Zoll- und Logistik-Hürden, bei laufendem Werkstattbetrieb.

Überall derselbe Aufbau

An jedem Standort steht ein zentral verwalteter LANCOM-Router, der die sichere Anbindung an die Münchner Zentrale herstellt. Wichtig daran ist die zentrale Verwaltbarkeit: Die Standorte werden nach einem gemeinsamen Muster vernetzt und bekommen einheitliche Sicherheitsprofile, konfiguriert aus einer Hand statt an jedem Standort einzeln. Aus drei individuell aufgesetzten Außenstellen wird so ein Gesamtnetz mit einem gemeinsamen Standard.

Auf der Standortebene arbeiten managed PoE-Switches von LANCOM. Sie versorgen angeschlossene Geräte direkt über das Netzwerkkabel mit Strom und laufen in derselben zentralen Verwaltung wie die Router. Vor Ort sind dadurch weniger manuelle Eingriffe nötig, und Railpool sieht alle Standorte in einer gemeinsamen Übersicht. Weil die Komponenten bewusst mit Reserve dimensioniert sind, bleibt Spielraum für weiteres Wachstum.

In München ersetzte Railpool parallel dazu die zentrale Firewall. Die neue Lösung ist auf die gewachsenen Anforderungen an Durchsatz und Sicherheit ausgelegt und nimmt die neu angebundenen Standorte mit Reserve auf.

Serverhero begleitete das Projekt beratend, von der Auswahl der Komponenten über die Planung bis zur Inbetriebnahme, die Railpool gemeinsam mit den lokalen Partnern vor Ort umsetzte, und übernahm die Beschaffung samt internationaler Logistik inklusive Zollabwicklung. Das Projekt lief über mehrere Bestellungen und Phasen; über die gesamte Laufzeit blieb bei Serverhero ein Ansprechpartner zuständig, von der technischen Beratung bis zur kaufmännischen Abwicklung. Das zahlte sich bei der Installation aus: Für die skandinavischen Standorte wurden andere Netzteile benötigt als ursprünglich geplant. Serverhero lieferte sie kurzfristig nach, inklusive Zollabwicklung, und das Projekt blieb im Zeitplan.

Was sich im Betrieb ändern kann

Für das IT-Team liegt der Unterschied vor allem in der Verwaltung. Netzwerk und Sicherheit lassen sich mit der einheitlichen Plattform standortübergreifend führen, Sicherheitsrichtlinien über Länder hinweg konsistenter ausrollen und Änderungen schneller und einheitlicher umsetzen. Statt Sonderlösungen für jeden Standort zu pflegen, gibt es eine gemeinsame Grundlage für Monitoring und Fehleranalyse.

In den Werkstätten in Oslo, Göteborg und Malmö zählt vor allem Verlässlichkeit. Die Anbindung ist leistungsfähiger und besser administrierbar, was die Voraussetzung dafür ist, dass zentrale Anwendungen und Dienste im Alltag über Ländergrenzen hinweg erreichbar bleiben, ohne dass der operative Betrieb ins Stocken gerät.

Über den laufenden Betrieb hinaus ist mit der standardisierten Architektur und den zentralen Sicherheitsmechanismen ein Muster vorhanden, nach dem sich künftige Standorte einbinden lassen, statt bei null zu beginnen. Für ein Unternehmen, das in 20 Ländern aktiv ist, spart das Vorarbeit. Die Modernisierung der zentralen Firewall schafft den Spielraum, damit die Zentrale mit dieser Entwicklung Schritt hält.

Fazit

Ausschlaggebend war, dass Railpool die Einbindung der drei skandinavischen Werkstätten und den Ausbau der zentralen Sicherheitsarchitektur als ein Gesamtprojekt geplant und in aufeinander abgestimmten Schritten umgesetzt hat, bei laufendem Betrieb, über mehrere Aufträge hinweg und in enger Abstimmung zwischen Railpool, den lokalen Ansprechpartnern und Serverhero. Entstanden ist eine gemeinsame Plattform, auf der sich weitere Standorte nach demselben Muster einbinden lassen.

Statt drei Sonderlösungen betreut die Railpool-IT jetzt ein einheitliches Netz, in dem an jedem Standort dieselben Sicherheitsrichtlinien gelten.

Dennis Broich
Dennis Broich Account Manager, Serverhero GmbH

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