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Lexikon
CXL (Compute Express Link)
Der Compute Express Link (CXL) ist ein offener, industrieweiter Verbindungsstandard, der die Architektur moderner Rechenzentren grundlegend verändert. Er wurde entwickelt, um die Kommunikation zwischen der CPU und spezialisierten Beschleunigern (wie FPGAs oder GPUs) sowie Speichererweiterungen dramatisch zu verbessern. CXL baut physisch auf der bewährten PCIe-Schnittstelle (Version 5.0 und neuer) auf, erweitert diese jedoch um entscheidende Protokolle für Speicherkohärenz. Dies bedeutet, dass der Hauptprozessor und angeschlossene Beschleuniger-Karten effizient auf denselben Speicherbereich zugreifen können, ohne dass zeitaufwändige Datenkopien notwendig sind, was die Latenzzeiten massiv reduziert. In modernen Servern, wie beispielsweise einem aktuellen AMD EPYC Server, ermöglicht CXL damit völlig neue Ansätze für das sogenannte "Composable Infrastructure"-Design.
IT-Architekten können Speicherressourcen flexibler zuweisen und Engpässe bei speicherintensiven Anwendungen wie In-Memory-Datenbanken oder KI-Training überwinden. CXL erlaubt zudem die Nutzung von "Memory Expanders", wodurch die Speicherkapazität eines Servers weit über die physischen DIMM-Steckplätze hinaus erweitert werden kann. Da die Technologie von einem breiten Konsortium führender Tech-Giganten unterstützt wird, gilt CXL als der entscheidende Schlüssel für die nächste Generation von High-Performance-Computing-Systemen.