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T10 PI (Data Integrity Field)

T10 PI (Protection Information), oft auch als Data Integrity Field (DIF) bezeichnet, ist ein offener Standard, der entwickelt wurde, um die Datenintegrität in Enterprise-Speichersystemen durchgängig ("End-to-End") zu gewährleisten. In modernen IT-Systemen besteht das Risiko der sogenannten "stillen Datenkorruption" (Silent Data Corruption), bei der Datenbits durch Hardwarefehler auf dem Übertragungsweg oder im Controller kippen, ohne dass das System dies sofort bemerkt. T10 PI fügt jedem logischen Datenblock (meist 512 oder 4096 Byte) zusätzliche 8 Byte Metadaten hinzu, die Prüfsummen und Identifikationsdaten enthalten.

Diese Prüfsummen werden vom Host generiert und vom Speicherlaufwerk vor dem Schreiben verifiziert. Stimmen die Werte nicht überein, wird der Schreibvorgang abgebrochen und ein Fehler gemeldet, bevor korrupte Daten gespeichert werden. High-End-Speicherlösungen, wie die NetApp EF-Series Flash Arrays, nutzen T10 PI standardmäßig, um sicherzustellen, dass die Daten, die von der Datenbank gesendet werden, bitgenau identisch mit den Daten sind, die auf dem Flash-Medium landen, was für kritische Finanz- oder Gesundheitsdaten unverzichtbar ist.