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Lexikon
FIPS (Federal Information Processing Standards)
Die Federal Information Processing Standards (FIPS) sind eine Reihe von öffentlich angekündigten Standards, die vom National Institute of Standards and Technology (NIST) für die US-Bundesregierung entwickelt wurden. In der IT-Welt ist besonders die Norm FIPS 140 von zentraler Bedeutung, da sie die Sicherheitsanforderungen an kryptografische Module festlegt, die in Hardware und Software zum Schutz sensibler Daten eingesetzt werden. Eine Zertifizierung nach FIPS 140 (aktuell in Version 3) bestätigt durch unabhängige Labors, dass die Verschlüsselungsalgorithmen korrekt implementiert sind und manipulationssicher funktionieren. Obwohl es sich formal um einen US-Standard handelt, gilt eine FIPS-Zertifizierung weltweit als Qualitätssiegel für IT-Sicherheit und ist in vielen regulierten Branchen wie dem Finanzwesen oder dem Gesundheitswesen oft eine zwingende Voraussetzung für die Beschaffung.
Storage-Systeme, die sensible Unternehmensdaten speichern, müssen oft nachweisen, dass ihre Verschlüsselung (Data-at-Rest Encryption) diesen strengen Vorgaben entspricht. So bieten beispielsweise die IBM FlashSystem-Lösungen FIPS-140-zertifizierte Verschlüsselung, um sicherzustellen, dass vertrauliche Informationen selbst bei Diebstahl der physischen Laufwerke vor unbefugtem Zugriff geschützt bleiben.