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Lexikon
NFS (Network File System)
Das Network File System (NFS) ist ein bewährtes, verteiltes Dateisystemprotokoll, das ursprünglich von Sun Microsystems entwickelt wurde und heute als De-facto-Standard für den Dateizugriff in UNIX- und Linux-Umgebungen gilt. Es ermöglicht einem Client-Computer, auf Dateien über ein Netzwerk zuzugreifen, als ob sie auf einer lokalen Festplatte gespeichert wären. NFS arbeitet nach dem Client-Server-Modell und ist für seine Effizienz und Transparenz bekannt. In der Enterprise-IT spielt NFS eine entscheidende Rolle als Speicherprotokoll für Virtualisierungsplattformen wie VMware vSphere, wo es genutzt wird, um virtuelle Maschinen auf zentralen Storage-Systemen abzulegen.
Moderne Versionen wie NFSv4 haben signifikante Verbesserungen in Bezug auf Sicherheit, Performance und State-Handling (Zustandsbehaftung) eingeführt, was den Einsatz auch über WAN-Strecken erleichtert. Führende Speicherhersteller haben das Protokoll tief in ihre Systeme integriert: So bieten NetApp-Systeme eine der robustesten NFS-Implementierungen am Markt, die Funktionen wie hardwarebeschleunigte File-Clones und Snapshots ermöglicht, um Datenbanken und Anwendungen in Sekundenschnelle bereitzustellen.