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Lexikon
RDS (Remote Desktop Services)
Remote Desktop Services (RDS) ist eine Serverrolle im Windows Server-Betriebssystem, die es Benutzern ermöglicht, über das Netzwerk auf grafische Desktops und Windows-Anwendungen zuzugreifen. Historisch als "Terminal Services" bekannt, zentralisiert RDS die Rechenleistung: Die Anwendungen laufen nicht auf dem Endgerät des Benutzers, sondern auf dem Server im Rechenzentrum. Der Benutzer sieht lediglich die Bildschirmausgabe und sendet Maus- und Tastaturbefehle zurück. Dies erlaubt den Einsatz von kostengünstigen, wartungsarmen Endgeräten (Thin Clients) und vereinfacht die Softwareverteilung und Updates enorm, da diese nur einmal auf dem Server durchgeführt werden müssen.
RDS unterstützt verschiedene Szenarien, von der Bereitstellung einzelner Anwendungen (RemoteApp) bis hin zu vollwertigen virtuellen Desktop-Infrastrukturen (VDI). Um diese Dienste legal zu nutzen, benötigen Unternehmen spezielle Zugriffslizenzen, die sogenannten RDS CALs. RDS ist besonders wertvoll für Unternehmen mit vielen Außenstellen oder Home-Office-Arbeitsplätzen, da es einen sicheren und performanten Zugriff auf Firmenressourcen von überall ermöglicht.