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HPE ProLiant AMD EPYC Server: SmartChoice-Modelle im Vergleich

HPE ProLiant AMD EPYC Server: SmartChoice-Modelle im Vergleich

Ein Server wird selten dann gebraucht, wenn gerade Zeit für eine wochenlange Konfigurations- und Beschaffungsrunde ist. Genau hier setzt HPE SmartChoice an: vorkonfigurierte HPE-ProLiant-Server mit festem Lieferumfang und Verfügbarkeit ab Lager, für die sich sofort ein Angebot erstellen lässt und die deutlich kurzfristiger beschaffbar sind als individuell gefertigte Systeme. Ein wachsender Teil dieser Modelle sind AMD-EPYC-Server. Dieser Artikel erklärt, was hinter dem SmartChoice-Programm steckt, warum AMD EPYC in diesen Servern sinnvoll ist und welches der Modelle (DL325, DL345 oder DL385) zu welchem Workload passt.

Was ist HPE SmartChoice?

Was ist HPE SmartChoice? Beschaffungsprogramm für vorkonfigurierte HPE-ProLiant-Server mit fester Spezifikation und sofortigem Richtpreis-Angebot, ab Lager
Verfügbarkeit Ab Lager über autorisierte Fachhändler, kurzfristiger als Configure-to-Order
AMD-Modelle im Programm HPE ProLiant DL325, DL345 und DL385 Gen11 (AMD EPYC)
Prozessor 4th & 5th Generation AMD EPYC (9004 „Genoa“/„Bergamo“, 9005 „Turin“)
Zielgruppe Mittelstand mit Standard-Workloads: Virtualisierung, Datenbank, Fileservice, Terminalserver, VDI
Kernvorteil Standardisierte, sofort einsatzbereite Hardware ohne langen Konfigurationsprozess

HPE SmartChoice ist kein einzelnes Produkt, sondern ein Beschaffungsprogramm. Statt einen Server über einen Konfigurator aus Hunderten Optionen zusammenzustellen (Configure-to-Order), wählt man aus einer Reihe vordefinierter Konfigurationen mit festem Lieferumfang. Für diese Modelle liegt ein sofortiger Richtpreis vor, sodass sich in Minuten ein Angebot erstellen lässt, ohne die sonst üblichen Preis- und Deal-Registrierungs-Runden; den endgültigen Preis legt der Fachhändler fest. Diese Systeme werden bevorratet und sind über autorisierte Fachhändler kurzfristig ab Lager lieferbar, ohne die Vorlaufzeit einer Fertigung nach Bestellung.

Hintergrund ist, dass sich ein großer Teil der Server-Nachfrage im Mittelstand auf wenige, wiederkehrende Anwendungsfälle verteilt: ein Virtualisierungshost für eine Handvoll VMs, ein Datenbankserver, ein Fileserver, ein Terminalserver. Für diese Standard-Workloads reicht eine sorgfältig zusammengestellte Standardkonfiguration in den meisten Fällen aus. Das spart die Zeit, die eine individuelle Konfiguration und deren Lieferung kostet.

Die AMD-Seite des Programms bilden aktuell drei ProLiant-Modelle: der HPE ProLiant DL325 Gen11, der DL345 Gen11 und der DL385 Gen11. Alle drei basieren auf AMD EPYC. Eine Übersicht der jeweils verfügbaren Konfigurationen finden Sie auf unserer SmartChoice-Seite.

Vorkonfiguriert oder Configure-to-Order?

Der Unterschied liegt im Beschaffungsweg, nicht in der Hardware-Qualität:

SmartChoice (vorkonfiguriert) Configure-to-Order (CTO)
Konfiguration Fest definiert, aus dem Standardportfolio Frei zusammenstellbar
Preis Sofortiger Richtpreis, Angebot in Minuten (Endpreis beim Fachhändler) Ergibt sich aus der Konfiguration
Verfügbarkeit Ab Lager, kurzfristig Fertigung nach Bestellung, längere Vorlaufzeit
Passt für Standard-Workloads, schnelle Beschaffung Sonderanforderungen, spezielle Ausstattung

SmartChoice liefert denselben ProLiant wie eine individuelle Bestellung, nur über einen schnelleren und planbareren Beschaffungsweg. Wer eine ungewöhnliche Ausstattung braucht (eine bestimmte GPU-Bestückung, eine spezielle Netzwerkkarte, sehr große Speicherkonfigurationen), ist mit einer Configure-to-Order-Bestellung besser bedient. Beide Wege lassen sich kombinieren: SmartChoice für die Standardfälle, CTO für die Ausnahmen.

Warum AMD EPYC im HPE ProLiant?

AMD-EPYC-Server haben sich im Markt als ernsthafte Alternative etabliert. Vier Eigenschaften sind für die typischen Mittelstands-Workloads relevant, und jede lässt sich an einem konkreten Mechanismus festmachen statt an Marketing-Versprechen.

Mehr Kerne pro Sockel: Konsolidierung auf weniger Servern

AMD EPYC bietet hohe Kernzahlen pro CPU. Die 4th Generation („Genoa“, Serie 9004) reicht bis 96 Kerne, die dichte Variante „Bergamo“ bis 128 Kerne pro Sockel. Die 5th Generation („Turin“, Serie 9005) reicht bis 128 Kerne, in der dichtesten Ausführung bis 192 Kerne pro Sockel. Dazu kommt eine 12-Kanal-DDR5-Speicheranbindung je Sockel.

Praktisch bedeutet das: Ein einzelner Single-Socket-Server kann eine Workload-Menge aufnehmen, für die früher zwei Sockel oder zwei Server nötig waren. Für den Mittelstand zählt dabei oft nicht der theoretische Spitzenwert, sondern die Möglichkeit, mehrere virtuelle Maschinen und Dienste auf einem kompakten, gut ausgelasteten System zusammenzuführen. Passende Systeme finden sich in unserer Kategorie Virtualisierungs-Server.

Der Lizenz-Kostenhebel

Dieser Punkt wird oft verkürzt dargestellt, deshalb hier bewusst differenziert. Zentrale Software im Rechenzentrum wird heute pro Kern lizenziert: VMware vSphere (seit der Umstellung durch Broadcom nur noch als Abo, pro Kern, mit einem Minimum von 16 Kernen je CPU und, bei Neubestellungen, zusätzlich einer Mindestabnahme von 72 Kernen je Abo), Windows Server und der SQL Server ebenfalls pro Kern. Lizenzregeln ändern sich; die jeweils aktuellen Konditionen gehören vor dem Kauf geprüft.

Daraus folgt kein pauschales „AMD spart Lizenzen“. Im Gegenteil: mehr Kerne bedeuten zunächst mehr Kern-Lizenzen. Der belastbare Hebel liegt woanders. Wenn sich mit kernstarken Single-Socket-Servern eine Workload konsolidieren lässt, für die sonst mehrere Hosts oder Dual-Socket-Systeme nötig wären, sinkt die Zahl der Sockel und Hosts. Bei einer Mindestabnahme je CPU zahlt ein Single-Socket-System diese Mindestmenge nur einmal statt zweimal, und weniger Hosts bedeuten weniger Grundlast an Betriebssystem- und Management-Lizenzen. Ob sich in Summe ein Vorteil ergibt, ist eine Rechnung im Einzelfall, die sich mit AMD-EPYC-Hardware aber häufig zugunsten der Konsolidierung aufmachen lässt. Für Datenbank- und ERP-Lasten, wo Lizenzkosten besonders ins Gewicht fallen, lohnt der Blick besonders (siehe Datenbank-Server und VMware).

Rechenbeispiel zur Einordnung: Angenommen, eine bestehende Umgebung läuft auf vier älteren Dual-Socket-Servern mit je 2 × 8 Kernen, also 64 Kerne über acht Sockel. Lässt sich dieselbe Last auf zwei Single-Socket-AMD-EPYC-Hosts mit je 32 Kernen konsolidieren (ebenfalls 64 Kerne), bleibt die Zahl der zu lizenzierenden Kerne bei einem reinen Per-Core-Modell zunächst gleich. Was sinkt, ist die Zahl der Hosts (von vier auf zwei) und der Sockel (von acht auf zwei), und damit die Grundlasten: weniger Betriebssystem- und Management-Instanzen, weniger Wartungsverträge, weniger Netzteile, bei einer Mindest-Kernabnahme je CPU zudem weniger Mindestabnahmen. Zu beachten ist dabei die VMware-Mindestbestellmenge je Abo: Kleine Single-Socket-Konfigurationen liegen oft unter den 72 Kernen, die je Bestellung mindestens zu lizenzieren sind. Dann zahlt man diese Untergrenze unabhängig von der tatsächlich verbauten Kernzahl. Ob am Ende Lizenzkosten sinken, hängt vom konkreten Lizenzmodell und vom Konsolidierungsgrad ab. Genau deshalb gehört diese Rechnung an den Anfang einer Server-Entscheidung, nicht ans Ende.

Performance pro Watt und Energiekosten

Höhere Kerndichte bei gutem Wirkungsgrad heißt mehr Rechenleistung je verbrauchtem Watt. Für den Mittelstand ist das weniger eine Frage der Ökobilanz als der laufenden Kosten: Strom und Kühlung sind über die Laufzeit eines Servers ein realer Posten. Wer eine bestehende Umgebung aus mehreren älteren Servern auf wenige moderne AMD-EPYC-Systeme konsolidiert, senkt in der Regel den Energiebedarf pro erbrachter Rechenleistung spürbar.

Sicherheit: AMD Infinity Guard
  • Secure Memory Encryption (SME): verschlüsselt den Arbeitsspeicher auf Hardware-Ebene.
  • Secure Encrypted Virtualization (SEV): verschlüsselt mit den Stufen SEV-ES und SEV-SNP den Speicher einzelner virtueller Maschinen; SEV-SNP ergänzt eine Integritätsprüfung, die verhindert, dass der Hypervisor den Speicher einer VM manipuliert, und bildet damit die Grundlage für „Confidential Computing“.
  • AMD Shadow Stack: schützt den Aufruf-Stack hardwaregestützt gegen bestimmte Angriffsklassen.

Für Umgebungen mit erhöhten Anforderungen an Datentrennung, etwa mehrere Mandanten auf einem Host oder sensible Workloads, ist die Speicherverschlüsselung je VM ein handfestes Argument. Dazu kommt auf HPE-Seite der Silicon Root of Trust, der die Firmware vor dem Start gegen einen im Silizium verankerten Fingerabdruck prüft.

Einordnung: Die Wahl für AMD EPYC sollte sich an der Workload festmachen. Die Stärken (hohe Kernzahl, viel Speicherbandbreite, Single-Socket-Leistung) zahlen sich vor allem bei Konsolidierung, Virtualisierung und speicher- oder lizenzintensiven Datenbanklasten aus. Wo eine Anwendung an eine bestimmte Plattform gebunden ist oder sehr hohe Single-Thread-Taktraten braucht, sollte man die Anforderung zuerst klären und die CPU-Wahl daran ausrichten. Als herstellerübergreifender Partner beraten wir dabei neutral; eine Übersicht aller Systeme finden Sie unter AMD EPYC Server.

Die SmartChoice AMD-Modelle im Vergleich

Die drei AMD-EPYC-Server des SmartChoice-Programms decken zusammen ein breites Spektrum ab. Unterscheiden lassen sie sich am einfachsten über Bauhöhe (1U oder 2U) und Sockelzahl (ein oder zwei Prozessoren). Ergänzend führen wir den DL365 Gen11 auf, der zum breiteren HPE-AMD-Portfolio gehört und dieselbe Prozessorbasis nutzt.

Modell Höhe Sockel Max. RAM (DIMMs) Storage (typisch) GPU Ausrichtung
DL325 Gen11 1U 1 3 TB (12) SFF / EDSFF, kompakt bis 2 (Front) Kompakt, effizient
DL345 Gen11 2U 1 3 TB (12) bis 20 LFF / 34 SFF bis 4 (Front) Single-Socket, viel Storage
DL385 Gen11 2U 2 6 TB (24) 8 SFF + Erweiterung bis 8 SW / 4 DW Leistung, GPU, VDI
DL365 Gen11 1U 2 6 TB (24) bis 10 SFF begrenzt Dichte Dual-Socket-Compute

Alle Modelle unterstützen 4th- und 5th-Generation-AMD-EPYC (9004/9005). Die exakt konfigurierbare Maximal-Kernzahl und die verfügbaren Laufwerks- und GPU-Optionen je Modell entnehmen Sie den HPE QuickSpecs bzw. der jeweiligen Produktseite.

HPE ProLiant DL325 Gen11: kompakt und effizient

Der DL325 Gen11 ist ein 1U-Server mit einem AMD-EPYC-Sockel, bis zu 12 DDR5-DIMMs (bis 3 TB) und PCIe-Gen5-Anbindung. Er ist der kompakte Allrounder: genug Kernleistung für eine solide Virtualisierungsbasis oder klassische Infrastrukturdienste, dabei platz- und energiesparend. Für kleinere Umgebungen oder dort, wo Rackplatz knapp ist, ist der DL325 oft die wirtschaftlichste Einstiegsstufe ins AMD-EPYC-Portfolio.

HPE ProLiant DL345 Gen11: Single-Socket mit viel Storage

Der DL345 Gen11 teilt den Single-Socket-Ansatz des DL325, kommt aber im 2U-Gehäuse mit deutlich mehr Platz für Laufwerke: je nach Ausführung bis zu 20 LFF-, 34 SFF- oder 36 EDSFF-Laufwerke. Damit ist er der richtige Server, wenn ein Prozessor rechnerisch ausreicht, aber viel lokaler Speicher gebraucht wird, etwa als Fileserver, für Backup-Ziele oder speichernahe Datenbanken.

HPE ProLiant DL385 Gen11: die Zwei-Sockel-Basis

Der DL385 Gen11 ist das leistungsstärkste der drei Modelle: ein 2U-Server mit zwei AMD-EPYC-Sockeln, bis zu 24 DDR5-DIMMs und damit bis zu 6 TB Arbeitsspeicher. Das neu gestaltete Gehäuse nimmt bis zu acht einfach-breite oder vier doppelt-breite GPUs auf. Damit ist er der Kandidat für GPU-beschleunigte Workloads, VDI und rechenintensive Datenbanken. Wo zwei Sockel und viel Speicher zusammenkommen müssen, ist der DL385 die naheliegende Wahl. Für GPU-Szenarien siehe auch unsere Kategorie GPU / KI Server.

HPE ProLiant DL365 Gen11: dicht gepackt

Der DL365 Gen11 bringt zwei Sockel im 1U-Gehäuse unter (bis 24 DIMMs, bis 6 TB, bis zu 10 SFF-Laufwerke). Er ist die dichte Rechen-Variante für Umgebungen, in denen Rackplatz begrenzt ist, aber Dual-Socket-Leistung gebraucht wird. Er gehört zum breiteren HPE-AMD-Portfolio; ob er als SmartChoice-Konfiguration verfügbar ist, klärt sich über die aktuelle Programmauswahl.

Ausblick: Gen12 mit 5th Generation AMD EPYC „Turin“

Parallel baut HPE die Gen12-Reihe aus. Der DL325 Gen12 (1U, ein Sockel) und der DL345 Gen12 (2U, ein Sockel) setzen auf die 5th Generation AMD EPYC („Turin“, Zen 5) mit bis zu 192 Kernen und bis zu 512 MB L3-Cache. Neu sind unter anderem 24 DIMM-Slots (bis 6 TB), Unterstützung für direkte Flüssigkeitskühlung bei hohen TDP-Klassen sowie das Management über iLO 7 mit erweitertem Silicon Root of Trust. Für die schnelle SmartChoice-Beschaffung ab Lager stehen heute die Gen11-Modelle im Vordergrund; die Gen12-Reihe ist der Weg nach vorn, wenn maximale Kerndichte oder Flüssigkeitskühlung gefragt sind.

Welches Modell für welchen Workload?

Die Modellwahl lässt sich in den meisten Fällen aus dem Workload ableiten. Die folgende Zuordnung ist ein Ausgangspunkt, keine starre Regel; im Zweifel entscheidet die konkrete Dimensionierung.

Workload Empfehlung Warum
Virtualisierung (kompakt) DL325 Gen11 Ein kernstarker Sockel, 1U, energieeffizient; solide VM-Basis auf wenig Platz
Virtualisierung (dicht) DL365 / DL385 Gen11 Zwei Sockel, bis 6 TB RAM, hohe VM-Dichte pro Host
Fileservice / Backup-Ziel DL345 Gen11 Single-Socket genügt, dafür maximaler lokaler Storage
Datenbank / ERP DL385 Gen11 Zwei Sockel, viel Speicher, Reserven für Spitzenlasten
VDI / GPU / KI-Inferenz DL385 Gen11 Bis zu 4 doppelt-breite GPUs im 2U-Gehäuse
Terminalserver / Infrastruktur DL325 Gen11 Ausreichend Leistung, kompakt und wirtschaftlich

Wann AMD passt, und wann nicht: Für die genannten Standard-Workloads ist ein AMD-EPYC-ProLiant in der Regel eine gute und wirtschaftliche Wahl, vor allem, wenn Konsolidierung und Speicherbandbreite zählen. Grenzen gibt es dort, wo eine Anwendung ausdrücklich für eine andere Plattform zertifiziert ist, wo sehr hohe Single-Thread-Taktraten den Ausschlag geben oder wo eine exotische Ausstattung nötig ist, die keine SmartChoice-Standardkonfiguration abbildet. In diesen Fällen ist ein Configure-to-Order-Server oder eine andere Plattform die bessere Wahl. Sinnvoll ist, zuerst die Anforderung zu klären und die Hardware daran auszurichten.

Management, Garantie und Betrieb

Neben Prozessor und Modell entscheiden im Alltag drei weitere Punkte über den Aufwand: Verwaltung, Support und die Frage, wie ein neuer Server in eine bestehende Umgebung kommt.

Fernverwaltung über HPE iLO und Silicon Root of Trust

Die Fernverwaltung läuft über HPE Integrated Lights-Out. Alle ProLiant-Gen11-Modelle bringen iLO 6 mit, eine dedizierte Management-Schnittstelle, über die sich der Server unabhängig vom Betriebssystem überwachen, konfigurieren und im Fehlerfall aus der Ferne bedienen lässt. Dazu kommt der Silicon Root of Trust: Die Firmware wird vor dem Start gegen einen im Silizium verankerten Fingerabdruck geprüft, sodass manipulierte Firmware auffällt, bevor sie geladen wird. Die Gen12-Modelle heben das auf iLO 7 mit erweitertem Schutz an.

Garantie und Support über HPE Care Packs

Die ProLiant-Server kommen mit einer HPE-Herstellergarantie, die sich über HPE Care Packs auf längere Laufzeiten, kürzere Reaktionszeiten und Vor-Ort-Service erweitern lässt. Für den Mittelstand ist gerade der planbare Support ein Argument: definierte Reaktionszeiten statt Einzelfall-Beschaffung von Ersatzteilen. Welches Support-Level sinnvoll ist, hängt davon ab, wie kritisch der Server im Betrieb ist; das stimmen wir vor dem Kauf mit ab.

Migration aus einer bestehenden Umgebung

Läuft bereits ein Hypervisor (etwa VMware vSphere oder Microsoft Hyper-V), lassen sich virtuelle Maschinen auf einen neuen AMD-EPYC-Host übernehmen. Zu beachten ist, dass eine Live-Migration im laufenden Betrieb nicht zwischen Hosts unterschiedlicher CPU-Hersteller im selben Cluster funktioniert. Ein AMD-Host wird daher üblicherweise als neuer Cluster aufgesetzt, in den die VMs kalt oder gestaffelt migriert werden. Innerhalb derselben Plattform ist der Umzug unkritisch; wer von Grund auf neu plant, umgeht die Frage ohnehin.

Beschaffung: Wie SmartChoice die Lieferzeit verkürzt

Der Wert von SmartChoice liegt weniger in der Hardware als im Beschaffungsprozess. Drei Punkte machen den Unterschied:

  • Verfügbarkeit ab Lager: Vorkonfigurierte Modelle werden bevorratet, sodass ein SmartChoice-Server über autorisierte Fachhändler kurzfristig bereitsteht, statt erst nach Bestellung gefertigt zu werden.
  • Sofort kalkulierbares Angebot: Für die SmartChoice-Modelle liegen marktgerechte Richtpreise vor, sodass sich ohne lange Preis- oder Deal-Registrierungs-Runden in Minuten ein Angebot erstellen lässt. Den endgültigen Preis legt der Fachhändler fest, aber die schnelle, transparente Angebotserstellung vereinfacht Budgetierung und Freigabe.
  • Planungssicherheit: Feste Spezifikation und feste Verfügbarkeit bedeuten weniger Rückfragen, weniger Abstimmungsschleifen und einen kalkulierbaren Termin.

Für den Mittelstand ist das oft der praktisch wichtigste Punkt: Ein Server, der kurzfristig statt mit wochenlanger Vorlaufzeit bereitsteht, löst ein akutes Problem, etwa einen Hardware-Ausfall, ein neues Projekt oder eine kurzfristige Kapazitätsanforderung, ohne lange Wartezeit. Wo dagegen individuelle Anforderungen im Vordergrund stehen, bleibt Configure-to-Order der passende Weg. Die aktuell verfügbaren SmartChoice-AMD-Konfigurationen sehen Sie auf unserer SmartChoice-Seite; das gesamte HPE-Portfolio finden Sie ebenfalls bei uns.

Fazit: HPE SmartChoice vereinfacht die Beschaffung: vorkonfigurierte ProLiant-Server mit fester Konfiguration und sofortigem Richtpreis-Angebot, ab Lager, kurzfristig verfügbar. Auf der AMD-Seite stehen dafür drei Modelle bereit, der kompakte DL325 Gen11, der storagestarke DL345 Gen11 und der leistungs- und GPU-fähige DL385 Gen11, ergänzt um den dichten DL365 Gen11 aus dem breiteren Portfolio. AMD EPYC bringt dabei konkrete Vorteile: hohe Kernzahl und Speicherbandbreite für Konsolidierung und Virtualisierung, einen möglichen Lizenz-Hebel über Single-Socket-Konsolidierung, gute Performance pro Watt und hardwarenahe Sicherheit über AMD Infinity Guard. Die Modellwahl folgt dem Workload: ein Sockel oder zwei, 1U oder 2U, viel Storage oder viele GPUs. Wer diese Frage zuerst klärt, findet in aller Regel das passende SmartChoice-Modell und hat es kurzfristig im Rack.

Sie planen einen neuen Server oder wollen wissen, welches AMD-EPYC-Modell zu Ihrem Workload passt? Als herstellerübergreifender Partner beraten wir Sie neutral, vom AMD-EPYC-Portfolio bis zu den ab Lager verfügbaren HPE-SmartChoice-Konfigurationen. Wir unterstützen bei Modellwahl, Dimensionierung und Beschaffung. Sprechen Sie uns an.

Häufige Fragen (FAQ)

Was ist HPE SmartChoice?

HPE SmartChoice ist ein Beschaffungsprogramm für vorkonfigurierte HPE-ProLiant-Server mit festem Lieferumfang und sofortigem Richtpreis-Angebot (den Endpreis legt der Fachhändler fest). Die Systeme werden bevorratet und sind ab Lager über autorisierte Fachhändler kurzfristig lieferbar, ohne die Vorlaufzeit einer Fertigung nach Bestellung.

Welche AMD-Modelle gibt es im SmartChoice-Programm?

Die AMD-Seite bilden aktuell die HPE ProLiant DL325 Gen11, DL345 Gen11 und DL385 Gen11, alle auf Basis von AMD EPYC. Welche konkreten Konfigurationen verfügbar sind, zeigt unsere SmartChoice-Seite.

Ist ein vorkonfigurierter Server ein Kompromiss?

Nein. Es ist derselbe ProLiant wie bei einer individuellen Bestellung, nur über einen schnelleren Beschaffungsweg und mit einer bewusst gewählten Standardkonfiguration. Für Standard-Workloads reicht diese in den meisten Fällen aus. Für Sonderanforderungen bleibt Configure-to-Order die Alternative.

Kann ich einen SmartChoice-Server später erweitern?

Grundsätzlich ja, im Rahmen der Möglichkeiten der jeweiligen Plattform (z. B. zusätzliche Laufwerke, mehr Arbeitsspeicher). Welche Erweiterungen ein konkretes Modell zulässt, hängt von seiner Bauform und Ausstattung ab; wir beraten dazu vor dem Kauf.

Warum AMD EPYC statt einer anderen Plattform?

AMD EPYC bietet hohe Kernzahlen pro Sockel, viel Speicherbandbreite und starke Single-Socket-Leistung. Das eignet sich besonders für Konsolidierung, Virtualisierung und speicherintensive Datenbanklasten. Ob AMD im Einzelfall die richtige Wahl ist, hängt von der Anwendung ab; bei plattformgebundener Software oder sehr hohen Taktanforderungen kann eine andere Lösung passender sein.

Spart AMD EPYC Lizenzkosten?

Nicht pauschal. Software wie VMware vSphere, Windows Server und SQL Server wird pro Kern lizenziert, mehr Kerne bedeuten also zunächst mehr Kern-Lizenzen. Der Hebel liegt in der Konsolidierung: Lässt sich mit kernstarken Single-Socket-Servern die Zahl der Sockel und Hosts reduzieren, können die Gesamtkosten sinken. Das ist eine Rechnung im Einzelfall.

Welches Modell eignet sich für Virtualisierung?

Für eine kompakte Virtualisierungsbasis der DL325 Gen11 (1U, ein Sockel). Für hohe VM-Dichte der DL385 Gen11 (2U, zwei Sockel, bis 6 TB RAM) oder der DL365 Gen11 (1U, zwei Sockel).

Welches Modell für Datenbanken oder VDI?

Der DL385 Gen11: zwei Sockel, viel Arbeitsspeicher und Platz für bis zu vier doppelt-breite GPUs, passend für ERP- und Datenbanklasten sowie GPU-beschleunigte VDI.

Was ist der Unterschied zwischen DL325 und DL345 Gen11?

Beide sind Single-Socket-Server mit AMD EPYC. Der DL325 ist ein kompakter 1U-Server, der DL345 ein 2U-Server mit deutlich mehr Platz für Laufwerke. Wird viel lokaler Storage gebraucht, ist der DL345 die richtige Wahl.

Gen11 oder Gen12: worauf achten?

Für die schnelle SmartChoice-Beschaffung ab Lager stehen heute die Gen11-Modelle im Vordergrund. Die Gen12-Reihe (DL325/DL345 Gen12) mit 5th Generation AMD EPYC „Turin“ bietet noch höhere Kerndichte und Flüssigkeitskühlung, relevant, wenn maximale Rechendichte gefragt ist.

Wie schnell ist ein SmartChoice-Server verfügbar?

Vorkonfigurierte SmartChoice-Modelle sind ab Lager verfügbar und dadurch deutlich kurzfristiger beschaffbar als individuell gefertigte Configure-to-Order-Server. Die konkrete Verfügbarkeit hängt von Konfiguration und Lagerbestand ab; den tagesaktuellen Termin nennen wir Ihnen auf Anfrage.

Welche Garantie und welchen Support bekomme ich?

Die ProLiant-Server kommen mit HPE-Herstellergarantie, die sich über HPE Care Packs auf längere Laufzeiten, kürzere Reaktionszeiten und Vor-Ort-Service erweitern lässt. Welches Level sinnvoll ist, richtet sich nach der Kritikalität des Servers; wir beraten dazu vor dem Kauf.

Kann ich von bestehenden Servern auf AMD EPYC migrieren?

Ja. Virtuelle Maschinen lassen sich auf einen neuen AMD-EPYC-Host übernehmen. Zu beachten ist, dass eine Live-Migration im laufenden Betrieb nicht zwischen Hosts unterschiedlicher CPU-Hersteller im selben Cluster möglich ist; ein AMD-Host wird deshalb meist als neuer Cluster aufgesetzt und die VMs werden gestaffelt umgezogen.

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