Outdoor Access Points
WLAN, das Wetter aushält
Sobald WLAN das Gebäude verlässt, ändern sich die Anforderungen. Die Outdoor-Modelle von LANCOM haben ein IP67-Gehäuse, arbeiten von −30 bis +65 °C und lassen sich an Mast oder Wand montieren – Regen, Frost und direkte Sonne eingerechnet.
Zwei Familien decken den Außenbereich ab: die OX-Serie mit 4x4-MIMO für Höfe, Hallen und Flächen mit vielen Endgeräten, und die OW-Serie mit 2x2 für kleinere Bereiche – die OW-702 bereits mit Wi-Fi 7.
Verwaltet werden sie wie die Indoor-Access-Points: über die LANCOM Management Cloud, einen WLAN-Controller oder einzeln. Ein getrenntes System für draußen braucht es nicht.
Einsatz
Wo Outdoor-Geräte hingehören
Vergleich
Die vier Outdoor-Modelle
Alle Modelle: IP67, −30 bis +65 °C, weißes Kunststoffgehäuse, bis zu 32 SSIDs. Der Unterschied liegt in Funkgeneration, MIMO und Antennenkonzept.
| Modell | WLAN | MIMO | Spitzenrate | Antennen | Anschluss und PoE |
|---|---|---|---|---|---|
| OW-702 | Wi-Fi 7, 5/2,4 GHz |
2x2 |
2.882 MBit/s (5 GHz) |
4x N-Buchse, 4 Dual-Band-Antennen im Lieferumfang |
1x 2,5G, 802.3at |
| OW-602 | Wi-Fi 6, 5/2,4 GHz |
2x2 |
1.200 MBit/s (5 GHz) |
4x N-Buchse, je 2 Antennen für 2,4 und 5 GHz |
2x 1G, 802.3at |
| OX-6400 | Wi-Fi 6, 5/2,4 GHz |
4x4 |
2.400 MBit/s (5 GHz) |
integrierte 70°-Sektorantenne |
2x 2,5G mit PoE-Passthrough, 802.3bt/at |
| OX-6402 | Wi-Fi 6, 5/2,4 GHz |
4x4 |
2.400 MBit/s (5 GHz) |
4x N-Buchse, 4 Dual-Band-Antennen im Lieferumfang |
2x 2,5G mit PoE-Passthrough, 802.3bt/at |
Quelle: R&S®NC-Produktvergleichstabelle 08/2026. Die älteren Industrie-Modelle IAP-821 und IAP-822 (Wi-Fi 5) führen wir noch aus Restbestand, sie stehen nicht mehr im aktuellen Programm des Herstellers. Indoor-Modelle finden Sie unter LANCOM Access Points.
Auslegung
Vier Fragen für den Außenbereich
Rundstrahler oder Sektorantenne?
Ein Rundstrahler versorgt die Umgebung gleichmäßig – gut für eine Terrasse mitten im Bereich, schlecht für eine Fassade, bei der die Hälfte der Energie ins Feld strahlt. Für gerichtete Abdeckung nehmen Sie die OX-6400 mit fester 70°-Sektorantenne oder die OX-6402 mit frei wählbaren Antennen.
Wie weit reicht ein Outdoor-Access-Point?
Im Freien ohne Hindernisse deutlich weiter als drinnen – die Grenze setzt aber das Endgerät. Ein Smartphone sendet mit wenig Leistung; es hört den Access Point noch, kommt aber selbst nicht mehr an. Realistisch sind je nach Antenne 50 bis 150 m nutzbare Abdeckung, nicht die Werte aus Reichweitentabellen.
Reicht 802.3at oder braucht es bt?
Die OW-Modelle laufen mit 802.3at. Die OX-Modelle brauchen 802.3bt, sobald der PoE-Passthrough genutzt wird, um ein weiteres Gerät mitzuversorgen – ohne Passthrough genügt auch dort at. Das entscheidet über den Switch davor.
Was ist mit Blitzschutz?
Bei Mastmontage und langen Außenleitungen gehören Überspannungsschutz und Potentialausgleich dazu. Das ist keine Frage des Access Points, sondern der Installation – planen Sie es mit Ihrem Elektriker ein, bevor die Geräte hängen.
FAQ
Häufige Fragen zu Outdoor Access Points
Die erste Ziffer steht für den Schutz gegen Fremdkörper, die zweite gegen Wasser. IP67 heißt: vollständig staubdicht und geschützt gegen zeitweiliges Untertauchen. Für Regen, Schnee und Reinigungsstrahl im Außenbereich ist das die übliche Anforderung.
Die OX-Serie arbeitet mit 4x4-MIMO und ist für mittlere bis hohe Nutzerdichten gedacht; sie hat zwei 2,5-Gigabit-Ports mit PoE-Passthrough. Die OW-Serie ist mit 2x2 kompakter und auf niedrige Nutzerdichten ausgelegt. Gehäuse, Schutzart und Temperaturbereich sind bei beiden gleich.
Ja, die OW-702. Die OX-Serie ist derzeit Wi-Fi 6. Ob sich der Aufpreis lohnt, hängt an den Endgeräten: Wi-Fi 7 bringt seinen Vorteil vor allem dann, wenn die Clients den Standard auch unterstützen.
Bei OX-6400 und OX-6402 ja: Der zweite 2,5-Gigabit-Port gibt PoE weiter. Voraussetzung ist, dass der Switch davor 802.3bt liefert – der Access Point braucht selbst Strom und reicht nur durch, was übrig bleibt.
Nein. Outdoor- und Indoor-Geräte laufen unter demselben Betriebssystem und lassen sich gemeinsam über die Management Cloud oder einen WLAN-Controller verwalten.
An Wand oder Mast, mit dem beiliegenden Montagematerial. Wichtig ist die Ausrichtung: Sektorantennen wollen auf die zu versorgende Fläche zeigen, Rundstrahler möglichst frei und mittig stehen. Wir gehen die Positionen vorab mit Ihnen durch.