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33 Ergebnisse

Router & VPN-Gateways

Standorte verbinden, nicht nur ans Internet hängen

Ein LANCOM Router ist selten nur ein Internetzugang. Er baut die VPN-Verbindung zur Zentrale auf, trennt Gäste- von Produktivnetz und entscheidet, welche Anwendung über welche Leitung läuft. Die Sicherheitsfunktionen sitzen dabei im Betriebssystem LCOS, nicht in einem Zusatzpaket.

Das Programm staffelt sich nach Standortgröße: die 1800 blackline-Serie für Filialen und kleine Standorte, die 1900er-Reihe für mittelgroße mit mehr VPN-Kanälen und ISDN, die ISG-Gateways für die Zentrale, an der alle Tunnel zusammenlaufen.

Entwicklung und Fertigung liegen in Deutschland. Viele Modelle tragen das IT-Sicherheitskennzeichen des BSI – bei Ausschreibungen mit Anforderungen an die Herkunft der Hardware ist das ein belastbares Argument.

Serien

Vier Klassen, eine Verwaltung

Die Einteilung folgt der Standortgröße und der Zahl der VPN-Verbindungen, nicht der Gehäusegröße.

1800 blackline – Filiale

Für kleine und mittelgroße Standorte. 5 VPN-Kanäle ab Werk, auf 25 erweiterbar. Wahlweise mit eingebautem VDSL-Modem (VA), rein über Ethernet und Glasfaser (EF), mit WLAN (W) oder Mobilfunk (4G/5G). Gehäuse aus 70 % Recyclingmaterial.

1900er-Reihe – mittlerer Standort

25 VPN-Kanäle, Multi-WAN und bei den VAG-Modellen zwei ISDN-Ports für vorhandene TK-Anlagen. Ein bis zwei DSL-Anschlüsse parallel, G.Fast-fähig, im 19-Zoll-Gehäuse.

ISG – Zentrale

ISG-5000 und ISG-8000 terminieren die Tunnel aller Filialen. 10-Gigabit-Uplinks über SFP+, hohe VPN-Skalierung, ausgelegt auf den Dauerbetrieb im Rechenzentrum.

2100EF und Access Router

Die 2100EF bringt Multi-Gigabit-WAN mit 10G SFP+ für Standorte mit schnellem Glasfaseranschluss. Für Nebenstellen und Netzwerkerweiterungen gibt es die kompakten 750er-Modelle und die 1650E.

Einsatz

Vier Fragen, die den Router bestimmen

Vergleich

Die Baureihen nebeneinander

Angaben nach Herstellerdatenblatt. Die VPN-Zahl ist der Wert ab Werk – erweiterbar ist fast jedes Modell.

Baureihe Einsatz WAN VPN ab Werk Besonderheit
1800 blackline

Filiale, kleiner Standort

VDSL-Supervectoring oder Ethernet/SFP, opt. 4G/5G

5 (25 optional)

Gehäuse aus 70 % Recyclingmaterial, WLAN-Varianten

1900er-Reihe

mittelgroßer Standort

1–2x VDSL/G.Fast, SFP-Combo, opt. 5G

25

2x ISDN bei den VAG-Modellen, 19 Zoll

2100EF

Standort mit Glasfaser

1x 10G SFP+, 4x 2,5 Gigabit

25

Multi-Gigabit-WAN

ISG-5000 / ISG-8000

Zentrale

2x 10G SFP+, 6–8x Gigabit

hoch skalierend

terminiert die Tunnel aller Filialen

750er / 1650E

Nebenstelle, Erweiterung

Ethernet, opt. 4G/5G

klein

kompakt, teils mit PoE-Ausgang

vRouter

virtuell

vom Hypervisor gestellt

10 bis 3.000

läuft als VM, auch als WLAN-Controller

Auslegung

Vier Fragen vor der Bestellung

VA oder EF – Modem eingebaut oder nicht?

VA bringt ein VDSL-Supervectoring-Modem mit und hängt direkt an der TAE-Dose. EF erwartet ein Signal über Ethernet oder ein SFP-Modul – richtig bei Glasfaser oder wenn der Provider ein eigenes Modem stellt. Im Zweifel ist VA die flexiblere Wahl, weil der SFP-Slot den Glasfaserweg offenhält.

Reichen fünf VPN-Kanäle?

Zählen Sie Standorte plus dauerhafte Einzelzugänge. Fünf reichen für eine Filiale, die zur Zentrale und in ein Rechenzentrum funkt. Ab drei Außenstellen wird es eng – dann lieber gleich die VPN-25-Option oder ein 1900er-Modell.

Mobilfunk jetzt oder nie

4G und 5G sind fest verbaut, kein Steckplatz. Wer die Rückfallebene später braucht, muss den Router tauschen – oder ein zweites Gerät davorsetzen. Bei Standorten ohne zweite Festleitung ist der Aufpreis beim Erstkauf fast immer die günstigere Entscheidung.

Zentrale mitdenken

Zehn Filialen mit je einem Tunnel heißt zehn Tunnel in der Zentrale. Prüfen Sie, ob das Gerät dort mitwächst – sonst wird die Zentrale zum Flaschenhals, während die Filialen laufen. Das rechnen wir für Sie durch.

FAQ

Häufige Fragen zu LANCOM Routern

VA steht für ein eingebautes VDSL/ADSL-Modem, EF für Ethernet und Fiber ohne Modem, W für integriertes WLAN und G bei den 1900ern für die VoIP-Ausstattung mit ISDN-Ports. Angehängte -4G oder -5G bedeuten ein eingebautes Mobilfunkmodem.

Nein, jeder Router lässt sich einzeln über LANconfig einrichten. Die SD-WAN-Funktionen Application Routing, Dynamic Path Selection und Zero-Touch-Rollout setzen die Management Cloud allerdings voraus – ebenso das automatische Auto-VPN zwischen Standorten.

Ja, über eine Lizenz. Für die 1800er-Modelle bringt die VPN-25-Option die Erweiterung von fünf auf 25 Kanäle. Für größere Geräte gibt es Optionen bis 1.000 Kanäle. Das Gerät selbst bleibt dasselbe.

Jeder LANCOM Router bringt eine Stateful-Inspection-Firewall mit, die Verbindungen filtert und vor Angriffen schützt. Eine Unified Firewall geht deutlich weiter: Sie prüft Inhalte, filtert Web und Mail, erkennt Anwendungen und bringt IDS/IPS mit. Bei erhöhtem Schutzbedarf stehen beide hintereinander.

Ja. Die VDSL-Modelle sind kompatibel zum U-R2-Anschluss nach 1TR112 und erkennen die VLAN-ID 7 automatisch. Für Telefonie über einen All-IP-Anschluss ist zusätzlich die All-IP-Option nötig, sofern das Modell sie nicht ab Werk hat.

Die Gehäusegeneration der 1800er-Serie. Sie besteht zu 70 % aus Post-Consumer-Recyclat, kommt ohne Lack und Verklebung aus und ist auf ressourcenschonenden Dauerbetrieb ausgelegt. An Technik und Funktionsumfang ändert das nichts.