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DRaaS (Disaster-Recovery-as-a-Service)

Disaster-Recovery-as-a-Service (DRaaS) ist ein Cloud-Computing-Modell, das Unternehmen eine Absicherung gegen katastrophale Ausfälle ihrer IT-Infrastruktur bietet, ohne dass sie ein eigenes, teures sekundäres Rechenzentrum betreiben müssen. Bei DRaaS werden Server, Anwendungen und Daten kontinuierlich in die Cloud eines Drittanbieters repliziert. Im Falle eines Desasters – sei es durch Naturkatastrophen, Cyberangriffe wie Ransomware oder Hardware-Totalausfälle – kann der IT-Betrieb innerhalb kürzester Zeit auf die virtuelle Umgebung in der Cloud umgeschaltet werden (Failover). Dies minimiert die Ausfallzeiten (Recovery Time Objective, RTO) und den Datenverlust (Recovery Point Objective, RPO) drastisch.

Der Dienstleister stellt dabei die notwendigen Ressourcen für den Notbetrieb auf Abruf bereit ("Pay-per-Use"), was die Investitionskosten (CapEx) im Vergleich zu einer eigenen Ausweich-Site erheblich senkt. Moderne Backup-Software integriert oft DRaaS-Funktionen direkt, sodass Administratoren das Failover und das spätere Zurückspielen (Failback) zentral steuern können. DRaaS ermöglicht es auch kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU), ein Sicherheitsniveau zu erreichen, das früher nur Großkonzernen vorbehalten war.