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Lexikon
SGX (Software Guard Extensions)
Intel Software Guard Extensions (SGX) ist eine hardwarebasierte Sicherheitstechnologie, die es Entwicklern ermöglicht, ausgewählte Code- und Datenbereiche einer Anwendung in geschützte Speicherbereiche, sogenannte "Enklaven", auszulagern. Der Inhalt dieser Enklaven ist selbst vor Prozessen mit höheren Privilegien – wie dem Betriebssystem, dem Hypervisor oder dem BIOS – verborgen und geschützt. Das bedeutet, dass selbst wenn ein Hacker Root-Zugriff auf einen Server erlangt oder das Betriebssystem durch Malware kompromittiert ist, die Daten innerhalb der Enklave vertraulich und manipulationssicher bleiben.
SGX ist besonders relevant für Anwendungen, die mit hochsensiblen Daten arbeiten, wie Blockchain-Wallets, biometrische Authentifizierung oder DRM-geschützte Medien. Serverhersteller integrieren SGX-fähige Intel Xeon Prozessoren in ihre Systeme, wie beispielsweise in Lenovo ThinkSystem Servern, um eine vertrauenswürdige Ausführungsumgebung (Trusted Execution Environment) zu schaffen, die über reine Software-Firewalls und Virenscanner hinausgeht.