Dell PowerVault ME5212
Block-Storage für SAN und DAS mit 12 Einschüben
Die Dell PowerVault ME5212 ist ein Speichersystem für zwei Höheneinheiten, das Server mit gemeinsam nutzbarem Block-Speicher versorgt – über ein Speichernetz (SAN) oder direkt per Kabel (DAS). Zwölf Einschübe für 3,5-Zoll-Laufwerke, zwei gleichzeitig arbeitende Controller mit Intel-Xeon-Prozessor und je 16 GB Cache sowie redundante Netzteile stecken in einem Gehäuse. Dell führt sie als neue Generation der PowerVault-ME5-Reihe.
Gedacht ist die ME5212 für kleine und mittlere Unternehmen, die mehrere Server oder einen Virtualisierungs-Cluster an einen gemeinsamen Speicher hängen und dabei vor allem viel Kapazität brauchen – ohne All-Flash-Budget und ohne eigenes Storage-Team. Mehr Einschübe im Grundgerät bieten die PowerVault ME5224 (24 × 2,5 Zoll) und die PowerVault ME5284 (84 × 3,5 Zoll).
Auf einen Blick
Was die PowerVault ME5212 mitbringt
NL-SAS- und SAS-Festplatten sowie SSDs, 2,5-Zoll-Laufwerke im Adapterrahmen. Mit Erweiterungsgehäusen wächst das System auf 264 Laufwerke.
Beide Controller arbeiten gleichzeitig. Fällt einer aus, übernimmt der andere. Controller, Netzteile und Laufwerke sind im laufenden Betrieb tauschbar.
32-Gbit-Fibre-Channel, 25-GbE-iSCSI (SFP28), 10GBase-T-iSCSI oder 12-Gbit-SAS für den direkten Anschluss ohne Switch.
Dazu Auto-Tiering, Thin Provisioning und Verschlüsselung über selbstverschlüsselnde Laufwerke – bei Dell Teil der mitgelieferten Software.
Klassisches RAID baut nach einem Plattenausfall die Daten auf eine einzelne Ersatzplatte zurück – bei großen NL-SAS-Laufwerken dauert das lange. ADAPT verteilt die Daten dagegen über alle Laufwerke eines Pools (verteiltes Erasure Coding). Laut Dell verkürzt das die Wiederherstellungszeit nach einem Ausfall. RAID 1, 5, 6 und 10 stehen daneben weiter zur Verfügung, auch gemischt in einem System.
Kein NAS. Die ME5212 stellt Block-Speicher bereit – die Server legen ihr eigenes Dateisystem darauf an. Dateifreigaben per SMB oder NFS liefert sie nicht; dafür braucht es einen Server davor oder ein NAS-System.
Einsatz
Wofür die PowerVault ME5212 gebaut ist
Gemeinsamer Speicher für VMware und Hyper-V
Damit virtuelle Maschinen bei einem Serverausfall auf einem anderen Host weiterlaufen können, liegen sie in einem Cluster üblicherweise auf einem gemeinsamen Speicher. Die ME5212 stellt dafür Volumes auf Blockebene bereit, die VMware vSphere (ESXi) und Microsoft Hyper-V direkt als Datenspeicher einbinden.
Für VMware bringt Dell ein vCenter-Plug-in mit, über das sich das Array aus der gewohnten Oberfläche verwalten lässt. Mit einem zweiten ME5-System an einem anderen Standort und dem VMware Site Recovery Manager lässt sich ein Notfall-Rechenzentrum aufbauen.
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VMware:
vSphere 9.0 und 8.0 U3, vCenter-Plug-in, Site Recovery Manager. -

Microsoft:
Windows Server 2025 und 2022 inklusive Hyper-V. -

Linux:
RHEL 9.5 und 8.10, SLES 15 SP6 und 12 SP8.
Speicher für wenige Server ohne Speichernetz
Nicht jede Umgebung rechtfertigt Fibre-Channel-Switches oder ein eigenes iSCSI-Netz. Mit den 12-Gbit-SAS-Controllern werden die Server direkt per Kabel an die ME5212 angeschlossen – Dell nennt das DAS-Betrieb.
Damit eignet sich die ME5212 für kleine Cluster, für Außenstellen und für Anwendungen, die einen gemeinsamen Speicher brauchen, aber kein eigenes Speichernetz. Wird jeder Server mit beiden Controllern verkabelt, bleibt er auch bei einem Controllerausfall mit dem Speicher verbunden.
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Host-Ports:
vier 12-Gbit-SAS-Ports (Mini-SAS HD) je Controller, acht je System. -

Ausfallsicherheit:
fällt ein Controller aus, läuft das System auf dem anderen weiter. -

Erweiterung:
ein eigener SAS-Port je Controller für Erweiterungsgehäuse.
Viel Platz mit großen Festplatten
Die zwölf 3,5-Zoll-Schächte sind für NL-SAS-Festplatten mit hoher Kapazität gemacht – bis 24 TB je Laufwerk. Typische Aufgaben sind Dateiablage, Archiv und das Ziel für Datensicherungen.
Bis zu 1.024 Snapshots halten Zwischenstände fest, und die asynchrone Replikation spiegelt Volumes auf ein zweites ME5-System – auch auf eine ME5012 der Vorgängergeneration.
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ADAPT:
verteiltes Erasure Coding für kürzere Wiederherstellung. -

Snapshots:
bis 1.024 je System, Redirect-on-Write. -

Replikation:
asynchron über FC oder iSCSI, 1:n und n:1. -

Verschlüsselung:
selbstverschlüsselnde Laufwerke, FIPS 140-3 Level 2.
SSDs und Festplatten in einem System
Die ME5212 mischt Laufwerkstypen im selben Gehäuse: SSDs, SAS-Festplatten mit 10.000 U/min und NL-SAS-Festplatten. Auto-Tiering verschiebt häufig genutzte Daten automatisch auf die schnellen Medien und selten genutzte auf die großen – in bis zu drei Stufen.
Daneben können SSDs als Lesecache vor Festplatten dienen. Reine SSD- oder reine HDD-Konfigurationen sind ebenso möglich.
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All-Flash:
nur SSDs, 2,5 Zoll im 3,5-Zoll-Adapterrahmen. -

Hybrid:
SSDs plus Festplatten, Auto-Tiering mit bis zu 3 Stufen. -

Nur Festplatte:
NL-SAS und SAS mit 10.000 U/min, auch gemischt.
Modelle
PowerVault ME5212 im Vergleich
Die PowerVault-ME5-Reihe teilt sich Controller, Software und Anschlüsse. Der Unterschied liegt im Gehäuse: wie viele Laufwerke hineinpassen und in welcher Größe.
| Modell | Bauhöhe | Einschübe | Laufwerke max. | Erweiterung mit | Stärke |
|---|---|---|---|---|---|
| PowerVault ME5212 (diese Seite) | 2 HE | 12 × 3,5" | 264 | ME512, ME524, ME584 | Kapazität mit großen Festplatten |
| PowerVault ME5224 | 2 HE | 24 × 2,5" | 276 | ME512, ME524, ME584 | viele SSDs und SAS-Platten auf 2 HE |
| PowerVault ME5284 | 5 HE | 84 × 3,5" | 336 | ME584 | höchste Dichte, ab 28 Laufwerken |
| PowerVault ME5012 | 2 HE | 12 × 3,5" | 264 | ME412, ME424, ME484 | Vorgängergeneration |
Erweiterungsgehäuse: ME512 und ME524 passen nur hinter ME5212 und ME5224, das ME584 hinter jedes ME52-Grundsystem. Angaben nach Dell-Datenblättern (Stand 09/2026). Alle Modelle finden Sie unter Dell PowerVault Storage.
Technische Daten
Dell PowerVault ME5212 im Detail
Rückseite: 1 und 3 Netzteile mit integrierten Lüftern, 2 Controller A (oben), 4 Controller B (unten). Abbildung: Dell Technologies.
Controller: 1 vier Host-Ports (Art je nach gewähltem Controller), 2 USB nur für den Service, 3 USB für die Kommandozeile, 4 Ethernet für das Management, 5 SAS-Port für Erweiterungsgehäuse. Abbildung: Dell Technologies.
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Artikel | Dell PowerVault ME5212 – Serverhero-Artikelnummer 3105242 |
| Bauform | 19-Zoll-Rack, 2 Höheneinheiten |
| Laufwerksschächte | 12 × 3,5 Zoll, 2,5-Zoll-Laufwerke im Adapterrahmen |
| Laufwerke | NL-SAS 7.200 U/min (bis 24 TB), SAS 10.000 U/min, SAS-SSD; Typen im selben System mischbar |
| Laufwerksanzahl | 2 bis 264 (mit Erweiterungsgehäusen) |
| Max. Rohkapazität (laut Dell) | 2,64 PB mit 9 × ME512 · 1,92 PB mit 9 × ME524 · 5,80 PB mit 3 × ME584 |
| Controller | 2, hot-swap-fähig, aktiv/aktiv; Betrieb mit einem Controller möglich, zweiter nachrüstbar |
| Prozessor | Intel Xeon |
| Cache | 16 GB je Controller |
| Host-Anschlüsse (je Controller 4, je System 8) | 32-Gbit-FC (SFP+, auch 16 Gbit) · 25-GbE-iSCSI (SFP28/SFP+) · 10GBase-T-iSCSI (auch 1 Gbit) · 12-Gbit-SAS (Mini-SAS HD) |
| Management | 2 × 1-GbE-Base-T (einer je Controller) |
| Erweiterungsanschluss | 2 × 12-Gbit-SAS (einer je Controller) |
| Erweiterungsgehäuse | bis 9 × ME512 (12 × 3,5") oder ME524 (24 × 2,5"), oder bis 3 × ME584 (84 × 3,5") |
| Durchsatz (laut Dell) | bis 12 GB/s lesen, bis 10 GB/s schreiben |
| Konfigurationen | All-Flash, Hybrid, reine Festplatte |
| Speicherart | Block-Speicher für SAN oder DAS |
| RAID | RAID 1, 5, 6, 10 und ADAPT (verteiltes Erasure Coding), im selben System kombinierbar |
| Datendienste | Thin Provisioning (standardmäßig aktiv), Auto-Tiering mit bis zu 3 Stufen, SSD-Lesecache, bis 1.024 Snapshots (Redirect-on-Write), Volume-Kopie |
| Replikation | asynchron über FC oder iSCSI, zwischen ME52xx und ME50xx, 1:n und n:1 |
| Verschlüsselung | selbstverschlüsselnde Laufwerke (AES-256, FIPS 140-3 Level 2), Schlüsselverwaltung im Controller oder per KMIP |
| Verwaltung | PowerVault Manager (HTML5), CLI, Redfish/Swordfish-REST-API, OpenManage Enterprise, vCenter-Plug-in, Dell AIOps (mit ProSupport) |
| Host-Betriebssysteme | Windows Server 2025 und 2022 (inkl. Hyper-V), RHEL 9.5 und 8.10, SLES 15 SP6 und 12 SP8, VMware 9.0 und 8.0 U3 |
| Virtualisierung | VMware vSphere (ESXi), vCenter, Site Recovery Manager, Microsoft Hyper-V |
| Netzteile | 2 × 580 W AC (100–240 V), redundant, hot-swap-fähig; alternativ 764 W DC |
| Wärmeabgabe | 1.980 BTU/h (AC), 2.607 BTU/h (DC) |
| Abmessungen (H × B × T) | 87,9 × 483 × 618,7 mm |
| Gewicht | bis 32 kg voll bestückt |
| Betriebstemperatur | 5 bis 35 °C |
| Service | Herstellergarantie je nach Konfiguration; Dell ProSupport, ProSupport Plus und ProDeploy optional |
Quellen: Dell PowerVault ME5200 Series Specification Sheet (09/2026) und ME52XX Series Owner's Manual. Durchsatz und Kapazität sind Herstellerangaben für die Baureihe. Welche Laufwerke, Controller und Services Sie wählen können, sehen Sie im Konfigurator oben auf dieser Seite.
Offizielles Datenblatt
Dell PowerVault ME5200 Series – technische Daten aller Modelle und Erweiterungsgehäuse.
PDF · 207 KB · Englisch
Ihre Vorteile
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Wir liefern nicht nur das Speichersystem, sondern die Auslegung davor: welche Controller zu Ihrem Netz passen, welche Laufwerke Ihre Kapazität und Ihre Last tragen und ob ein Erweiterungsgehäuse später nötig wird. Als herstellerunabhängiger Händler stellen wir Dell dabei offen neben andere Anbieter. Passt ein anderes System besser, sagen wir das.
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Konfiguration vorab geprüft:
Controller, Laufwerke und Erweiterung stimmen wir vor der Bestellung mit Ihnen ab. -

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Die Server dazu:
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von der ersten technischen Frage bis zum Angebot, telefonisch und per E-Mail, auf Deutsch.
FAQ
Häufige Fragen zur PowerVault ME5212
Nur das Gehäuse. Die ME5212 nimmt zwölf 3,5-Zoll-Laufwerke auf und ist damit auf große Festplatten und viel Kapazität ausgelegt. Die PowerVault ME5224 hat 24 Schächte für 2,5-Zoll-Laufwerke und passt besser, wenn viele SSDs oder schnelle SAS-Platten auf zwei Höheneinheiten unterkommen sollen. Controller, Anschlüsse, Software und Erweiterungsgehäuse sind bei beiden gleich.
Dell führt die ME5212 als neue Generation der ME5-Reihe. Bauform, Laufwerksanzahl und Anschlussarten entsprechen laut Datenblatt der PowerVault ME5012. Die ME5212 nutzt aber eigene Erweiterungsgehäuse (ME512, ME524, ME584 statt ME412, ME424, ME484). Bestehende ME5012-Systeme lassen sich per Replikation mit einer ME5212 verbinden – in beide Richtungen.
Ja, Dell sieht für die 2-HE-Modelle auch eine Ausführung mit einem Controller vor. Der zweite Schacht bleibt dann mit einer Blende verschlossen und lässt sich später nachrüsten; das System schaltet danach selbständig in den Betrieb mit zwei aktiven Controllern um. Für den produktiven Einsatz empfehlen wir zwei Controller – nur dann läuft der Speicher bei einem Controllerausfall weiter.
Das hängt von den gewählten Controllern ab. Zur Auswahl stehen 32-Gbit-Fibre-Channel, 25-GbE-iSCSI mit SFP28-Ports, 10GBase-T-iSCSI für Kupferkabel und 12-Gbit-SAS für den direkten Anschluss. Jeder Controller hat vier Ports, das System also acht. Bestellt werden beide Controller mit demselben Anschlusstyp.
Über die SAS-Erweiterungsports hängen Sie bis zu neun Gehäuse ME512 oder ME524 mit je zwei Höheneinheiten an – oder bis zu drei ME584 mit je 84 Schächten. So wächst das System auf maximal 264 Laufwerke. Dell gibt die Rohkapazität mit bis zu 5,80 PB an (mit drei ME584).
Ja. SAS-Festplatten mit 10.000 U/min und SSDs im 2,5-Zoll-Format werden in einem 3,5-Zoll-Adapterrahmen geliefert und passen so in die Schächte der ME5212. Wer überwiegend 2,5-Zoll-Laufwerke einsetzen will, bekommt in der ME5224 doppelt so viele davon unter.
Nein. Die ME5212 stellt Block-Speicher bereit: Die angeschlossenen Server sehen die Volumes wie eigene Laufwerke und legen ihr Dateisystem selbst darauf an. Dateifreigaben per SMB oder NFS liefert die ME5212 nicht – dafür sorgt ein Server davor oder ein NAS-System.
Dell liefert die ME5212 mit All-inclusive-Software. Dazu gehören ADAPT, Snapshots, asynchrone Replikation, Volume-Kopie, Auto-Tiering, SSD-Lesecache, Thin Provisioning und die Schlüsselverwaltung für verschlüsselte Laufwerke. Verwaltet wird das System über den browserbasierten PowerVault Manager, die Kommandozeile, eine REST-API oder das vCenter-Plug-in.
Über selbstverschlüsselnde Laufwerke (SED), als Festplatte oder SSD erhältlich und nach FIPS 140-3 Level 2 zertifiziert. Die Verschlüsselung mit AES-256 übernimmt das Laufwerk selbst. Den Schlüssel verwaltet die ME5212 selbst oder ein externer Schlüsselserver über KMIP. Ein ausgebautes Laufwerk ist ohne Schlüssel nicht lesbar.