WLAN-Controller
Zentrale WLAN-Steuerung ohne Cloud
Ein WLAN-Controller übernimmt Konfiguration, Kanalwahl und Überwachung aller Access Points – und zwar im eigenen Netz. Für Umgebungen, in denen Verwaltungsdaten das Haus nicht verlassen dürfen, ist er die Alternative zur Management Cloud.
Die Access Points holen ihre Konfiguration beim Controller ab. Wird einer getauscht, übernimmt der neue automatisch die Einstellungen des alten. Das ist der eigentliche Gewinn: Nicht die Erstinstallation, sondern der Betrieb über Jahre.
Zwei Geräte deckt das Programm ab, dazu eine virtuelle Variante über den vRouter für große Installationen.
Auswahl
Zwei Geräte, eine Alternative
Die Zahl gemanagter Access Points ist die entscheidende Größe. Lizenzpakete erweitern sie stufenweise.
| Variante | Access Points | Bauform | Typischer Einsatz |
|---|---|---|---|
| WLC-60 | bis 25 ab Werk, per Lizenz erweiterbar |
Desktop |
einzelner Standort, Schule, Hotel |
| WLC-2000 | deutlich höher skalierend |
19 Zoll |
Campus, mehrere Gebäude |
| vRouter | bis 1.500 |
virtuelle Maschine |
große Installation, eigenes Rechenzentrum |
| Management Cloud | unbegrenzt |
Cloud-Dienst |
mehrere Standorte, Zero-Touch-Rollout |
Angaben nach Herstellerdatenblatt. Die genaue Zahl der inklusiven Access Points hängt an der Lizenzausstattung – Erweiterungen gibt es in Paketen (+6, +10, +25, +100, +500). Wir prüfen den Bedarf vor der Bestellung.
Auslegung
Drei Fragen zur Entscheidung
Controller oder Management Cloud?
Die Cloud ist die einfachere Wahl, sobald mehrere Standorte im Spiel sind: Zero-Touch-Rollout, Konfiguration über Vorlagen, keine eigene Hardware. Ein Controller gewinnt, wenn Verwaltungsdaten im Haus bleiben müssen – Behörden, KRITIS, Umgebungen ohne Internetzugang. Beides lässt sich kombinieren.
Wie viele Access Points werden es?
Rechnen Sie die Endausbaustufe, nicht den Start. Lizenzen lassen sich nachkaufen, aber der Sprung vom WLC-60 auf den WLC-2000 ist ein Gerätetausch. Bei absehbar mehr als 25 Geräten lohnt der Blick auf die größere Variante oder den vRouter.
Was passiert, wenn der Controller ausfällt?
Die Access Points arbeiten mit ihrer letzten Konfiguration weiter – das WLAN bleibt also an. Neue Geräte lassen sich in dieser Zeit nicht ausrollen und Änderungen nicht verteilen. Für kritische Umgebungen gibt es Controller-Backup und Lastverteilung zwischen zwei Geräten.
FAQ
Häufige Fragen zu WLAN-Controllern
Bei ein bis zwei Access Points nicht – die lassen sich einzeln über WEBconfig einrichten. Ab etwa fünf Geräten wird zentrale Verwaltung zur Zeitersparnis, ab zehn praktisch unverzichtbar. Ob per Controller oder Cloud, ist dann die zweite Frage.
Ja. Die Access Points behalten ihre Konfiguration und funken weiter. Was fehlt, ist die zentrale Steuerung: keine Änderungen, kein automatischer Ersatz getauschter Geräte, keine gemeinsame Kanalplanung.
Ja, mit der WLC Basic Option for Routers verwaltet ein LANCOM Router bis zu sechs Access Points, per Upgrade-Optionen mehr. Für kleine Standorte spart das ein zusätzliches Gerät.
Der Hersteller gibt bis zu 1.500 an. Das ist die übliche Wahl für große Installationen mit eigenem Rechenzentrum – die Verwaltung bleibt im Haus, ohne dass eine weitere Appliance gekauft werden muss.