Dell PowerVault ME5024
Block-Storage für SAN und DAS mit 24 Einschüben
Die Dell PowerVault ME5024 ist ein Speichersystem für zwei Höheneinheiten, das Server mit gemeinsam nutzbarem Block-Speicher versorgt – über ein Speichernetz (SAN) oder direkt per Kabel (DAS). 24 Einschübe für 2,5-Zoll-Laufwerke, zwei gleichzeitig arbeitende Controller mit Intel-Xeon-Prozessor und zwei Netzteile stecken in einem Gehäuse. Sie gehört zur ersten Generation der PowerVault-ME5-Reihe.
Gedacht ist die ME5024 für kleine und mittlere Unternehmen, die mehrere Server oder einen Virtualisierungs-Cluster an einen gemeinsamen Speicher hängen und dabei auf SSDs und schnelle SAS-Festplatten setzen. Große 3,5-Zoll-Festplatten im Grundgerät bieten die PowerVault ME5012 (12 × 3,5 Zoll) und die PowerVault ME5084 (84 × 3,5 Zoll). Die nächste Generation mit gleichem Gehäuseformat ist die PowerVault ME5224.
Auf einen Blick
Was die PowerVault ME5024 mitbringt
SSDs und SAS-Festplatten mit 10.000 U/min im Grundgerät. Mit Erweiterungsgehäusen – auch mit 3,5-Zoll-Schächten – wächst das System auf 276 Laufwerke.
Beide Controller arbeiten gleichzeitig. Fällt einer aus, übernimmt der andere. Dell nennt je Controller 8 GB Speicher und 16 GB für den Cache.
32-Gbit-Fibre-Channel, 25-GbE-iSCSI (SFP28), 10GBase-T-iSCSI oder 12-Gbit-SAS für den direkten Anschluss ohne Switch.
Dazu Auto-Tiering, Thin Provisioning und Verschlüsselung über selbstverschlüsselnde Laufwerke – bei Dell Teil der mitgelieferten Software.
Die ME5024 kann Laufwerke unterschiedlicher Klassen in einem Pool zusammenfassen – etwa SSDs und SAS-Festplatten. Auto-Tiering beobachtet, wie oft Daten gelesen und geschrieben werden, und verschiebt sie ohne manuelle Einstellung: häufig genutzte Daten auf die schnelleren Laufwerke, selten genutzte auf die günstigeren. Dell nennt bis zu drei Stufen. Alternativ dienen SSDs als reiner Lesecache vor den Festplatten.
Erste ME5-Generation. Die ME5024 arbeitet mit den Erweiterungsgehäusen ME412, ME424 und ME484. Dell führt daneben die PowerVault ME5224 als nächste Generation („ME5 Next Gen“) mit eigenen Gehäusen ME512, ME524 und ME584. Per Replikation lassen sich beide laut Dell verbinden. Wer ein vorhandenes ME5024-System ergänzt, bleibt bei dieser Reihe; wer neu plant, vergleicht beide.
Einsatz
Wofür die PowerVault ME5024 gebaut ist
Gemeinsamer Speicher für VMware und Hyper-V
Damit virtuelle Maschinen bei einem Serverausfall auf einem anderen Host weiterlaufen können, liegen sie in einem Cluster üblicherweise auf einem gemeinsamen Speicher. Die ME5024 stellt dafür Volumes auf Blockebene bereit, die VMware vSphere (ESXi) und Microsoft Hyper-V als Datenspeicher einbinden.
Für VMware bringt Dell ein vCenter-Plug-in mit, über das sich das Array aus der gewohnten Oberfläche verwalten lässt. Mit einem zweiten ME5-System an einem anderen Standort und dem VMware Site Recovery Manager lässt sich ein Notfall-Rechenzentrum aufbauen.
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VMware:
vSphere 7.0 und 6.7, vCenter-Plug-in, Site Recovery Manager. -

Microsoft:
Windows Server 2022, 2019 und 2016, Hyper-V. -

Linux:
RHEL 8.2 und 7.8, SLES 15.2 und 12.5. -

Stand:
Versionsliste des Dell-Datenblatts von 08/2025.
SSDs und SAS-Festplatten auf zwei Höheneinheiten
Mit 24 Schächten im 2,5-Zoll-Format ist die ME5024 das Grundsystem der Reihe für SSDs und SAS-Festplatten mit 10.000 U/min. Dell sieht reine SSD-Konfigurationen, gemischte Systeme und reine Festplattensysteme vor.
In gemischten Systemen verschiebt Auto-Tiering häufig genutzte Daten automatisch auf die schnelleren Laufwerke. Daneben können SSDs als Lesecache vor Festplatten dienen.
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All-Flash:
nur SSDs, laut Dell bis 7,68 TB je Laufwerk. -

Hybrid:
SSDs plus Festplatten, Auto-Tiering mit bis zu 3 Stufen. -

Nur Festplatte:
SAS mit 10.000 U/min, laut Dell bis 2,4 TB je Laufwerk. -

Mischbetrieb:
verschiedene Laufwerkstypen im selben System.
Speicher für wenige Server ohne Speichernetz
Nicht jede Umgebung rechtfertigt Fibre-Channel-Switches oder ein eigenes iSCSI-Netz. Mit den 12-Gbit-SAS-Controllern werden die Server direkt per Kabel an die ME5024 angeschlossen – Dell nennt das DAS-Betrieb.
Damit eignet sich die ME5024 für kleine Cluster, für Außenstellen und für Anwendungen, die einen gemeinsamen Speicher brauchen, aber kein eigenes Speichernetz. Wird jeder Server ausfallsicher mit beiden Controllern verkabelt und Multipathing eingerichtet, bleiben die Volumes laut Dell auch bei einem Controllerausfall erreichbar.
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Host-Ports:
vier 12-Gbit-SAS-Ports (Mini-SAS HD) je Controller, acht je System. -

Ausfallsicherheit:
fällt ein Controller aus, läuft das System auf dem anderen weiter. -

Erweiterung:
ein eigener SAS-Port je Controller für Erweiterungsgehäuse. -

Replikation:
nur mit FC- oder iSCSI-Controllern, nicht über SAS.
Große Festplatten im Erweiterungsgehäuse
NL-SAS-Festplatten mit 7.200 U/min und hoher Kapazität führt Dell im 3,5-Zoll-Format. In die 2,5-Zoll-Schächte der ME5024 passen sie nicht – sie kommen in ein Erweiterungsgehäuse ME412 (12 × 3,5 Zoll) oder ME484 (84 × 3,5 Zoll), das per SAS an die Controller angeschlossen wird.
So bleibt das Grundgerät den schnellen Laufwerken vorbehalten, während Archiv- und Sicherungsdaten auf großen Festplatten dahinter liegen. Wer von Anfang an vor allem Kapazität braucht, startet besser mit der ME5012 oder der ME5084.
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2-HE-Gehäuse:
bis zu neun ME412 oder ME424. -

5-HE-Gehäuse:
bis zu drei ME484 mit je 84 Schächten. -

Maximum:
276 Laufwerke im Gesamtsystem. -

Rohkapazität:
laut Dell bis 5,72 PB mit drei ME484.
Modelle
PowerVault ME5024 im Vergleich
Die drei Grundsysteme der ersten ME5-Generation teilen sich Controller, Software und Anschlüsse. Der Unterschied liegt im Gehäuse: wie viele Laufwerke hineinpassen und in welcher Größe. Zum Vergleich steht die ME5224 der nächsten Generation dabei.
| Modell | Bauhöhe | Einschübe | Laufwerke max. | Erweiterung mit | Stärke |
|---|---|---|---|---|---|
| PowerVault ME5012 | 2 HE | 12 × 3,5" | 264 | ME412, ME424, ME484 | Kapazität mit großen Festplatten |
| PowerVault ME5024 (diese Seite) | 2 HE | 24 × 2,5" | 276 | ME412, ME424, ME484 | viele SSDs und SAS-Platten auf 2 HE |
| PowerVault ME5084 | 5 HE | 84 × 3,5" | 336 | ME484 | höchste Dichte, ab 28 Laufwerken |
| PowerVault ME5224 | 2 HE | 24 × 2,5" | 276 | ME512, ME524, ME584 | nächste Generation der ME5024 |
Erweiterungsgehäuse: ME412 und ME424 passen nur hinter ME5012 und ME5024, das ME484 hinter jedes der drei Grundsysteme. Die ME5224 nutzt eigene Gehäuse der Reihe ME5xx. Angaben nach Dell-Datenblättern (Stand 08/2025 und 09/2026). Alle Modelle finden Sie unter Dell PowerVault Storage.
Technische Daten
Dell PowerVault ME5024 im Detail
Rückseite: 1 und 3 Netzteile mit integrierten Lüftern, 2 Controller A (oben), 4 Controller B (unten). Abbildung: Dell Technologies.
Controller: 1 vier Host-Ports (Art je nach gewähltem Controller), 2 USB nur für den Service, 3 USB für die Kommandozeile, 4 Ethernet für das Management, 5 SAS-Port für Erweiterungsgehäuse. Abbildung: Dell Technologies.
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Artikel | Dell PowerVault ME5024 – Serverhero-Artikelnummer 3044527 |
| Bauform | 19-Zoll-Rack, 2 Höheneinheiten |
| Laufwerksschächte | 24 × 2,5 Zoll |
| Laufwerke | SAS 10.000 U/min (bis 2,4 TB), SSD (bis 7,68 TB); NL-SAS 7.200 U/min im 3,5-Zoll-Format (bis 22 TB) über Erweiterungsgehäuse; Typen im selben System mischbar |
| Laufwerksanzahl | 2 bis 276 (mit Erweiterungsgehäusen) |
| Max. Rohkapazität (laut Dell) | 2,56 PB mit 9 × ME412 · 1,83 PB mit 9 × ME424 · 5,72 PB mit 3 × ME484 |
| Controller | 2, hot-swap-fähig, aktiv/aktiv; Betrieb mit einem Controller möglich, zweiter nachrüstbar |
| Prozessor | Intel Xeon |
| Speicher (laut Dell-Datenblatt) | 8 GB je Controller und 16 GB für den Cache (24 GB gesamt) |
| Host-Anschlüsse (je Controller 4, je System 8) | 32-Gbit-FC (SFP+, auch 16 Gbit) · 25-GbE-iSCSI (SFP28/SFP+) · 10GBase-T-iSCSI (auch 1 Gbit) · 12-Gbit-SAS (Mini-SAS HD) |
| Management | 2 × 1-GbE-Base-T (einer je Controller) |
| Erweiterungsanschluss | 2 × 12-Gbit-SAS (einer je Controller) |
| Erweiterungsgehäuse | bis 9 × ME412 (12 × 3,5") oder ME424 (24 × 2,5"), oder bis 3 × ME484 (84 × 3,5") |
| Durchsatz (laut Dell) | bis 12 GB/s lesen, bis 10 GB/s schreiben |
| Konfigurationen | All-Flash, Hybrid, reine Festplatte |
| Speicherart | Block-Speicher für SAN oder DAS; NAS laut Dell über eine vorgeschaltete NX-Appliance (Windows) |
| RAID | RAID 1, 5, 6, 10 und ADAPT (verteiltes Erasure Coding), im selben System kombinierbar |
| Datendienste | Thin Provisioning (standardmäßig aktiv), Auto-Tiering mit bis zu 3 Stufen, SSD-Lesecache, bis 1.024 Snapshots (Redirect-on-Write), Volume-Kopie |
| Replikation | asynchron über FC oder iSCSI; ME5 mit ME5, ME5 mit ME4, ME50xx mit ME52xx; 1:n und n:1 |
| Verschlüsselung | selbstverschlüsselnde Laufwerke (AES-256, FIPS 140-2 Level 2), Schlüsselverwaltung im Controller |
| Verwaltung | PowerVault Manager (HTML5), CLI, Redfish/Swordfish-REST-API, OpenManage Enterprise, vCenter-Plug-in |
| Host-Betriebssysteme (Stand Datenblatt 08/2025) | Windows Server 2022, 2019 und 2016, RHEL 8.2 und 7.8, SLES 15.2 und 12.5, VMware 7.0 und 6.7 |
| Virtualisierung | VMware vSphere (ESXi), vCenter, Site Recovery Manager, Microsoft Hyper-V |
| Netzteile | 2 × 580 W AC (100–240 V), redundant, im Betrieb tauschbar, mit integrierten Lüftern |
| Wärmeabgabe | 1.980 BTU/h |
| Abmessungen (H × B × T) | 87,9 × 483 × 547,8 mm |
| Gewicht | bis 30 kg voll bestückt |
| Betriebstemperatur | 5 bis 35 °C |
| Service | Herstellergarantie je nach Konfiguration; Dell ProSupport, ProSupport Plus und ProDeploy optional |
Quellen: Dell PowerVault ME5000 Series Specification Sheet (08/2025) und ME5 Series Owner's Manual. Durchsatz und Kapazität sind Herstellerangaben für die Baureihe. Welche Laufwerke, Controller und Services Sie wählen können, sehen Sie im Konfigurator oben auf dieser Seite.
Offizielles Datenblatt
Dell PowerVault ME5000 Series – technische Daten von ME5012, ME5024, ME5084 und den Erweiterungsgehäusen.
PDF · 182 KB · Englisch
Ihre Vorteile
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FAQ
Häufige Fragen zur PowerVault ME5024
Die ME5024 gehört zur ersten ME5-Generation, die PowerVault ME5224 führt Dell als nächste Generation der Reihe. Bauform, Zahl der Einschübe, maximale Laufwerksanzahl und Anschlussarten stimmen laut den Datenblättern überein. Unterschiedlich sind die Erweiterungsgehäuse: Die ME5024 nutzt ME412, ME424 und ME484, die ME5224 ME512, ME524 und ME584. Per Replikation lassen sich beide Generationen verbinden.
Nur das Gehäuse. Die ME5024 hat 24 Schächte für 2,5-Zoll-Laufwerke und ist damit auf SSDs und SAS-Festplatten mit 10.000 U/min ausgelegt. Die PowerVault ME5012 nimmt zwölf 3,5-Zoll-Laufwerke auf und passt besser, wenn große NL-SAS-Festplatten schon im Grundgerät stecken sollen. Controller, Anschlüsse, Software und Erweiterungsgehäuse sind bei beiden gleich.
Ja, Dell sieht für die 2-HE-Modelle auch eine Ausführung mit einem Controller vor. Der zweite Schacht bleibt dann mit einer Blende verschlossen und lässt sich später nachrüsten; das System schaltet danach selbständig in den Betrieb mit zwei aktiven Controllern um. Für den produktiven Einsatz empfehlen wir zwei Controller – nur dann läuft der Speicher bei einem Controllerausfall weiter.
Das hängt von den gewählten Controllern ab. Dell führt vier Ausführungen: 32-Gbit-Fibre-Channel, 25-GbE-iSCSI mit SFP28-Ports, 10GBase-T-iSCSI für Kupferkabel und 12-Gbit-SAS für den direkten Anschluss. Jeder Controller hat vier Host-Ports, das System mit zwei Controllern also acht.
Über die SAS-Erweiterungsports hängen Sie bis zu neun Gehäuse ME412 oder ME424 mit je zwei Höheneinheiten an – oder bis zu drei ME484 mit je 84 Schächten. So wächst das System auf maximal 276 Laufwerke. Dell gibt die Rohkapazität mit bis zu 5,72 PB an (mit drei ME484).
Nicht ins Grundgerät – die 24 Schächte der ME5024 sind für 2,5-Zoll-Laufwerke gebaut. Große NL-SAS-Festplatten im 3,5-Zoll-Format setzen Sie über ein Erweiterungsgehäuse ME412 oder ME484 ein. Sollen sie schon im Grundgerät stecken, ist die ME5012 die passende Wahl.
Nein. Die ME5024 stellt Block-Speicher bereit: Die angeschlossenen Server sehen die Volumes wie eigene Laufwerke und legen ihr Dateisystem selbst darauf an. Dateifreigaben per SMB oder NFS liefert die ME5024 nicht selbst. Dell nennt dafür im Datenblatt eine vorgeschaltete NAS-Appliance der NX-Serie auf Windows-Basis.
Ja. Dell nennt im Datenblatt die asynchrone Replikation zwischen ME5-Systemen sowie zwischen ME5 und der älteren ME4-Reihe, jeweils in beide Richtungen. Das Datenblatt der ME5224 führt zusätzlich die Replikation zwischen ME50xx und ME52xx auf. Die Verbindung läuft über Fibre Channel oder iSCSI und über Switches, nicht per Direktverkabelung.
Über selbstverschlüsselnde Laufwerke (SED), als Festplatte oder SSD erhältlich und laut Dell nach FIPS 140-2 Level 2 zertifiziert. Die Verschlüsselung mit AES-256 übernimmt das Laufwerk, den Schlüssel verwaltet der Controller der ME5024.