Dell PowerVault ME5084
Block-Storage für SAN und DAS mit 84 Einschüben
Die Dell PowerVault ME5084 ist das dichteste Grundsystem der ersten PowerVault-ME5-Generation: 84 Einschübe für 3,5-Zoll-Laufwerke auf fünf Höheneinheiten, verteilt auf zwei Schubladen. Sie versorgt Server mit gemeinsam nutzbarem Block-Speicher – über ein Speichernetz (SAN) oder direkt per Kabel (DAS). Zwei gleichzeitig arbeitende Controller mit Intel-Xeon-Prozessor sind immer an Bord.
Gedacht ist die ME5084 für Unternehmen, die sehr viel Kapazität auf wenig Rackfläche brauchen – für Datensicherung, Archiv oder große Dateiablagen. Sie startet mit 28 Laufwerken und wächst mit Erweiterungsgehäusen auf 336. Die gleichen Controller auf zwei Höheneinheiten bieten die PowerVault ME5012 (12 × 3,5 Zoll) und die PowerVault ME5024 (24 × 2,5 Zoll). Die nächste Generation mit gleichem Gehäuseformat ist die PowerVault ME5284.
Auf einen Blick
Was die PowerVault ME5084 mitbringt
Zwei Schubladen mit je 42 Plätzen, bestückt ab 28 Laufwerken. Mit bis zu drei Erweiterungsgehäusen ME484 wächst das System auf 336 Laufwerke.
Immer mit zwei Controllern. Fällt einer aus, übernimmt der andere. Dell nennt je Controller 8 GB Speicher und 16 GB für den Cache.
32-Gbit-Fibre-Channel, 25-GbE-iSCSI (SFP28), 10GBase-T-iSCSI oder 12-Gbit-SAS für den direkten Anschluss ohne Switch.
Dazu Auto-Tiering, Thin Provisioning und Verschlüsselung über selbstverschlüsselnde Laufwerke – bei Dell Teil der mitgelieferten Software.
Klassisches RAID baut nach einem Plattenausfall die Daten auf eine einzelne Ersatzplatte zurück. ADAPT verteilt Daten und Reservekapazität dagegen über alle Laufwerke der Gruppe (verteiltes Erasure Coding); eigene Ersatzplatten braucht es nicht. Laut Dell verkürzt das die Wiederherstellungszeit nach einem Ausfall – bei 84 und mehr großen Festplatten ein naheliegender Einsatzfall. RAID 1, 5, 6 und 10 stehen daneben weiter zur Verfügung.
Erste ME5-Generation. Die ME5084 arbeitet mit dem Erweiterungsgehäuse ME484. Dell führt daneben die PowerVault ME5284 als nächste Generation („ME5 Next Gen“) mit dem eigenen Gehäuse ME584. Per Replikation lassen sich beide laut Dell verbinden. Wer ein vorhandenes ME5084-System ergänzt, bleibt bei dieser Reihe; wer neu plant, vergleicht beide.
Einsatz
Wofür die PowerVault ME5084 gebaut ist
Sehr viel Platz auf fünf Höheneinheiten
Die 84 Schächte sind für NL-SAS-Festplatten mit hoher Kapazität gemacht – Dell listet Größen bis 22 TB je Laufwerk. Typische Aufgaben sind das Ziel für Datensicherungen, Archive und große Dateiablagen.
Bis zu 1.024 Snapshots halten Zwischenstände fest, und die asynchrone Replikation spiegelt Volumes auf ein zweites ME5-System – laut Dell auch auf eine ME4 oder eine ME5284 der nächsten Generation.
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Grundgerät:
84 Laufwerke, mindestens 28. -

Mit zwei ME484:
bis 5,54 PB Rohkapazität. -

Mit drei ME484:
bis 7,39 PB Rohkapazität, 336 Laufwerke. -

Schutz:
ADAPT, Snapshots, Replikation, verschlüsselnde Laufwerke.
Zwei Schubladen statt Frontschächte
Die Laufwerke der ME5084 sitzen nicht in der Front, sondern von oben in zwei ausziehbaren Schubladen mit je 42 Plätzen in drei Reihen. Bestückt wird in ganzen Reihen zu 14 Laufwerken, mindestens 28 müssen eingebaut sein. Die Laufwerke kommen getrennt verpackt und werden bei der Installation eingesetzt.
Ein Laufwerk lässt sich im laufenden Betrieb tauschen; das Öffnen einer Schublade unterbricht den Betrieb nicht. Dell gibt dafür höchstens zwei Minuten vor, damit die Kühlung erhalten bleibt, und es lässt sich immer nur eine Schublade zugleich öffnen.
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Strom:
zwei Netzteile mit 2.200 W, 200–240 V. -

Gewicht:
bis 135 kg voll bestückt, Einbautiefe 981 mm. -

Kühlung:
fünf separate Lüftermodule auf der Rückseite. -

Lautstärke:
Dell empfiehlt Gehörschutz bei längerem Aufenthalt am laufenden Gerät.
Gemeinsamer Speicher für VMware und Hyper-V
Damit virtuelle Maschinen bei einem Serverausfall auf einem anderen Host weiterlaufen können, liegen sie in einem Cluster üblicherweise auf einem gemeinsamen Speicher. Die ME5084 stellt dafür Volumes auf Blockebene bereit, die VMware vSphere (ESXi) und Microsoft Hyper-V als Datenspeicher einbinden.
Für VMware bringt Dell ein vCenter-Plug-in mit, über das sich das Array aus der gewohnten Oberfläche verwalten lässt. Mit einem zweiten ME5-System an einem anderen Standort und dem VMware Site Recovery Manager lässt sich ein Notfall-Rechenzentrum aufbauen.
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VMware:
vSphere 7.0 und 6.7, vCenter-Plug-in, Site Recovery Manager. -

Microsoft:
Windows Server 2022, 2019 und 2016, Hyper-V. -

Linux:
RHEL 8.2 und 7.8, SLES 15.2 und 12.5. -

Stand:
Versionsliste des Dell-Datenblatts von 08/2025.
Speicher für wenige Server ohne Speichernetz
Nicht jede Umgebung rechtfertigt Fibre-Channel-Switches oder ein eigenes iSCSI-Netz. Mit den 12-Gbit-SAS-Controllern werden die Server direkt per Kabel an die ME5084 angeschlossen – Dell nennt das DAS-Betrieb.
Damit lässt sich die ME5084 auch ohne eigenes Speichernetz als großer gemeinsamer Speicher für wenige Server betreiben. Wird jeder Server ausfallsicher mit beiden Controllern verkabelt und Multipathing eingerichtet, bleiben die Volumes laut Dell auch bei einem Controllerausfall erreichbar.
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Host-Ports:
vier 12-Gbit-SAS-Ports (Mini-SAS HD) je Controller, acht je System. -

Ausfallsicherheit:
fällt ein Controller aus, läuft das System auf dem anderen weiter. -

Erweiterung:
ein eigener SAS-Port je Controller für Erweiterungsgehäuse. -

Replikation:
nur mit FC- oder iSCSI-Controllern, nicht über SAS.
Modelle
PowerVault ME5084 im Vergleich
Die drei Grundsysteme der ersten ME5-Generation teilen sich Controller, Software und Anschlüsse. Der Unterschied liegt im Gehäuse: wie viele Laufwerke hineinpassen und in welcher Größe. Zum Vergleich steht die ME5284 der nächsten Generation dabei.
| Modell | Bauhöhe | Einschübe | Laufwerke max. | Erweiterung mit | Stärke |
|---|---|---|---|---|---|
| PowerVault ME5012 | 2 HE | 12 × 3,5" | 264 | ME412, ME424, ME484 | Kapazität mit großen Festplatten |
| PowerVault ME5024 | 2 HE | 24 × 2,5" | 276 | ME412, ME424, ME484 | viele SSDs und SAS-Platten auf 2 HE |
| PowerVault ME5084 (diese Seite) | 5 HE | 84 × 3,5" | 336 | ME484 | höchste Dichte, ab 28 Laufwerken |
| PowerVault ME5284 | 5 HE | 84 × 3,5" | 336 | ME584 | nächste Generation der ME5084 |
Erweiterungsgehäuse: ME412 und ME424 passen nur hinter ME5012 und ME5024, das ME484 hinter jedes der drei Grundsysteme. Die ME5284 nutzt eigene Gehäuse der Reihe ME5xx. Angaben nach Dell-Datenblättern (Stand 08/2025 und 09/2026). Alle Modelle finden Sie unter Dell PowerVault Storage.
Technische Daten
Dell PowerVault ME5084 im Detail
Rückseite: 1 Controller A, 2 Controller B, 3 Lüftermodul 0 bis 4 Lüftermodul 4 (fünf nebeneinander), 5 Netzteil 0, 6 Netzteil 1. Abbildung: Dell Technologies.
Controller: 1 vier Host-Ports (Art je nach gewähltem Controller), 2 USB nur für den Service, 3 USB für die Kommandozeile, 4 Ethernet für das Management, 5 SAS-Port für Erweiterungsgehäuse. Abbildung: Dell Technologies.
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Artikel | Dell PowerVault ME5084 – Serverhero-Artikelnummer 3044528 |
| Bauform | 19-Zoll-Rack, 5 Höheneinheiten |
| Laufwerksschächte | 84 × 3,5 Zoll in zwei Schubladen (je 42), 2,5-Zoll-Laufwerke mit Adapter |
| Laufwerke | NL-SAS 7.200 U/min (bis 22 TB), SAS 10.000 U/min (bis 2,4 TB), SSD (bis 7,68 TB); Typen im selben System mischbar |
| Laufwerksanzahl | 28 bis 336 (mit Erweiterungsgehäusen); Bestückung in ganzen Reihen zu 14 |
| Max. Rohkapazität (laut Dell) | 7,39 PB mit 3 × ME484 · 5,54 PB mit 2 × ME484 |
| Controller | 2, hot-swap-fähig, aktiv/aktiv; nur mit zwei Controllern erhältlich |
| Prozessor | Intel Xeon |
| Speicher (laut Dell-Datenblatt) | 8 GB je Controller und 16 GB für den Cache (24 GB gesamt) |
| Host-Anschlüsse (je Controller 4, je System 8) | 32-Gbit-FC (SFP+, auch 16 Gbit) · 25-GbE-iSCSI (SFP28/SFP+) · 10GBase-T-iSCSI (auch 1 Gbit) · 12-Gbit-SAS (Mini-SAS HD) |
| Management | 2 × 1-GbE-Base-T (einer je Controller) |
| Erweiterungsanschluss | 2 × 12-Gbit-SAS (einer je Controller) |
| Erweiterungsgehäuse | bis 3 × ME484 (84 × 3,5"); ME412 und ME424 werden nicht unterstützt |
| Durchsatz (laut Dell) | bis 12 GB/s lesen, bis 10 GB/s schreiben |
| Konfigurationen | All-Flash, Hybrid, reine Festplatte |
| Speicherart | Block-Speicher für SAN oder DAS; NAS laut Dell über eine vorgeschaltete NX-Appliance (Windows) |
| RAID | RAID 1, 5, 6, 10 und ADAPT (verteiltes Erasure Coding), im selben System kombinierbar |
| Datendienste | Thin Provisioning (standardmäßig aktiv), Auto-Tiering mit bis zu 3 Stufen, SSD-Lesecache, bis 1.024 Snapshots (Redirect-on-Write), Volume-Kopie |
| Replikation | asynchron über FC oder iSCSI; ME5 mit ME5, ME5 mit ME4, ME50xx mit ME52xx; 1:n und n:1 |
| Verschlüsselung | selbstverschlüsselnde Laufwerke (AES-256, FIPS 140-2 Level 2), Schlüsselverwaltung im Controller |
| Verwaltung | PowerVault Manager (HTML5), CLI, Redfish/Swordfish-REST-API, OpenManage Enterprise, vCenter-Plug-in |
| Host-Betriebssysteme (Stand Datenblatt 08/2025) | Windows Server 2022, 2019 und 2016, RHEL 8.2 und 7.8, SLES 15.2 und 12.5, VMware 7.0 und 6.7 |
| Virtualisierung | VMware vSphere (ESXi), vCenter, Site Recovery Manager, Microsoft Hyper-V |
| Netzteile | 2 × 2.200 W AC (200–240 V), redundant, im Betrieb tauschbar |
| Lüfter | 5 separate Lüftermodule |
| Wärmeabgabe | 7.507 BTU/h |
| Abmessungen (H × B × T) | 222,3 × 483 × 981 mm |
| Gewicht | bis 135 kg voll bestückt |
| Betriebstemperatur | 5 bis 35 °C |
| Service | Herstellergarantie je nach Konfiguration; Dell ProSupport, ProSupport Plus und ProDeploy optional |
Quellen: Dell PowerVault ME5000 Series Specification Sheet (08/2025) und ME5 Series Owner's Manual. Durchsatz und Kapazität sind Herstellerangaben für die Baureihe. Welche Laufwerke, Controller und Services Sie wählen können, sehen Sie im Konfigurator oben auf dieser Seite.
Offizielles Datenblatt
Dell PowerVault ME5000 Series – technische Daten von ME5012, ME5024, ME5084 und den Erweiterungsgehäusen.
PDF · 182 KB · Englisch
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FAQ
Häufige Fragen zur PowerVault ME5084
Die ME5084 gehört zur ersten ME5-Generation, die PowerVault ME5284 führt Dell als nächste Generation der Reihe. Bauform, Zahl der Einschübe, maximale Laufwerksanzahl und Anschlussarten stimmen laut den Datenblättern überein. Unterschiedlich ist das Erweiterungsgehäuse: Die ME5084 nutzt das ME484, die ME5284 das ME584. Per Replikation lassen sich beide Generationen verbinden.
Vor allem die Dichte. Die ME5084 bringt 84 Laufwerke auf fünf Höheneinheiten unter und wird immer mit zwei Controllern geliefert. Die PowerVault ME5012 (12 × 3,5 Zoll) und die PowerVault ME5024 (24 × 2,5 Zoll) belegen zwei Höheneinheiten, starten ab zwei Laufwerken und sind auch mit einem Controller erhältlich. Die Controller selbst sind laut Dell bei allen drei dieselben.
Dell nennt ein Minimum von 28 Laufwerken. Die Schubladen werden in ganzen Reihen zu 14 Laufwerken bestückt; jede der beiden Schubladen hat drei Reihen, zusammen also 84 Plätze.
Das hängt von den gewählten Controllern ab. Dell führt vier Ausführungen: 32-Gbit-Fibre-Channel, 25-GbE-iSCSI mit SFP28-Ports, 10GBase-T-iSCSI für Kupferkabel und 12-Gbit-SAS für den direkten Anschluss. Jeder Controller hat vier Host-Ports, das System mit zwei Controllern also acht.
Über die SAS-Erweiterungsports hängen Sie bis zu drei Gehäuse ME484 mit je 84 Schächten an. So wächst das System auf maximal 336 Laufwerke; Dell gibt die Rohkapazität dann mit bis zu 7,39 PB an. Die kleineren Gehäuse ME412 und ME424 sind laut Dell nur für ME5012 und ME5024 vorgesehen.
Ja. Das Öffnen einer Schublade unterbricht den Betrieb laut Dell nicht, und die Laufwerke sind hot-swap-fähig. Eine Schublade soll dabei nicht länger als zwei Minuten offen stehen, damit Luftstrom und Kühlung erhalten bleiben. Eine Verriegelung verhindert, dass beide Schubladen gleichzeitig geöffnet werden.
Nein. Die ME5084 stellt Block-Speicher bereit: Die angeschlossenen Server sehen die Volumes wie eigene Laufwerke und legen ihr Dateisystem selbst darauf an. Dateifreigaben per SMB oder NFS liefert die ME5084 nicht selbst. Dell nennt dafür im Datenblatt eine vorgeschaltete NAS-Appliance der NX-Serie auf Windows-Basis.
Ja. Dell nennt im Datenblatt die asynchrone Replikation zwischen ME5-Systemen sowie zwischen ME5 und der älteren ME4-Reihe, jeweils in beide Richtungen. Das Datenblatt der ME5284 führt zusätzlich die Replikation zwischen ME50xx und ME52xx auf. Die Verbindung läuft über Fibre Channel oder iSCSI und über Switches, nicht per Direktverkabelung.
Über selbstverschlüsselnde Laufwerke (SED), als Festplatte oder SSD erhältlich und laut Dell nach FIPS 140-2 Level 2 zertifiziert. Die Verschlüsselung mit AES-256 übernimmt das Laufwerk, den Schlüssel verwaltet der Controller der ME5084.