Dell PowerProtect Data Domain All-Flash Ready Node
Backup-Ziel auf NVMe-Flash mit 220 TB
Der Dell PowerProtect Data Domain All-Flash Ready Node ist ein vorkonfigurierter Dell PowerEdge R760, den Dell für die All-Flash-Ausgabe der Data-Domain-Software qualifiziert hat. Er kommt voll bestückt: 20 NVMe-SSDs mit je 15,36 TB für die Backup-Daten, vier weitere als Cache, zwei Prozessoren mit je 40 Kernen und 384 GB Arbeitsspeicher. Nutzbar sind rund 220 TB.
Anders als die übrigen Modelle der Reihe läuft die Data-Domain-Software hier als virtuelle Appliance: Auf dem Ready Node wird VMware ESXi 8.0 oder neuer installiert, darauf die Data Domain Virtual Edition für All-Flash. Dell nennt als Nutzen schnellere Wiederherstellungen bei weniger Platz- und Strombedarf als mit Festplatten. Die festplattenbasierten Appliances der Reihe sind DD3410, DD6410, DD9410 und DD9910.
Auf einen Blick
Was der All-Flash Ready Node mitbringt
Zwei Gruppen mit je zehn NVMe-SSDs im Hardware-RAID 6, dazu vier 3,84-TB-SSDs als Cache.
Voll bestückt ab Werk; RAID-Controller und virtuelle Laufwerke richtet Dell bereits ein.
Die Data-Domain-Software arbeitet als virtuelle Appliance. ESXi und vCenter stellt der Kunde.
Zwei Dual-Port-Karten mit 25 GbE samt SFP28-Transceivern, dazu ein Dual-Port-LOM für die Verwaltung.
Die nutzbare Kapazität ist der Platz, der im System tatsächlich für deduplizierte Backup-Daten bereitsteht. Die logische Kapazität beschreibt, wie viele Backup-Daten vor der Deduplizierung darauf passen sollen. Dell rechnet dafür bei diesem Modell mit einer Datenreduktion von typischerweise 50:1. Wie stark sich Ihre Daten wirklich reduzieren lassen, hängt von Datenart, Änderungsrate und Aufbewahrungsdauer ab – planen Sie mit der nutzbaren Kapazität.
Kein Komplettgerät zum Einschalten. Der Ready Node ist die Hardware. Sie brauchen dazu VMware ESXi 8.0 oder neuer samt vCenter aus eigener Lizenz, die Data-Domain-All-Flash-Software von der Dell-Support-Seite und eine eigene All-Flash-Kapazitätslizenz als Subscription. Ein klassisches NAS ist das System nicht: Dell führt Data Domain als Zielspeicher für Backup, Archiv und Disaster Recovery.
Einsatz
Wofür der All-Flash Ready Node gebaut ist
Backups, die schnell wieder zurück sind
Wie schnell ein Backup zurückgespielt ist, entscheidet im Ernstfall über die Ausfallzeit. Der All-Flash Ready Node legt die Backup-Daten vollständig auf NVMe-SSDs ab. Dell nennt als Ziel schnellere Wiederherstellungen bei kleinerem Platz- und Strombedarf.
Zu den unterstützten Funktionen gehört Instant Access, also der direkte Zugriff auf Daten aus dem Backup. Den Durchsatz mit DD Boost gibt Dell mit bis zu 56,4 TB pro Stunde an; bis zu 400 Schreib- und 110 Lese-Streams laufen parallel.
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DD Boost:
bis 56,4 TB pro Stunde. -

Streams:
400 schreibend, 110 lesend, 400 gemischt. -

MTrees:
128 konfigurierbar.
Die isolierte Kopie für den Ernstfall
Dell hat die All-Flash-Variante von Data Domain ursprünglich für die PowerProtect Cyber Recovery Solution eingeführt: ein abgeschottetes System, das eine saubere Kopie der Backups vorhält. Dort zählt, wie schnell sich Sicherungen prüfen und zurückspielen lassen.
Dell nennt für den Ready Node kürzere Scan-Zeiten mit CyberSense und einen kleinen Platzbedarf. Unterstützt werden Retention Lock in der Governance- und der Compliance-Edition, Verschlüsselung sowie Managed File Replication und MTree-Replikation.
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Retention Lock:
Governance- und Compliance-Edition. -

Replikation:
Managed File Replication und MTree-Replikation. -

Verschlüsselung:
mit Schlüsselverwaltung über KMIP. -

Mandanten:
Secure Multitenancy mit Netzwerkisolation.
Hardware von Dell, Hypervisor vom Kunden
Der Ready Node wird als fertig bestückter Server geliefert; RAID-Controller und virtuelle Laufwerke sind ab Werk eingerichtet. Danach installieren Sie VMware ESXi 8.0 oder neuer auf den beiden gespiegelten Boot-SSDs und spielen die Data-Domain-All-Flash-Software als virtuelle Appliance auf.
Dell beschreibt zwei Wege: automatisiert mit Skripten von einem Linux-Rechner aus (empfohlen) oder von Hand über die ESXi-Oberfläche. Für ESXi, vCenter und deren Lizenzen ist laut Dell der Kunde verantwortlich. Als Zugriffswege nennt Dell CIFS, NFS, DD Boost über IP und DD Boost FS.
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VMware:
ESXi 8.0 oder neuer und vCenter, eigene Lizenzen. -

Software:
Data Domain All-Flash, Download von der Dell-Support-Seite. -

Lizenz:
All-Flash-Kapazitätslizenz als Subscription. -

Netz:
vier 25-GbE-Ports, je einer pro virtuellem Switch.
Modelle
All-Flash Ready Node im Vergleich
Alle Modelle der Reihe laufen mit dem Betriebssystem DDOS und denselben Datendiensten. Sie unterscheiden sich in Kapazität, Durchsatz und darin, wo die Backup-Daten liegen: im Gerät, in Erweiterungsgehäusen oder auf Flash.
| Modell | Nutzbare Kapazität | Logische Kapazität* | DD Boost max.* | Datenspeicher | Cloud Tier | HA |
|---|---|---|---|---|---|---|
| DD3410 | 8 bis 40 TB | bis 2 PB | 20,7 TB/h | Festplatten im Gerät | nein | nein |
| DD6410 | bis 256 TB | bis 19,2 PB | 67 TB/h | Festplatten im Gerät, ES120-Shelves | ja | nein |
| DD9410 | 192 bis 768 TB | bis 57,6 PB | 83,1 TB/h | DS600-Shelves | ja | ja |
| DD9910 | 576 TB bis 2,1 PB | bis 158,4 PB | 130 TB/h | DS600-Shelves | ja | ja |
| All-Flash Ready Node (diese Seite) | 220 TB | bis 11 PB | 56,4 TB/h | NVMe-SSDs im Gerät | nein | – |
* Herstellerangaben: Die logische Kapazität rechnet Dell mit einer Datenreduktion von typischerweise 50:1 (DD3410, All-Flash Ready Node) beziehungsweise 75:1 (DD6410, DD9410, DD9910). Tatsächliche Kapazität und Durchsatz hängen laut Dell von Arbeitslast, Deduplizierung und Einstellungen ab. Stand: Dell Spec Sheet 05/2026. Alle Modelle finden Sie unter Dell PowerProtect Data Domain.
Technische Daten
Dell All-Flash Ready Node im Detail
Laufwerksbelegung: Schächte 0 bis 9 und 12 bis 21 mit 15,36-TB-SSDs für die Backup-Daten, Schächte 10, 11, 22 und 23 mit 3,84-TB-SSDs für den Cache. Der erste Controller bedient die Schächte 0 bis 11, der zweite 12 bis 23. Abbildung: Dell Technologies.
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Artikel | Dell PowerProtect Data Domain All-Flash Ready Node (HAN DD-AFRN) – Serverhero-Artikelnummer 3107264 |
| Geräteart | vorkonfigurierter Server für Data Domain All-Flash (Data Domain Virtual Edition für All-Flash-Hardware) |
| Plattform | Dell PowerEdge R760, 19-Zoll-Rack, 2 Höheneinheiten |
| Prozessor | 2 × Intel Xeon 8460Y+ (je 40 Kerne) |
| Arbeitsspeicher | 384 GB DDR5 (12 × 32 GB) |
| Nutzbare Kapazität | 220 TB (200 TiB), fest – voll bestückt geliefert |
| Logische Kapazität (laut Dell) | bis 11 PB bei typischerweise 50:1 Datenreduktion |
| Durchsatz (laut Dell) | bis 56,4 TB/h mit DD Boost |
| Datenlaufwerke | 20 × 15,36-TB-NVMe-SSD (2,5 Zoll), zwei Gruppen zu je 10 im Hardware-RAID 6 |
| Cache-Laufwerke | 4 × 3,84-TB-NVMe-SSD (2,5 Zoll) |
| Boot-Laufwerke | 2 × 480-GB-NVMe-SSD am BOSS-N1-Controller, RAID 1, für ESXi |
| RAID-Controller | 2 × PERC H965i; Konfiguration ab Werk |
| Hypervisor (nicht enthalten) | VMware ESXi 8.0 oder neuer, vCenter für die skriptgestützte Einrichtung |
| Netzwerk | 2 × Dual-Port 25 GbE mit SFP28-Transceivern (4 Ports), 1 × Dual-Port-LOM für die Verwaltung |
| Protokolle | CIFS, NFS, DD Boost über IP, DD Boost FS |
| Unterstützte Funktionen | Verschlüsselung, KMIP, Managed File Replication und MTree-Replikation, Instant Access, Retention Lock (Governance und Compliance), Secure Multitenancy |
| Cloud Tier | nicht unterstützt |
| Parallele Streams | 400 schreibend, 110 lesend, 400 gemischt; 128 MTrees |
| Lizenzierung | eigene All-Flash-Kapazitätslizenz (Subscription, XML-Lizenzdatei); Standard-DDVE-Lizenz gilt nicht |
| Verwaltung | DD System Manager |
| Leistungsaufnahme (laut Dell) | 1.260 W / 1.326 VA, 4.297 BTU/h (24 SSDs + BOSS) |
| Abmessungen (B × T) | 434 × 724 mm, 2 Höheneinheiten |
| Gewicht | bis 36,1 kg |
| Betriebstemperatur | 10 bis 35 °C |
| Geräusch (laut Dell) | 8,7 Bel Schallleistung, 76 dB Schalldruck |
| Service | Herstellergarantie je nach Konfiguration; Dell ProSupport und ProDeploy optional |
Quellen: Dell PowerProtect Data Domain Spec Sheet (05/2026) und Dell White Paper „PowerProtect Data Domain All-Flash Ready Node“ (H04503, 04/2025, Stand DDOS 8.3). Durchsatz und logische Kapazität sind Herstellerangaben unter den genannten Bedingungen. Welche Software und Lizenzen Ihr Angebot enthält, klären wir vor der Bestellung mit Ihnen.
Offizielles Datenblatt
Dell PowerProtect Data Domain – Spec Sheet mit den technischen Daten aller Modelle und Shelves.
PDF · 229 KB · Englisch
Ihre Vorteile
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Wir liefern nicht nur die Backup-Appliance, sondern die Auslegung davor: welches Modell zu Ihrer Datenmenge passt, welche Netzwerkkarten Ihr Backup-Netz braucht und ob Erweiterungsgehäuse oder Lizenzen später nötig werden. Als herstellerunabhängiger Händler stellen wir Dell dabei offen neben andere Anbieter. Passt ein anderes System besser, sagen wir das.
Nennen Sie uns Ihre Datenmenge, Ihre Backup-Software und Ihr Netzwerk – den Rest klären wir am Telefon.
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Konfiguration vorab geprüft:
Kapazität, Netzwerkkarten und Lizenzen stimmen wir vor der Bestellung mit Ihnen ab. -

Herstellerunabhängiger Vergleich:
Dell PowerProtect neben Synology ActiveProtect und weiteren Backup-Systemen, statt eine Marke zu verteidigen. -

Die Server dazu:
passende Dell PowerEdge Server aus demselben Haus. -

Ein persönlicher Ansprechpartner:
von der ersten technischen Frage bis zum Angebot, telefonisch und per E-Mail, auf Deutsch.
FAQ
Häufige Fragen zum All-Flash Ready Node
Ein Dell PowerEdge R760, den Dell für die All-Flash-Ausgabe der Data-Domain-Software vorkonfiguriert und qualifiziert hat. Dell hat ihn mit DDOS 8.3 eingeführt, um Bestellung und Einrichtung zu vereinfachen: Statt einen passenden Server selbst zusammenzustellen, bestellen Sie ein fertig bestücktes Gerät mit 220 TB nutzbarer Kapazität. Die Software läuft darauf als virtuelle Appliance unter VMware ESXi.
Ja. Laut Dell muss auf dem Ready Node VMware ESXi 8.0 oder neuer installiert werden; die Data-Domain-All-Flash-Software wird darauf als virtuelle Appliance bereitgestellt. Für die skriptgestützte Einrichtung wird der Host außerdem in ein vCenter aufgenommen. Für ESXi, vCenter und deren Lizenzen ist nach Dell-Angabe der Kunde verantwortlich.
Dell sieht eine eigene, kapazitätsbasierte All-Flash-Lizenz vor, die als Subscription in Form einer XML-Lizenzdatei ausgegeben wird. Eine normale Lizenz der Data Domain Virtual Edition gilt für das All-Flash-System nicht, und eine bestehende Virtual Edition lässt sich auch nicht auf All-Flash umstellen. Was Ihr Angebot an Software und Lizenzen enthält, stimmen wir vor der Bestellung mit Ihnen ab.
Der Ready Node wird voll bestückt geliefert; Dell nennt 220 TB als maximale nutzbare Kapazität. Erweiterungsgehäuse und Cloud Tier führt Dell für ihn nicht. Wer mehr Platz braucht, findet bei den Festplattenmodellen größere Systeme – die DD6410 mit bis zu 256 TB, die DD9410 mit bis zu 768 TB und die DD9910 mit bis zu 2,1 PB.
Dell nennt neben der nutzbaren Kapazität (220 TB) eine logische Kapazität von bis zu 11 PB. Gemeint ist die Menge an Backup-Daten vor der Deduplizierung, gerechnet mit einer Datenreduktion von typischerweise 50:1. Das ist eine Herstellerannahme, keine Zusage: Tatsächliche Kapazität und Durchsatz hängen laut Dell von Arbeitslast, Deduplizierung und Einstellungen ab.
Nein, nicht im üblichen Sinn. Der All-Flash Ready Node ist eine Backup-Appliance: Dell beschreibt die Reihe als Zielspeicher für Backup, Archiv und Disaster Recovery. Das System stellt zwar NFS- und CIFS-Freigaben bereit, sie dienen aber als Ziel für Backup-Programme. Als Dateiserver für Abteilungslaufwerke oder als Speicher für laufende Anwendungen ist das Gerät nicht gedacht.
Dell nennt für die All-Flash-Lösung CIFS, NFS, DD Boost über IP und DD Boost FS. Mit DD Boost wird bereits auf dem Backup-Server oder Client dedupliziert, sodass nur neue Datensegmente über das Netz gehen. Eine virtuelle Bandbibliothek über Fibre Channel führt Dell für den Ready Node nicht auf; dafür kommen die Festplattenmodelle wie die DD6410 in Frage.
Dell beschreibt zwei Wege. Empfohlen ist die automatisierte Einrichtung mit Skripten von einem separaten Linux-Rechner aus; alternativ geht es von Hand über die ESXi-Oberfläche. In beiden Fällen wird zuerst der Server eingerichtet, dann ESXi installiert und anschließend die Data-Domain-All-Flash-Software bereitgestellt und konfiguriert. Die nötigen Dateien stehen auf der Dell-Support-Seite zum Download.