Dell PowerProtect Data Domain DD3410
Backup-Appliance für Mittelstand und Außenstellen
Die Dell PowerProtect Data Domain DD3410 ist ein Zielspeicher für Datensicherungen: Backup-Programme schreiben ihre Sicherungen auf das Gerät, das sie beim Eintreffen dedupliziert und komprimiert ablegt. In zwei Höheneinheiten stecken zwei Intel-Xeon-Prozessoren, 128 GB Arbeitsspeicher und zehn Festplatten mit je 8 TB. Nutzbar sind 8 bis 40 TB.
Dell sieht die DD3410 für kleine und mittlere Unternehmen, Zweigstellen und Edge-Standorte vor. Sie ist das Einstiegsmodell der Reihe: ohne Erweiterungsgehäuse und ohne Cloud Tier. Wer mehr Kapazität braucht, greift zur PowerProtect DD6410 (bis 256 TB), darüber liegen DD9410 und DD9910. Auf Flash statt Festplatten setzt der All-Flash Ready Node.
Auf einen Blick
Was die PowerProtect DD3410 mitbringt
Zehn 8-TB-Festplatten für die Backup-Daten, dazu SSDs für Betriebssystem und Metadaten-Cache.
Daten werden in Segmente variabler Länge zerlegt (im Mittel 8 KB) und nur einmal gespeichert.
Vier Ports 10GBase-T (Standard) oder 10/25 GbE SFP28, optional eine 32-Gbit-Fibre-Channel-Karte.
Sperrfristen gegen Löschen, Verschlüsselung und Prüfung der Daten beim Schreiben und Lesen.
Die nutzbare Kapazität ist der Platz, der im System tatsächlich für deduplizierte Backup-Daten bereitsteht. Die logische Kapazität beschreibt, wie viele Backup-Daten vor der Deduplizierung darauf passen sollen. Dell rechnet dafür bei diesem Modell mit einer Datenreduktion von typischerweise 50:1. Wie stark sich Ihre Daten wirklich reduzieren lassen, hängt von Datenart, Änderungsrate und Aufbewahrungsdauer ab – planen Sie mit der nutzbaren Kapazität.
Kein klassisches NAS. Dell führt die DD3410 als Zielspeicher für Backup, Archiv und Disaster Recovery. NFS und CIFS sind hier Zugriffswege für Backup-Anwendungen – ein Dateiserver für den Arbeitsalltag oder Primärspeicher für laufende Anwendungen ist das System nicht.
Einsatz
Wofür die PowerProtect DD3410 gebaut ist
Ein Ziel für die vorhandene Backup-Software
Die DD3410 ersetzt nicht Ihre Backup-Software, sie ist deren Ablageort. Dell bezeichnet Data Domain als unabhängig von der Backup-Software; angesprochen wird das System über DD Boost, als NFS- oder CIFS-Freigabe, als NDMP-Tape-Server oder – mit Fibre-Channel-Karte – als virtuelle Bandbibliothek (VTL).
Mit DD Boost beginnt die Deduplizierung schon auf dem Backup-Server oder Client. Über das Netz gehen dann nur noch die Datensegmente, die das System noch nicht kennt. Dell gibt den Durchsatz mit DD Boost mit bis zu 20,7 TB pro Stunde an.
-

DD Boost:
Deduplizierung an der Quelle, über Ethernet oder Fibre Channel. -

NFS und CIFS:
Freigaben als Ziel für Backup-Programme (NFS v3 über TCP). -

VTL:
virtuelle Bandbibliothek über Fibre Channel. -

NDMP:
Tape-Server über Ethernet.
Sicherung am Standort, Kopie in der Zentrale
Dell nennt Zweigstellen und Edge-Standorte ausdrücklich als Einsatzort der DD3410. Alles Nötige sitzt in einem 2-HE-Gerät; Erweiterungsgehäuse gibt es für dieses Modell nicht.
Für die zweite Kopie an einem anderen Ort bietet Dell den DD Replicator als Zusatzoption an. Er überträgt asynchron und nur bereits deduplizierte, komprimierte Daten über die WAN-Strecke – auch von vielen Standorten auf ein zentrales System.
-

Übertragung:
asynchron, nur deduplizierte und komprimierte Daten. -

Topologien:
Spiegelung, bidirektional, n:1, 1:n und kaskadiert. -

Schutz:
verschlüsselte Replikation, regelbasiert gesteuert.
Backups, die sich nicht still verändern lassen
Ein Backup hilft nur, wenn es im Ernstfall unverändert vorliegt. Die DD3410 prüft Daten deshalb schon beim Schreiben und erneut beim Lesen; Dell nennt das Data Invulnerability Architecture. Dazu kommen RAID 6 sowie eine laufende Fehlererkennung mit Selbstheilung.
Retention Lock sperrt Daten für einen einstellbaren Zeitraum gegen Löschen und Ändern. Für besonders kritische Kopien lässt sich das System laut Dell in einem isolierten Cyber-Recovery-Vault mit getrennter Verwaltung betreiben.
-

Retention Lock:
Sperrfrist gegen Löschen und Ändern, Dauer einstellbar. -

Verschlüsselung:
ruhende Daten und Übertragung, Kryptografie konform zu FIPS 140-3. -

Zugriff:
rollenbasierte Rechte und Mehr-Faktor-Authentifizierung. -

Startkette:
Hardware Root of Trust und Secure Boot.
Modelle
DD3410 im Vergleich
Alle Modelle der Reihe laufen mit dem Betriebssystem DDOS und denselben Datendiensten. Sie unterscheiden sich in Kapazität, Durchsatz und darin, wo die Backup-Daten liegen: im Gerät, in Erweiterungsgehäusen oder auf Flash.
| Modell | Nutzbare Kapazität | Logische Kapazität* | DD Boost max.* | Datenspeicher | Cloud Tier | HA |
|---|---|---|---|---|---|---|
| DD3410 (diese Seite) | 8 bis 40 TB | bis 2 PB | 20,7 TB/h | Festplatten im Gerät | nein | nein |
| DD6410 | bis 256 TB | bis 19,2 PB | 67 TB/h | Festplatten im Gerät, ES120-Shelves | ja | nein |
| DD9410 | 192 bis 768 TB | bis 57,6 PB | 83,1 TB/h | DS600-Shelves | ja | ja |
| DD9910 | 576 TB bis 2,1 PB | bis 158,4 PB | 130 TB/h | DS600-Shelves | ja | ja |
| All-Flash Ready Node | 220 TB | bis 11 PB | 56,4 TB/h | NVMe-SSDs im Gerät | nein | – |
* Herstellerangaben: Die logische Kapazität rechnet Dell mit einer Datenreduktion von typischerweise 50:1 (DD3410, All-Flash Ready Node) beziehungsweise 75:1 (DD6410, DD9410, DD9910). Tatsächliche Kapazität und Durchsatz hängen laut Dell von Arbeitslast, Deduplizierung und Einstellungen ab. Stand: Dell Spec Sheet 05/2026. Alle Modelle finden Sie unter Dell PowerProtect Data Domain.
Technische Daten
Dell PowerProtect DD3410 im Detail
Rückseite: 1 PCIe-Steckplatz 1 (nicht unterstützt), 2 und 3 PCIe-Steckplätze 2 und 3 für Erweiterungskarten, 4 Netzteile, 5 VGA, 6 OCP-Netzwerkkarte, 7 USB 3.0, 8 USB 2.0, 9 iDRAC-Ethernet-Port, 10 zwei 1-GbE-Ports (LOM) für die Verwaltung. Abbildung: Dell Technologies.
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Artikel | Dell PowerProtect Data Domain DD3410 – Serverhero-Artikelnummer 3107259 |
| Geräteart | Backup-Appliance (Zielspeicher mit Deduplizierung), Betriebssystem DDOS |
| Bauform | 19-Zoll-Rack, 2 Höheneinheiten (Basis: PowerEdge R760xd2) |
| Prozessor | 2 × Intel Xeon 4509Y (je 8 Kerne) |
| Arbeitsspeicher | 128 GB DDR5 (8 × 16 GB) |
| Nutzbare Kapazität | 8 bis 40 TB (7,27 bis 36,37 TiB) |
| Logische Kapazität (laut Dell) | bis 2 PB bei typischerweise 50:1 Datenreduktion |
| Durchsatz (laut Dell) | bis 20,7 TB/h mit DD Boost |
| Laufwerke | 10 × 8-TB-Festplatte (8 + 2, ohne Hot-Spare), 2 × 1,92-TB-SSD für DDOS, 1 × 1,92-TB-SSD als Cache |
| NVRAM | 32 GB (SDPM) |
| Erweiterungsgehäuse | keine |
| Cloud Tier | nicht verfügbar |
| Hochverfügbarkeit (HA) | nicht verfügbar (Einzelsystem) |
| Netzwerk (fest) | 2 × 1 GbE Base-T (LOM) für die Verwaltung; OCP-Karte mit 4 × 10GBase-T (Standard) oder 4 × 10/25 GbE SFP28 |
| Netzwerk (optional) | je eine Karte 4 × 10/25 GbE SFP28, 4 × 10GBase-T, 4 × 32-Gbit-Fibre-Channel |
| Protokolle | DD Boost, NFS v3, CIFS, VTL (über Fibre Channel), NDMP-Tape-Server |
| Datendienste | Inline-Deduplizierung, Kompression, Snapshots, DD Encryption, DD Retention Lock, Data Invulnerability Architecture mit RAID 6 |
| Add-ons (laut Dell) | DD Replicator |
| Lizenzierung | Kapazität per elektronischer Lizenz; der Cache-Tier braucht bei der DD3410 keine Lizenz |
| Verwaltung | DD System Manager (Browser), Kommandozeile über SSH, PowerProtect DD Management Center, SNMP, Dell AIOps |
| Netzteile | 2 (primär und sekundär); Dell führt 1100 W und 1400 W Titanium |
| Leistungsaufnahme (laut Dell) | 527 W / 560 VA, 1.798 BTU/h (3 SSDs, 10 Festplatten) |
| Abmessungen (B × H × T) | 448 × 86,8 × 837 mm |
| Betriebstemperatur | 10 bis 35 °C |
| Geräusch (laut Dell) | 7,8 Bel Schallleistung, 67 dB Schalldruck |
| Service | Herstellergarantie je nach Konfiguration; Dell ProSupport und ProDeploy optional |
Quellen: Dell PowerProtect Data Domain Spec Sheet (05/2026), Data Sheet (08/2026) und DD 8.8 Hardware Features and Specifications (09/2026). Durchsatz und logische Kapazität sind Herstellerangaben unter den genannten Bedingungen. Welche Ausstattung und Lizenzen Ihr Angebot enthält, klären wir vor der Bestellung mit Ihnen.
Offizielles Datenblatt
Dell PowerProtect Data Domain – Spec Sheet mit den technischen Daten aller Modelle und Shelves.
PDF · 229 KB · Englisch
Ihre Vorteile
PowerProtect kaufen bei Serverhero
Wir liefern nicht nur die Backup-Appliance, sondern die Auslegung davor: welches Modell zu Ihrer Datenmenge passt, welche Netzwerkkarten Ihr Backup-Netz braucht und ob Erweiterungsgehäuse oder Lizenzen später nötig werden. Als herstellerunabhängiger Händler stellen wir Dell dabei offen neben andere Anbieter. Passt ein anderes System besser, sagen wir das.
Nennen Sie uns Ihre Datenmenge, Ihre Backup-Software und Ihr Netzwerk – den Rest klären wir am Telefon.
-

Konfiguration vorab geprüft:
Kapazität, Netzwerkkarten und Lizenzen stimmen wir vor der Bestellung mit Ihnen ab. -

Herstellerunabhängiger Vergleich:
Dell PowerProtect neben Synology ActiveProtect und weiteren Backup-Systemen, statt eine Marke zu verteidigen. -

Die Server dazu:
passende Dell PowerEdge Server aus demselben Haus. -

Ein persönlicher Ansprechpartner:
von der ersten technischen Frage bis zum Angebot, telefonisch und per E-Mail, auf Deutsch.
FAQ
Häufige Fragen zur PowerProtect DD3410
Nein, nicht im üblichen Sinn. Die DD3410 ist eine Backup-Appliance: Dell beschreibt die Reihe als Zielspeicher für Backup, Archiv und Disaster Recovery. Das System stellt zwar NFS- und CIFS-Freigaben bereit, sie dienen aber als Ziel für Backup-Programme. Als Dateiserver für Abteilungslaufwerke oder als Speicher für laufende Anwendungen ist das Gerät nicht gedacht.
Dell gibt die nutzbare Kapazität mit 8 bis 40 TB an (7,27 bis 36,37 TiB). Verbaut sind zehn Festplatten mit je 8 TB; freigeschaltet wird Kapazität über eine elektronische Lizenz. Mehr als 40 TB sind mit der DD3410 nicht möglich – Erweiterungsgehäuse unterstützt dieses Modell nicht.
Dell nennt neben der nutzbaren Kapazität (8 bis 40 TB) eine logische Kapazität von bis zu 2 PB. Gemeint ist die Menge an Backup-Daten vor der Deduplizierung, gerechnet mit einer Datenreduktion von typischerweise 50:1. Das ist eine Herstellerannahme, keine Zusage: Tatsächliche Kapazität und Durchsatz hängen laut Dell von Arbeitslast, Deduplizierung und Einstellungen ab.
Nein. Dell führt für die DD3410 weder ES120- noch DS600-Shelves, und auch Cloud Tier ist für dieses Modell nicht verfügbar. Wer wachsen will, nimmt die PowerProtect DD6410: Sie fasst bis zu 256 TB nutzbar, lässt sich mit ES120-Gehäusen erweitern und unterstützt Cloud Tier.
Dell bezeichnet Data Domain als unabhängig von der Backup-Software und nennt Dell-eigene wie fremde Programme als kompatibel. Am engsten ist die Anbindung über DD Boost: Dabei wird bereits auf dem Backup-Server oder Client dedupliziert, über das Netz gehen nur noch die Datensegmente, die das System nicht kennt. Dells eigene Software dafür ist der PowerProtect Data Manager. Ob Ihre Backup-Software DD Boost unterstützt, klären wir gern vor der Bestellung.
Fest eingebaut sind zwei 1-GbE-Ports für die Verwaltung und eine OCP-Karte mit vier Ports – wahlweise 10GBase-T (Standard) oder 10/25 GbE mit SFP28. Zusätzlich führt Dell je eine optionale Karte mit 4 × 10/25 GbE SFP28, 4 × 10GBase-T und 4 × 32-Gbit-Fibre-Channel. Fibre Channel brauchen Sie für die virtuelle Bandbibliothek (VTL).
Die Kapazität wird über eine elektronische Lizenzdatei freigeschaltet; der Cache-Tier braucht bei der DD3410 laut Dell keine eigene Lizenz. Den DD Replicator führt Dell als zusätzlich erhältliche Option. Das Betriebssystem DDOS lässt sich laut Dell auch als Subscription beziehen. Welche Lizenzen Ihr Angebot enthält, stimmen wir vor der Bestellung mit Ihnen ab.