Dell PowerProtect Data Domain DD9910
Backup-Appliance für große Rechenzentren, bis 2,1 PB
Die Dell PowerProtect Data Domain DD9910 ist ein Zielspeicher für Datensicherungen in großen Umgebungen. Das Kopfgerät mit zwei Höheneinheiten, zwei Intel-Xeon-Prozessoren (52 Kerne je CPU) und 2 TB Arbeitsspeicher übernimmt Deduplizierung und Verwaltung. Die Backup-Daten selbst liegen in angeschlossenen DS600-Gehäusen mit je 60 Festplattenschächten. Dell nennt 576 TB bis 2,1 PB nutzbare Kapazität.
Die DD9910 ist das größte Festplattenmodell der Reihe. Die PowerProtect DD9410 bietet dieselbe Bauweise mit bis zu 768 TB. Kleinere Umgebungen decken DD6410 (bis 256 TB) und DD3410 (bis 40 TB) ab, bei denen die Festplatten im Gerät sitzen. Wer Wiederherstellungen von Flash braucht, findet im All-Flash Ready Node die SSD-Variante.
Auf einen Blick
Was die PowerProtect DD9910 mitbringt
Die Daten liegen in DS600-Gehäusen mit je 60 Schächten; im Kopfgerät sitzen nur SSDs für System und Cache.
Maximaler Durchsatz mit DD Boost nach Dell-Angabe, bis zu 2.000 parallele Schreib-Streams.
OCP-Karte mit vier Ports ab Werk, dazu Karten mit 10GBase-T, 10/25 GbE, 100 GbE oder 32-Gbit-FC.
Zwei Knoten als HA-Paar möglich. Cloud Tier für Langzeit-Backups wird per Lizenz aktiviert.
Die nutzbare Kapazität ist der Platz, der im System tatsächlich für deduplizierte Backup-Daten bereitsteht. Die logische Kapazität beschreibt, wie viele Backup-Daten vor der Deduplizierung darauf passen sollen. Dell rechnet dafür bei diesem Modell mit einer Datenreduktion von typischerweise 75:1. In diesem Wert ist laut Dell eine hardwaregestützte Kompression von typischerweise 30 % enthalten. Wie stark sich Ihre Daten wirklich reduzieren lassen, hängt von Datenart, Änderungsrate und Aufbewahrungsdauer ab – planen Sie mit der nutzbaren Kapazität.
Kein klassisches NAS. Dell führt die DD9910 als Zielspeicher für Backup, Archiv und Disaster Recovery. NFS und CIFS sind hier Zugriffswege für Backup-Anwendungen – ein Dateiserver für den Arbeitsalltag oder Primärspeicher für laufende Anwendungen ist das System nicht.
Einsatz
Wofür die PowerProtect DD9910 gebaut ist
Viele Backup-Quellen, ein Zielsystem
In großen Umgebungen sichern Datenbanken, virtuelle Maschinen und Dateiserver oft mit unterschiedlichen Werkzeugen. Die DD9910 nimmt sie gleichzeitig entgegen: über DD Boost, NFS, CIFS, NDMP oder – per Fibre Channel – als virtuelle Bandbibliothek. Dell bezeichnet Data Domain als unabhängig von der Backup-Software.
Dedupliziert wird beim Schreiben, mit Segmenten variabler Länge und zusätzlich hardwaregestützter Kompression. Laut Dell laufen bis zu 2.000 Schreib- und 300 Lese-Streams parallel; der Durchsatz mit DD Boost liegt bei bis zu 130 TB pro Stunde.
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DD Boost:
Deduplizierung an der Quelle, über Ethernet oder Fibre Channel. -

NFS und CIFS:
Freigaben als Ziel für Backup-Programme (NFS v3 über TCP). -

VTL:
virtuelle Bandbibliothek über Fibre Channel. -

Streams:
bis zu 2.000 schreibend und 300 lesend.
Zwei Knoten, ein Backup-Ziel
Fällt das Backup-Ziel aus, laufen Sicherungen ins Leere. Die DD9910 lässt sich deshalb als HA-Paar aus einem aktiven und einem passiven Knoten aufbauen. Beide Knoten sind redundant per SAS mit allen Speichergehäusen verbunden; eine eigene Verbindung über vier Netzwerk-Ports gleicht den NVRAM-Inhalt zwischen ihnen ab.
Im HA-Aufbau sitzen die Cache-SSDs nicht im Kopfgerät, sondern in einem FS240-Gehäuse, auf das beide Knoten zugreifen. Auch ein einzelner Knoten ist laut Dell bereits redundant an die Speichergehäuse angebunden.
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Betriebsart:
Aktiv/Passiv mit zwei Kopfgeräten. -

Interconnect:
vier Ports einer Netzwerkkarte in Steckplatz 7. -

Cache:
SSDs im FS240-Gehäuse, von beiden Knoten erreichbar.
Wachsen über DS600-Gehäuse und Objektspeicher
Ein DS600-Gehäuse fasst 60 Festplatten mit je 8 TB, bestückt in Paketen zu 15 Laufwerken. Jedes Paket enthält zwei Paritätslaufwerke und ein Hot-Spare; voll bestückt liefert ein Gehäuse 384 TB nutzbar. So wächst die DD9910 auf bis zu 2,1 PB.
Für lange Aufbewahrungsfristen verschiebt Cloud Tier deduplizierte Daten in einen Objektspeicher, etwa AWS S3, Azure, Google Cloud oder Dell ObjectScale. Bei der DD9910 braucht Cloud Tier eine Lizenz und eigene Laufwerkspakete für die Metadaten; nutzbar sind dann laut Dell insgesamt bis zu 5 PB.
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DS600:
60 Schächte, 1 bis 4 Pakete mit je 15 × 8 TB, 384 TB nutzbar. -

Anschluss:
12-Gbit-SAS, bis zu drei DS600 je Kette. -

Cloud Tier:
bis 3.072 TB zusätzlich, per Lizenz.
Backups, die sich nicht still verändern lassen
Ein Backup hilft nur, wenn es im Ernstfall unverändert vorliegt. Die DD9910 prüft Daten deshalb schon beim Schreiben und erneut beim Lesen; Dell nennt das Data Invulnerability Architecture. Dazu kommen RAID 6 mit Hot-Spares sowie eine laufende Fehlererkennung mit Selbstheilung.
Retention Lock sperrt Daten für einen einstellbaren Zeitraum gegen Löschen und Ändern. Für besonders kritische Kopien lässt sich das System laut Dell in einem isolierten Cyber-Recovery-Vault mit getrennter Verwaltung betreiben.
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Retention Lock:
Sperrfrist gegen Löschen und Ändern, Dauer einstellbar. -

Verschlüsselung:
ruhende Daten und Übertragung, Kryptografie konform zu FIPS 140-3. -

Zugriff:
rollenbasierte Rechte und Mehr-Faktor-Authentifizierung. -

Startkette:
Hardware Root of Trust und Secure Boot.
Modelle
DD9910 im Vergleich
Alle Modelle der Reihe laufen mit dem Betriebssystem DDOS und denselben Datendiensten. Sie unterscheiden sich in Kapazität, Durchsatz und darin, wo die Backup-Daten liegen: im Gerät, in Erweiterungsgehäusen oder auf Flash.
| Modell | Nutzbare Kapazität | Logische Kapazität* | DD Boost max.* | Datenspeicher | Cloud Tier | HA |
|---|---|---|---|---|---|---|
| DD3410 | 8 bis 40 TB | bis 2 PB | 20,7 TB/h | Festplatten im Gerät | nein | nein |
| DD6410 | bis 256 TB | bis 19,2 PB | 67 TB/h | Festplatten im Gerät, ES120-Shelves | ja | nein |
| DD9410 | 192 bis 768 TB | bis 57,6 PB | 83,1 TB/h | DS600-Shelves | ja | ja |
| DD9910 (diese Seite) | 576 TB bis 2,1 PB | bis 158,4 PB | 130 TB/h | DS600-Shelves | ja | ja |
| All-Flash Ready Node | 220 TB | bis 11 PB | 56,4 TB/h | NVMe-SSDs im Gerät | nein | – |
* Herstellerangaben: Die logische Kapazität rechnet Dell mit einer Datenreduktion von typischerweise 50:1 (DD3410, All-Flash Ready Node) beziehungsweise 75:1 (DD6410, DD9410, DD9910). Tatsächliche Kapazität und Durchsatz hängen laut Dell von Arbeitslast, Deduplizierung und Einstellungen ab. Stand: Dell Spec Sheet 05/2026. Alle Modelle finden Sie unter Dell PowerProtect Data Domain.
Technische Daten
Dell PowerProtect DD9910 im Detail
Rückseite: 1, 3, 4 und 6 PCIe-Riser mit je zwei Steckplätzen (Riser 1: Slots 1 und 2, Riser 2: 3 und 6, Riser 3: 4 und 5, Riser 4: 7 und 8), 2 Platz für BOSS-Modul (nicht bestückt), 5 VGA (nicht genutzt), 7 und 14 Netzteile, 8 USB 2.0, 9 USB 3.0, 10 iDRAC9-Ethernet-Port, 11 Taste zur Systemidentifikation, 12 OCP-Netzwerkkarte, 13 1-GbE-Ports (nicht genutzt). Abbildung: Dell Technologies.
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Artikel | Dell PowerProtect Data Domain DD9910 – Serverhero-Artikelnummer 3107262 |
| Geräteart | Backup-Appliance (Zielspeicher mit Deduplizierung), Betriebssystem DDOS |
| Bauform | 19-Zoll-Rack, 2 Höheneinheiten (Basis: PowerEdge R760), zuzüglich Speichergehäuse |
| Prozessor | 2 × Intel Xeon 8470N (je 52 Kerne) |
| Arbeitsspeicher | 2.048 GB DDR5 (32 × 64 GB) |
| Nutzbare Kapazität | 576 TB bis 2,1 PB (523 TiB bis 1,86 PiB); mit Cloud Tier bis 5 PB; Ausbaustufen Standard bis 1.536 TB, Expanded bis 2.112 TB |
| Logische Kapazität (laut Dell) | bis 158,4 PB bei typischerweise 75:1 Datenreduktion (inkl. hardwaregestützter Kompression von typ. 30 %); mit Cloud Tier bis 375 PB |
| Durchsatz (laut Dell) | bis 130 TB/h mit DD Boost |
| Datenspeicher | extern in DS600-Gehäusen (60 Schächte, 8-TB-Festplatten, 5 HE inkl. Kabelführung); im Kopfgerät liegen keine Backup-Daten |
| SSDs im Kopfgerät | 4 × 1,92-TB-SSD für DDOS; Cache 10 × 3,84-TB-SSD (Standard) oder 14 × 3,84-TB-SSD (Expanded) |
| NVRAM | 64 GB (SDPM, M.2 NVMe) |
| SAS-Anbindung | 2 Karten mit je 4 × 12-Gbit-SAS, bis zu 3 DS600 je Kette |
| Cloud Tier | optional per Lizenz, bis 3.072 TB |
| Hochverfügbarkeit (HA) | optional, Aktiv/Passiv; Cache-SSDs dann im FS240-Gehäuse |
| Parallele Streams | bis 2.000 schreibend, 300 lesend |
| Netzwerk (fest) | OCP-Karte mit 4 × 10GBase-T oder 4 × 10/25 GbE SFP28 |
| Netzwerk (optional) | jeweils bis zu vier Karten: 4 × 10GBase-T, 4 × 10/25 GbE SFP28, 2 × 100 GbE QSFP28, 4 × 32-Gbit-Fibre-Channel |
| Protokolle | DD Boost, NFS v3, CIFS, VTL (über Fibre Channel), NDMP-Tape-Server |
| Datendienste | Inline-Deduplizierung, Kompression, Snapshots, DD Encryption, DD Retention Lock, Data Invulnerability Architecture mit RAID 6 |
| Add-ons (laut Dell) | Cloud Tier, Cloud Disaster Recovery, DD Replicator |
| Lizenzierung | Kapazität (Active Tier, Cloud Tier) per elektronischer Lizenz |
| Verwaltung | DD System Manager (Browser), Kommandozeile über SSH, PowerProtect DD Management Center, SNMP, Dell AIOps |
| Netzteile | 2 (PSU1 primär, PSU2 sekundär), Anschluss C19/C20 |
| Leistungsaufnahme Kopfgerät (laut Dell) | 1.281 W / 1.356 VA, 4.368 BTU/h (14 SSDs) |
| Abmessungen Kopfgerät (B × H × T) | 434 × 86,8 × 736 mm (bis Netzteilgriff) |
| Betriebstemperatur | 10 bis 35 °C |
| Geräusch (laut Dell) | 8,7 Bel Schallleistung, 76 dB Schalldruck |
| Service | Herstellergarantie je nach Konfiguration; Dell ProSupport und ProDeploy optional |
Quellen: Dell PowerProtect Data Domain Spec Sheet (05/2026), Data Sheet (08/2026) und DD 8.8 Hardware Features and Specifications (09/2026). Durchsatz und logische Kapazität sind Herstellerangaben unter den genannten Bedingungen. Welche Ausstattung und Lizenzen Ihr Angebot enthält, klären wir vor der Bestellung mit Ihnen.
Offizielles Datenblatt
Dell PowerProtect Data Domain – Spec Sheet mit den technischen Daten aller Modelle und Shelves.
PDF · 229 KB · Englisch
Ihre Vorteile
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Wir liefern nicht nur die Backup-Appliance, sondern die Auslegung davor: welches Modell zu Ihrer Datenmenge passt, welche Netzwerkkarten Ihr Backup-Netz braucht und ob Erweiterungsgehäuse oder Lizenzen später nötig werden. Als herstellerunabhängiger Händler stellen wir Dell dabei offen neben andere Anbieter. Passt ein anderes System besser, sagen wir das.
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Kapazität, Netzwerkkarten und Lizenzen stimmen wir vor der Bestellung mit Ihnen ab. -

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FAQ
Häufige Fragen zur PowerProtect DD9910
Nein, nicht im üblichen Sinn. Die DD9910 ist eine Backup-Appliance: Dell beschreibt die Reihe als Zielspeicher für Backup, Archiv und Disaster Recovery. Das System stellt zwar NFS- und CIFS-Freigaben bereit, sie dienen aber als Ziel für Backup-Programme. Als Dateiserver für Abteilungslaufwerke oder als Speicher für laufende Anwendungen ist das Gerät nicht gedacht.
Nicht im Kopfgerät. Laut Dell legt die DD9910 keine Daten auf internen Laufwerken ab, sondern in angeschlossenen DS600-Gehäusen. Die SSDs im Kopfgerät dienen dem Betriebssystem und als Metadaten-Cache. Ein DS600 fasst 60 Festplatten mit 8 TB und liefert voll bestückt 384 TB nutzbar. Ein Betrieb ohne Speichergehäuse ist damit nicht vorgesehen.
Dell nennt 576 TB bis 2,1 PB nutzbare Kapazität (523 TiB bis 1,86 PiB). Mit Cloud Tier kommen bis zu 3.072 TB in einem Objektspeicher hinzu, insgesamt laut Dell bis zu 5 PB. Freigeschaltet wird Kapazität über eine elektronische Lizenz. Die DD9910 gibt es in zwei Ausbaustufen: Standard bis 1.536 TB und Expanded bis 2.112 TB, jeweils mit unterschiedlich vielen Cache-SSDs.
Dell nennt neben der nutzbaren Kapazität (576 TB bis 2,1 PB) eine logische Kapazität von bis zu 158,4 PB. Gemeint ist die Menge an Backup-Daten vor der Deduplizierung, gerechnet mit einer Datenreduktion von typischerweise 75:1. Darin ist laut Dell eine hardwaregestützte Kompression von typischerweise 30 % eingerechnet. Das ist eine Herstellerannahme, keine Zusage: Tatsächliche Kapazität und Durchsatz hängen laut Dell von Arbeitslast, Deduplizierung und Einstellungen ab.
Beide Modelle sind gleich aufgebaut: ein 2-HE-Kopfgerät, die Backup-Daten in DS600-Gehäusen, Cloud Tier und Hochverfügbarkeit optional. Die DD9910 hat Prozessoren mit je 52 statt 16 Kernen und 2 TB statt 768 GB Arbeitsspeicher. Daraus ergeben sich laut Dell 576 TB bis 2,1 PB nutzbare Kapazität (statt 192 bis 768 TB bei der PowerProtect DD9410), bis zu 130 statt 83,1 TB pro Stunde mit DD Boost und 2.000 statt 810 parallele Schreib-Streams.
Ja. Dell unterstützt bei der DD9910 eine Aktiv/Passiv-Konfiguration aus zwei Knoten. Beide brauchen redundante SAS-Verbindungen zu allen Speichergehäusen, die Cache-SSDs wandern in ein gemeinsames FS240-Gehäuse, und vier Netzwerk-Ports verbinden die Knoten direkt miteinander. In der Reihe bieten das nur DD9410 und DD9910.
Dell bezeichnet Data Domain als unabhängig von der Backup-Software und nennt Dell-eigene wie fremde Programme als kompatibel. Am engsten ist die Anbindung über DD Boost: Dabei wird bereits auf dem Backup-Server oder Client dedupliziert, über das Netz gehen nur noch die Datensegmente, die das System nicht kennt. Dells eigene Software dafür ist der PowerProtect Data Manager. Ob Ihre Backup-Software DD Boost unterstützt, klären wir gern vor der Bestellung.
Die Kapazität wird über eine elektronische Lizenzdatei freigeschaltet, getrennt nach lokalem Speicher (Active Tier) und Cloud Tier. Cloud Tier braucht bei der DD9910 zusätzlich eigene Laufwerkspakete für die Metadaten. Cloud Tier, Cloud Disaster Recovery und DD Replicator führt Dell als zusätzlich erhältliche Optionen; das Betriebssystem DDOS lässt sich laut Dell auch als Subscription beziehen. Welche Lizenzen Ihr Angebot enthält, stimmen wir vor der Bestellung mit Ihnen ab.