Dell PowerProtect Data Domain DD6410
Backup-Appliance für den Mittelstand, erweiterbar bis 256 TB
Die Dell PowerProtect Data Domain DD6410 nimmt Datensicherungen entgegen und legt sie dedupliziert und komprimiert ab. Zwei Intel-Xeon-Prozessoren mit je 16 Kernen, 256 GB Arbeitsspeicher und 24 Laufwerksschächte für 3,5-Zoll-Laufwerke arbeiten in zwei Höheneinheiten. Mit ES120-Erweiterungsgehäusen wächst das System auf bis zu 256 TB nutzbare Kapazität.
Dell richtet die DD6410 an mittelgroße Organisationen. Gegenüber der kleineren PowerProtect DD3410 (bis 40 TB) bringt sie Erweiterungsgehäuse, Cloud Tier und eine hardwaregestützte Kompression mit. Darüber liegen DD9410 und DD9910, die ihre Daten in großen DS600-Gehäusen ablegen und sich hochverfügbar aufbauen lassen. Die Flash-Variante der Reihe ist der All-Flash Ready Node.
Auf einen Blick
Was die PowerProtect DD6410 mitbringt
Bis zu 20 Festplatten im Gerät, dazu bis zu vier ES120-Gehäuse mit je zwölf 8-TB-Festplatten.
Maximaler Durchsatz mit DD Boost nach Dell-Angabe; der reale Wert hängt von der Arbeitslast ab.
Vier Ports 10GBase-T oder 10/25 GbE SFP28 ab Werk, weitere Ethernet- und 32-Gbit-FC-Karten optional.
Langzeit-Backups wandern dedupliziert in einen Objektspeicher; nutzbar sind dann bis zu 768 TB.
Die nutzbare Kapazität ist der Platz, der im System tatsächlich für deduplizierte Backup-Daten bereitsteht. Die logische Kapazität beschreibt, wie viele Backup-Daten vor der Deduplizierung darauf passen sollen. Dell rechnet dafür bei diesem Modell mit einer Datenreduktion von typischerweise 75:1. In diesem Wert ist laut Dell eine hardwaregestützte Kompression von typischerweise 30 % enthalten. Wie stark sich Ihre Daten wirklich reduzieren lassen, hängt von Datenart, Änderungsrate und Aufbewahrungsdauer ab – planen Sie mit der nutzbaren Kapazität.
Kein klassisches NAS. Dell führt die DD6410 als Zielspeicher für Backup, Archiv und Disaster Recovery. NFS und CIFS sind hier Zugriffswege für Backup-Anwendungen – ein Dateiserver für den Arbeitsalltag oder Primärspeicher für laufende Anwendungen ist das System nicht.
Einsatz
Wofür die PowerProtect DD6410 gebaut ist
Zentrales Ziel für mehrere Backup-Quellen
Die DD6410 ist der Ablageort für Ihre Backup-Software, nicht deren Ersatz. Dell nennt Data Domain unabhängig von der Backup-Software; das System lässt sich gleichzeitig über DD Boost, NFS, CIFS, NDMP und – per Fibre Channel – als virtuelle Bandbibliothek ansprechen. So landen Sicherungen unterschiedlicher Anwendungen auf demselben Gerät.
Die Deduplizierung arbeitet beim Schreiben, mit Segmenten variabler Länge. Bei der DD6410 kommt laut Dell eine hardwaregestützte Kompression hinzu. Bis zu 270 Schreib- und 75 Lese-Streams laufen parallel.
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DD Boost:
Deduplizierung an der Quelle, über Ethernet oder Fibre Channel. -

NFS und CIFS:
Freigaben als Ziel für Backup-Programme (NFS v3 über TCP). -

VTL:
virtuelle Bandbibliothek über Fibre Channel. -

Streams:
bis zu 270 schreibend und 75 lesend.
Klein anfangen, später ausbauen
Im Gerät selbst sitzen 10 oder 20 Festplatten mit je 8 TB. Reicht das nicht mehr, kommen ES120-Gehäuse mit je zwölf weiteren 8-TB-Festplatten dazu – bis zu vier Stück. Freigeschaltet wird zusätzliche Kapazität über eine elektronische Lizenz; für den Betrieb mit ES120-Gehäusen verlangt Dell eine zusätzliche Cache-SSD.
Für Sicherungen mit langer Aufbewahrung gibt es Cloud Tier: Die DD6410 verschiebt deduplizierte Daten in einen Objektspeicher, etwa AWS S3, Azure, Google Cloud oder Dell ObjectScale. Cloud Tier wird per Lizenz aktiviert und erhöht die nutzbare Kapazität auf bis zu 768 TB.
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Grundgerät:
10 oder 20 Festplatten mit 8 TB. -

ES120:
bis zu vier Gehäuse mit je 12 × 8 TB, Anschluss per SAS. -

Maximal:
256 TB nutzbar, mit Cloud Tier bis 768 TB.
Backups, die sich nicht still verändern lassen
Ein Backup hilft nur, wenn es im Ernstfall unverändert vorliegt. Die DD6410 prüft Daten deshalb schon beim Schreiben und erneut beim Lesen; Dell nennt das Data Invulnerability Architecture. Dazu kommen RAID 6 sowie eine laufende Fehlererkennung mit Selbstheilung.
Retention Lock sperrt Daten für einen einstellbaren Zeitraum gegen Löschen und Ändern. Für besonders kritische Kopien lässt sich das System laut Dell in einem isolierten Cyber-Recovery-Vault mit getrennter Verwaltung betreiben.
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Retention Lock:
Sperrfrist gegen Löschen und Ändern, Dauer einstellbar. -

Verschlüsselung:
ruhende Daten und Übertragung, Kryptografie konform zu FIPS 140-3. -

Zugriff:
rollenbasierte Rechte und Mehr-Faktor-Authentifizierung. -

Startkette:
Hardware Root of Trust und Secure Boot.
Modelle
DD6410 im Vergleich
Alle Modelle der Reihe laufen mit dem Betriebssystem DDOS und denselben Datendiensten. Sie unterscheiden sich in Kapazität, Durchsatz und darin, wo die Backup-Daten liegen: im Gerät, in Erweiterungsgehäusen oder auf Flash.
| Modell | Nutzbare Kapazität | Logische Kapazität* | DD Boost max.* | Datenspeicher | Cloud Tier | HA |
|---|---|---|---|---|---|---|
| DD3410 | 8 bis 40 TB | bis 2 PB | 20,7 TB/h | Festplatten im Gerät | nein | nein |
| DD6410 (diese Seite) | bis 256 TB | bis 19,2 PB | 67 TB/h | Festplatten im Gerät, ES120-Shelves | ja | nein |
| DD9410 | 192 bis 768 TB | bis 57,6 PB | 83,1 TB/h | DS600-Shelves | ja | ja |
| DD9910 | 576 TB bis 2,1 PB | bis 158,4 PB | 130 TB/h | DS600-Shelves | ja | ja |
| All-Flash Ready Node | 220 TB | bis 11 PB | 56,4 TB/h | NVMe-SSDs im Gerät | nein | – |
* Herstellerangaben: Die logische Kapazität rechnet Dell mit einer Datenreduktion von typischerweise 50:1 (DD3410, All-Flash Ready Node) beziehungsweise 75:1 (DD6410, DD9410, DD9910). Tatsächliche Kapazität und Durchsatz hängen laut Dell von Arbeitslast, Deduplizierung und Einstellungen ab. Stand: Dell Spec Sheet 05/2026. Alle Modelle finden Sie unter Dell PowerProtect Data Domain.
Technische Daten
Dell PowerProtect DD6410 im Detail
Rückseite: 1 bis 5 PCIe-Steckplätze für Erweiterungskarten, 6 Netzteile, 7 VGA, 8 OCP-Netzwerkkarte, 9 USB 3.0, 10 USB 2.0, 11 iDRAC-Ethernet-Port, 12 Netzwerk-Ports der Hauptplatine. Abbildung: Dell Technologies.
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Artikel | Dell PowerProtect Data Domain DD6410 – Serverhero-Artikelnummer 3107260 |
| Geräteart | Backup-Appliance (Zielspeicher mit Deduplizierung), Betriebssystem DDOS |
| Bauform | 19-Zoll-Rack, 2 Höheneinheiten (Basis: PowerEdge R760xd2) |
| Prozessor | 2 × Intel Xeon 5416S (je 16 Kerne) |
| Arbeitsspeicher | 256 GB DDR5 (16 × 16 GB) |
| Nutzbare Kapazität | bis 256 TB (232,8 TiB); mit Cloud Tier bis 768 TB |
| Logische Kapazität (laut Dell) | bis 19,2 PB bei typischerweise 75:1 Datenreduktion (inkl. hardwaregestützter Kompression von typ. 30 %) |
| Durchsatz (laut Dell) | bis 67 TB/h mit DD Boost |
| Laufwerksschächte | 24 × 3,5 Zoll (12 vorn, 12 im Mittelschacht) |
| Laufwerke | 10 oder 20 × 8-TB-Festplatte; 2 × 3,84-TB-SSD für DDOS, 1 bis 2 × 3,84-TB-SSD als Cache |
| NVRAM | 32 GB (SDPM, M.2 NVMe) |
| Erweiterungsgehäuse | bis 4 × ES120 (je 12 × 8 TB, 7.200 U/min SAS), Anschluss über 12-Gbit-SAS |
| Cloud Tier | optional per Lizenz, bis 512 TB |
| Hochverfügbarkeit (HA) | nicht verfügbar (Einzelsystem) |
| Parallele Streams | bis 270 schreibend, 75 lesend |
| Netzwerk (fest) | 2 × 1 GbE Base-T (LOM); OCP-Karte mit 4 × 10GBase-T oder 4 × 10/25 GbE SFP28 |
| Netzwerk (optional) | bis zu zwei Karten 4 × 10GBase-T oder 4 × 10/25 GbE SFP28, eine weitere mit 4 × 10GBase-T oder 2 × 10/25 GbE SFP28, bis zu zwei 4 × 32-Gbit-Fibre-Channel |
| Protokolle | DD Boost, NFS v3, CIFS, VTL (über Fibre Channel), NDMP-Tape-Server |
| Datendienste | Inline-Deduplizierung, Kompression, Snapshots, DD Encryption, DD Retention Lock, Data Invulnerability Architecture mit RAID 6 |
| Add-ons (laut Dell) | Cloud Tier, Cloud Disaster Recovery, DD Replicator |
| Lizenzierung | Kapazität (Active Tier, Cloud Tier) per elektronischer Lizenz |
| Verwaltung | DD System Manager (Browser), Kommandozeile über SSH, PowerProtect DD Management Center, SNMP, Dell AIOps |
| Netzteile | 2 × 1400 W Titanium (primär und sekundär) |
| Leistungsaufnahme (laut Dell) | 760 W / 800 VA, 2.592 BTU/h (4 SSDs, 20 Festplatten) |
| Abmessungen (B × H × T) | 448 × 86,8 × 837 mm |
| Gewicht | bis 43,75 kg (ohne Schienen) |
| Betriebstemperatur | 10 bis 35 °C |
| Geräusch (laut Dell) | 7,8 Bel Schallleistung, 67 dB Schalldruck |
| Service | Herstellergarantie je nach Konfiguration; Dell ProSupport und ProDeploy optional |
Quellen: Dell PowerProtect Data Domain Spec Sheet (05/2026), Data Sheet (08/2026) und DD 8.8 Hardware Features and Specifications (09/2026). Durchsatz und logische Kapazität sind Herstellerangaben unter den genannten Bedingungen. Welche Ausstattung und Lizenzen Ihr Angebot enthält, klären wir vor der Bestellung mit Ihnen.
Offizielles Datenblatt
Dell PowerProtect Data Domain – Spec Sheet mit den technischen Daten aller Modelle und Shelves.
PDF · 229 KB · Englisch
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Kapazität, Netzwerkkarten und Lizenzen stimmen wir vor der Bestellung mit Ihnen ab. -

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Die Server dazu:
passende Dell PowerEdge Server aus demselben Haus. -

Ein persönlicher Ansprechpartner:
von der ersten technischen Frage bis zum Angebot, telefonisch und per E-Mail, auf Deutsch.
FAQ
Häufige Fragen zur PowerProtect DD6410
Nein, nicht im üblichen Sinn. Die DD6410 ist eine Backup-Appliance: Dell beschreibt die Reihe als Zielspeicher für Backup, Archiv und Disaster Recovery. Das System stellt zwar NFS- und CIFS-Freigaben bereit, sie dienen aber als Ziel für Backup-Programme. Als Dateiserver für Abteilungslaufwerke oder als Speicher für laufende Anwendungen ist das Gerät nicht gedacht.
Dell gibt für die DD6410 bis zu 256 TB nutzbare Kapazität an (232,8 TiB). Im Gerät sitzen 10 oder 20 Festplatten mit je 8 TB, der Rest kommt aus bis zu vier ES120-Erweiterungsgehäusen. Mit Cloud Tier steigt die nutzbare Kapazität auf bis zu 768 TB – der zusätzliche Teil liegt dann in einem Objektspeicher.
Dell nennt neben der nutzbaren Kapazität (bis 256 TB) eine logische Kapazität von bis zu 19,2 PB. Gemeint ist die Menge an Backup-Daten vor der Deduplizierung, gerechnet mit einer Datenreduktion von typischerweise 75:1. Darin ist laut Dell eine hardwaregestützte Kompression von typischerweise 30 % eingerechnet. Das ist eine Herstellerannahme, keine Zusage: Tatsächliche Kapazität und Durchsatz hängen laut Dell von Arbeitslast, Deduplizierung und Einstellungen ab.
Die PowerProtect DD3410 ist das Einstiegsmodell mit 8 bis 40 TB und ohne Ausbaumöglichkeit. Die DD6410 hat doppelt so viele Prozessorkerne und Arbeitsspeicher, fasst bis zu 256 TB, lässt sich mit ES120-Gehäusen erweitern und unterstützt Cloud Tier. Dell nennt als maximalen DD-Boost-Durchsatz 67 statt 20,7 TB pro Stunde. Dazu kommt die hardwaregestützte Kompression, die Dell bei der DD3410 nicht anführt.
Über ES120-Gehäuse mit je zwölf 8-TB-Festplatten, die per 12-Gbit-SAS angeschlossen werden – maximal vier Stück. Dell verlangt dafür eine zusätzliche Cache-SSD im Grundgerät. Die neue Kapazität wird anschließend über eine elektronische Lizenz freigeschaltet und das Dateisystem erweitert.
Dell bezeichnet Data Domain als unabhängig von der Backup-Software und nennt Dell-eigene wie fremde Programme als kompatibel. Am engsten ist die Anbindung über DD Boost: Dabei wird bereits auf dem Backup-Server oder Client dedupliziert, über das Netz gehen nur noch die Datensegmente, die das System nicht kennt. Dells eigene Software dafür ist der PowerProtect Data Manager. Ob Ihre Backup-Software DD Boost unterstützt, klären wir gern vor der Bestellung.
Cloud Tier verschiebt deduplizierte Daten zur Langzeitaufbewahrung in einen Objektspeicher. Dell nennt unter anderem AWS S3, Azure, Google Cloud Platform, Wasabi und Dell ObjectScale. Bei der DD6410 wird Cloud Tier per Lizenz aktiviert und umfasst bis zu 512 TB zusätzlich zum lokalen Speicher.
Die Kapazität wird über eine elektronische Lizenzdatei freigeschaltet, getrennt nach lokalem Speicher (Active Tier) und Cloud Tier. Cloud Tier, Cloud Disaster Recovery und DD Replicator führt Dell als zusätzlich erhältliche Optionen. Das Betriebssystem DDOS lässt sich laut Dell auch als Subscription beziehen. Welche Lizenzen Ihr Angebot enthält, stimmen wir vor der Bestellung mit Ihnen ab.