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HP & HPE Care Pack finden: welches Paket passt zu Ihrem Server?

HPE Care Pack finden

Ein HP Care Pack, heute HPE Care Pack, verlängert Garantie und Support Ihres HPE Servers über die Herstellergarantie hinaus. Welches Paket passt, hängt an einer Frage: wie lange darf das System im Fehlerfall stehen? Danach richten sich Reaktionszeit, Abdeckungsfenster und Preis.

Sie wissen nicht, ob Ihre Garantie noch läuft? Über den HPE Garantiestatus prüfen sehen Sie mit der Seriennummer, wie lange Ihr System abgedeckt ist.

Kurz gefasst: die drei HPE Tech Care Service-Level

  • Tech Care Basic — Reaktion am nächsten Arbeitstag, Abdeckung 9x5. Für Systeme, die einen Tag Ausfall verkraften.
  • Tech Care Essential — Vor-Ort-Reaktion innerhalb von 4 Stunden, Abdeckung 24x7. Der Standard für Produktivsysteme.
  • Tech Care Critical — 6 Stunden Call-to-Repair, Abdeckung 24x7. Für Systeme, deren Ausfall den Betrieb stoppt.
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Die drei Service-Level im Vergleich

Service-Level Reaktion Abdeckung Passend für
Tech Care Basic nächster Arbeitstag vor Ort 9x5 Test- und Entwicklungssysteme, Zweitsysteme, Filialen mit Ausweichbetrieb
Tech Care Essential 4 Stunden vor Ort 24x7 Produktivsysteme, Virtualisierungshosts, Datei- und Datenbankserver
Tech Care Critical 6 Stunden Call-to-Repair 24x7 Systeme, deren Ausfall den Geschäftsbetrieb stoppt: ERP, Warenwirtschaft, Kernnetz

Der Unterschied zwischen Reaktion und Call-to-Repair ist entscheidend: Essential sagt zu, wann ein Techniker vor Ort ist. Critical sagt zu, wann das System wieder läuft. Wer eine Wiederherstellungszeit gegenüber der Geschäftsführung zusichern muss, braucht Critical.

Sie wissen, welches Level Sie brauchen? Dann können Sie direkt HPE Care Packs kaufen — nach Modell und Laufzeit sortiert.

DMR: Ihre defekten Datenträger bleiben im Haus

Alle drei Service-Level gibt es zusätzlich mit DMR (Defective Media Retention). Damit müssen Sie defekte Festplatten und SSDs nicht an HPE zurückschicken, sondern behalten und vernichten sie selbst. Für alle, die personenbezogene Daten verarbeiten oder unter Compliance-Vorgaben stehen, ist das in der Regel keine Option, sondern Pflicht. Sie erkennen die Varianten an den Kürzeln wDMR und wCDMR in der Artikelbezeichnung.

Was die Herstellergarantie bereits abdeckt

Jeder HPE Server kommt mit einer Standardgarantie. Bei ProLiant-Servern sind das je nach Serie typischerweise drei Jahre auf Teile, Arbeitszeit und Vor-Ort-Service. Entscheidend ist, was die Standardgarantie nicht leistet:

  • keine zugesicherte Reaktionszeit — die Reaktion erfolgt nach Verfügbarkeit
  • keine Abdeckung außerhalb der Geschäftszeiten
  • kein technischer Support für Software und Firmware
  • kein Anspruch auf Einbehalt defekter Datenträger

Ein Care Pack ersetzt die Garantie also nicht, es hebt sie auf ein zugesichertes Service-Niveau. Wie sich das im laufenden Betrieb auswirkt, beschreiben wir unter HPE Server Wartung.

Care Pack, Foundation Care, Tech Care: welcher Name gilt heute?

Die Begriffe stiften Verwirrung, weil HPE das Portfolio mehrfach umbenannt hat. Aktuell gilt:

Begriff Status Bedeutung
HP Care Pack gebräuchlich Der ursprüngliche Name aus der Zeit vor 2015, als sich HP in HP Inc. und Hewlett Packard Enterprise aufgeteilt hat. Für Server, Storage und Netzwerk meint er dieselben Servicepakete wie HPE Care Pack.
HPE Care Pack gebräuchlich Sammelbegriff für die vorkonfigurierten Servicepakete. Wird weiter verwendet.
HPE Tech Care aktuell Die heutige Produktlinie mit den Stufen Basic, Essential und Critical.
HPE Pointnext abgelöst Frühere Dachmarke der HPE-Services. Begegnet Ihnen noch in älteren Dokumenten.
Foundation Care abgelöst Vorgänger von Tech Care. Bestehende Verträge laufen weiter, Neuabschlüsse erfolgen als Tech Care.
Proactive Care abgelöst Enthielt proaktive Analysen, die heute in Tech Care aufgegangen sind.

Praktisch heißt das: Wenn Sie heute ein Care Pack kaufen, kaufen Sie ein Tech Care Paket. Suchen Sie nach Foundation Care, ist Tech Care Essential in den meisten Fällen das Gegenstück.

Wann Sie ein Care Pack abschließen müssen

Der günstigste Zeitpunkt ist der Kauf des Servers. Danach gilt:

  • Innerhalb der Garantie: Ein Care Pack lässt sich nachträglich ergänzen und läuft ab Kaufdatum des Servers.
  • Kurz vor Garantieende: Verlängerung nahtlos möglich, solange die Standardgarantie noch aktiv ist.
  • Nach Garantieende: Hier greifen Post Warranty Care Packs. Sie sind speziell für Systeme gedacht, deren Herstellergarantie bereits abgelaufen ist, und werden meist in Ein-Jahres-Schritten abgeschlossen.

Ein abgelaufener Server ist also kein verlorener Fall. Prüfen Sie zuerst den Status, dann sehen Sie, welche Variante für Sie infrage kommt.

Was ein HPE Care Pack kostet

Einen Listenpreis gibt es nicht, weil der Preis an vier Faktoren hängt:

  • Servermodell — ein DL380 kostet mehr als ein ML30
  • Service-Level — Critical liegt deutlich über Basic
  • Laufzeit — üblich sind 3, 4 und 5 Jahre, längere Laufzeiten senken den Jahrespreis
  • DMR ja oder nein

Als Orientierung: Für einen ProLiant der Mittelklasse liegt ein fünfjähriges Tech Care Basic meist im niedrigen vierstelligen Bereich, Critical mit DMR deutlich darüber. Konkrete Preise für Ihr System erhalten Sie über den Konfigurator oben oder direkt in der Übersicht der HPE Care Packs kaufen.

Nach dem Kauf: Care Pack aktivieren

Ein gekauftes Care Pack ist noch nicht aktiv. Es muss mit der Seriennummer Ihres Servers verknüpft werden, sonst greift der Service im Ernstfall nicht. Den Ablauf beschreiben wir Schritt für Schritt unter HPE Care Pack aktivieren.

HPE Care Pack Central und der Care Pack Finder

HPE stellt zwei eigene Werkzeuge bereit, um passende Servicepakete zu ermitteln. Beide begegnen Ihnen unter verschiedenen Namen:

  • HP Care Pack Central (heute auch Support Services Central, kurz SSC) listet zu einer Produktnummer die verfügbaren Servicepakete auf. Sie brauchen die HPE-Produktnummer Ihres Systems, nicht die Seriennummer.
  • HP Care Pack Finder ist die Suchfunktion innerhalb dieser Werkzeuge. Sie liefert eine Liste von Bestellnummern, aus der Sie das passende Paket heraussuchen.

Beide Werkzeuge haben denselben Haken: Sie liefern eine Liste von Bestellnummern mit HPE-Listenpreisen — aber keine Empfehlung. Sie sehen also, dass es für Ihren DL380 achtzehn Varianten gibt, nicht aber, welche davon zu Ihrem Betrieb passt. Und der Listenpreis ist nicht der Preis, den Sie über einen Partner zahlen.

So sieht der Weg durch das HPE-Werkzeug aus:

HPE Support Services Central mit Suchfeld fuer Produktnummer und Auswahl nach Produktkategorie

Schritt 1: Einstieg über Support Services Central, früher Care Pack Central. Sie geben Produktnummer, Seriennummer, Modellname oder Supportpaket-SKU ein — oder wählen die Produktkategorie, etwa HPE ProLiant.

Trefferliste fuer ProLiant DL380 Gen10 mit Service-SKU, Beschreibung und Preis in Euro

Schritt 2: Die Trefferliste zeigt Service-SKU, Beschreibung und HPE-Listenpreis. Über Ergebnisse eingrenzen filtern Sie nach Service-Typ, Servicelevel, Dauer, Reaktionszeit, Abdeckungszeitraum und Garantieumfang.

Filterpanel mit gesetzten Filtern Foundation Care und HW-Support am naechsten Arbeitstag

Schritt 3: Mit gesetzten Filtern — hier Foundation Care und Hardware-Support am nächsten Arbeitstag — schrumpft die Liste auf die Pakete, die Ihrem Servicelevel entsprechen.

Ausgewaehlte Care Packs mit Haken zum Vergleichen, Service-SKUs und Preisen

Schritt 4: Mehrere Pakete ankreuzen und über Vergleichen nebeneinanderlegen. Unter Weitere geeignete Supportservices anzeigen stehen die längeren Laufzeiten.

Die Abbildungen stammen aus einem Durchlauf für einen ProLiant DL380 Gen10. Oberfläche und Preise bei HPE ändern sich — die gezeigten Beträge sind Listenpreise zum Zeitpunkt der Aufnahme, keine aktuellen Angebotspreise.

Wenn Sie die Bestellnummer bereits kennen, ist der direkte Weg die Übersicht der Pakete. Wenn nicht, ersparen Sie sich den Umweg über die Produktnummer und nutzen den Konfigurator oben: Seriennummer genügt, Sie bekommen Empfehlung und Preis in einem Schritt.

Welches Paket zu welchem System passt

Die Modellreihe allein bestimmt das Service-Level nicht, aber sie gibt eine brauchbare Richtung:

System Typische Rolle Üblicher Ausgangspunkt
ProLiant ML (ML30, ML110, ML350) Tower, oft einziger Server im Haus Basic, wenn ein Tag Ausfall tragbar ist. Sonst Essential, weil kein Zweitsystem existiert.
ProLiant DL (DL20, DL360, DL380) Rack, meist Virtualisierungshost Essential. Bei einzelnem Host ohne Cluster eher Critical.
MSA Storage (MSA 1060, 2060, 2062) zentraler Speicher für mehrere Hosts Essential oder Critical, jeweils mit DMR. Ein Storage-Ausfall trifft alle daran hängenden Systeme.
Alletra, Synergy Enterprise-Plattformen Eigene Servicestrukturen, individuelle Beratung sinnvoll.

Beispiel aus der Praxis

Ein Handwerksbetrieb betreibt einen DL360 Gen11 als einzigen Virtualisierungshost. Darauf laufen Warenwirtschaft, Dateiablage und Terminplanung. Fällt der Server aus, steht der Betrieb. Es gibt kein Ausweichsystem, und die Festplatten enthalten Kundendaten.

Passend ist hier Tech Care Critical mit DMR: 6 Stunden Call-to-Repair, weil die Wiederherstellungszeit zählt und nicht der Zeitpunkt des Technikerbesuchs. DMR, weil die Platten das Haus nicht verlassen dürfen. Tech Care Basic wäre in diesem Fall die falsche Sparentscheidung, denn ein Ausfall über Nacht kostet mehr als die Differenz im Vertrag.

Laufzeit richtig wählen

Üblich sind Laufzeiten von drei bis fünf Jahren, bei Post Warranty auch ein bis zwei Jahre. Zwei Punkte helfen bei der Entscheidung:

  • Längere Laufzeit senkt den Jahrespreis. Fünf Jahre am Stück kosten weniger als fünfmal ein Jahr.
  • Die Laufzeit sollte zum geplanten Ersatzzeitpunkt passen. Wer den Server in vier Jahren ablösen will, braucht keinen Fünfjahresvertrag.
  • Ein Care Pack ist an das System gebunden. Bei Verkauf oder Außerbetriebnahme verfällt der Restwert in der Regel.

In der Praxis fahren die meisten Betriebe gut damit, die Vertragslaufzeit an den Abschreibungszeitraum des Servers zu koppeln.

Häufige Fragen

Ist ein HP Care Pack dasselbe wie ein HPE Care Pack?

Für Server, Storage und Netzwerk ja. HP Care Pack ist der ältere Name aus der Zeit vor der Aufteilung von HP in HP Inc. und Hewlett Packard Enterprise im Jahr 2015. Care Packs für Drucker, Notebooks und PCs gehören dagegen zu HP Inc. und sind etwas anderes.

Was ist der Unterschied zwischen Care Pack und Tech Care?

Care Pack ist der Sammelbegriff für HPEs vorkonfigurierte Servicepakete. Tech Care ist die aktuelle Produktlinie innerhalb dieser Pakete, mit den Stufen Basic, Essential und Critical.

Kann ich ein Care Pack kaufen, wenn die Garantie schon abgelaufen ist?

Ja, dafür gibt es Post Warranty Care Packs. Sie werden üblicherweise in Ein-Jahres-Schritten abgeschlossen und sind für Systeme gedacht, deren Herstellergarantie bereits endete.

Welches Service-Level brauche ich?

Entscheiden Sie über die tolerierbare Ausfallzeit. Ein Tag Stillstand verkraftbar: Basic. Betrieb läuft weiter, aber eingeschränkt: Essential. Betrieb steht still: Critical.

Was bedeutet DMR?

Defective Media Retention. Defekte Festplatten und SSDs verbleiben bei Ihnen statt an HPE zurückzugehen. Relevant überall dort, wo Daten das Haus nicht verlassen dürfen.

Wie finde ich heraus, wie lange mein Server noch Garantie hat?

Über die Seriennummer. Wie das geht, zeigen wir unter HPE Garantiestatus prüfen.

Was passiert, wenn mein Server ohne Care Pack ausfällt?

Innerhalb der Herstellergarantie tauscht HPE defekte Teile, allerdings ohne zugesicherte Frist. In der Praxis können daraus mehrere Tage werden, besonders wenn ein Ersatzteil nicht am Lager liegt. Nach Garantieende tragen Sie Material und Arbeitszeit selbst. Eine einzelne Mainboard-Reparatur erreicht dabei schnell die Größenordnung eines mehrjährigen Servicevertrags.

Ist ein Care Pack dasselbe wie ein Wartungsvertrag?

Nicht ganz. Ein Care Pack ist ein Servicevertrag mit dem Hersteller und deckt Reparatur und Support im Fehlerfall ab. Ein Wartungsvertrag im engeren Sinn umfasst zusätzlich planbare Leistungen wie Firmware-Pflege oder regelmäßige Prüfungen. Was sich kombinieren lässt, beschreiben wir unter HPE Server Wartung.

Kann ich ein Care Pack auf einen anderen Server übertragen?

In der Regel nicht. Das Paket wird bei der Aktivierung fest mit der Seriennummer eines Systems verknüpft. Bei Verkauf des Servers kann der Vertrag unter Umständen auf den Käufer übergehen, nicht aber auf ein anderes Gerät.

Brauche ich für jeden Server ein eigenes Care Pack?

Ja. Jedes System wird einzeln abgedeckt, auch innerhalb eines Clusters. Sie können die Service-Level aber unterschiedlich wählen: der Produktivhost mit Essential, das Backup-System mit Basic. Bei mehreren Systemen lohnt sich eine gemeinsame Betrachtung, damit Laufzeiten gleich enden und nicht über das Jahr verteilt auslaufen.

Wo kaufe ich ein HPE Care Pack?

Über autorisierte HPE-Partner. Sie können die Pakete direkt in unserer Übersicht HPE Care Packs kaufen nach Modell und Laufzeit auswählen, oder Sie lassen sich über den Konfigurator oben ein Angebot für Ihr konkretes System erstellen.

Weiterführende Quellen und Nachbarthemen

Direkt bei HPE: das HPE Support Center für Verträge, Garantiestatus und Support-Fälle.

Garantie und Support bei anderen Herstellern

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Wenn Sie unsicher sind, welches Paket zu Ihrem System passt, prüfen wir das mit Ihnen — Seriennummer genügt.

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