HCI 2.0 mit HPE Nimble Storage dHCI und AMD

HCI 1.0 (monolithisch) versus HCI 2.0 (disaggregiert)

Anbieter von hyperkonvergenten IT-Infrastrukturlösungen haben das Problem, dass sich Rechen- und Speicherkapazität aufgrund des monolithischen Charakters der IT nicht getrennt voneinander skalieren lassen, was jedoch bei bestimmten Anwendungen, wie Data Warehouses und geschäftskritischen Datenbanken unabdingbar ist. Die Ursache dafür liegt darin, dass manche Anwendungen einen höheren Rechenbedarf als andere Anwendungen haben und so mit der Erhöhung der Rechenkapazität auch die Speicherkapazität mit erhöht wird, auch wenn gar nicht mehr Speicher benötigt wird. Das auf diese Weise (wiederholt) erforderliche Nachskalieren mit weiteren Knoten kann schnell das Budget übersteigen.

Hewlett Packard Enterprise hat dieses Problem mit als einer der ersten Hersteller erkannt und bietet mit seiner disaggregierten HCI eine Lösung an, die auch als HCI 2.0 bezeichnet wird: HP Nimble Storage dHCI. Dieses System baut auf der Kombination von HP ProLiant Servern und per iSCSI angebundenen Nimble Storage Knoten und einem (beliebigen) Switch auf. Die Verwaltung erfolgt mit VMware vCenter. Compute und Storage können bei dieser Lösung getrennt skaliert werden, um Überprovisionierungen in einer der beiden Komponenten zu vermeiden. Besteht Nachskalierungsbedarf, können je nach aktueller Notwendigkeit neue Knoten einfach hinzugefügt werden. Dabei ist es aufgrund der Disaggregation unerheblich, ob es sich um Compute- oder Storage-Knoten oder beides handelt. Kunden profitieren mit Nimble Storage dHCI so von einem unerreichten Daten-pro-Terabyte-Verhältnis gegenüber anderen Anbietern. Dies wird weiter gestützt von einer Datenkomprimierungs- und -Deduplizierungsrate von mindestens 5:1, zum Beispiel beim System HP Nimble Storage dHCI HF20.

Flexibles, beliebiges Skalieren mit HP Nimble Storage dHCI
Flexibles, beliebiges Skalieren mit HP Nimble Storage dHCI (HPE)

Administratoren schätzen die einfache Einrichtung und Bedienung. Die Installation nimmt weniger als 15 Minuten in Anspruch, da alles sehr intuitiv und einfach gehalten ist. So kann zum Beispiel per Mausklick eine neue VM erstellt werden, und es lassen sich virtuelle Laufwerke (vVols) beliebig auf Storage-Nodes einrichten, ohne dass Logical Unit Numbers (LUNs) verwaltet werden müssen. Die vVols können dank sinnvoller Auswahlelemente und klarer Menüführung in VMware vSphere Client intuitiv mit wenigen Klicks einfach angelegt werden, die Datengröße eines vVols beliebig in MiB, GiB und TiB festgelegt werden, und vieles mehr.

Durch KI-gestütztem Betrieb mit VM-Ausrichtung und der enormen Menge an weltweiten Server-Metadaten von HP InfoSight, die für Analysen der IT-Umgebung zugrunde liegen, werden laut Hewlett Packard Enterprise 86 % aller Probleme per VM-individueller Diagnose im Vorfeld erkannt und behoben, bevor sie Auswirkungen haben können. InfoSight gibt darüber hinaus auch kontextbasierte Optimierungsvorschläge für das gesamte System.
Dies wird ergänzt von der starken Resilienz des Systems. Die hohe Verfügbarkeit von 99,9999 %, entspricht wenigen Minuten Ausfallzeit im Jahr, und die Latenzzeiten bewegen sich im Bereich unterhalb einer Sekunde (unter 200 ms laut HP). Dabei können dank Triple+ Parity-RAID bis zu drei Laufwerke versagen, ohne dass der Systembetrieb und die Verfügbarkeit leidet. Sollte dennoch Datenverlust drohen, stellen regelbasierte und automatisierte Snapshots sowie Datensicherungs- und -wiederherstellungsverfahren sicher, dass nichts verloren geht. Die Sicherheit ist im Preis enthalten, denn bei Nimble Storage dHCI hat HP die Verschlüsselung bereits integriert. Sicherheit schaffen auch automatisierte Quality of Service (QoS) sowie modernste Integrität und Datenschutz vor Ort und in der Cloud.

Mit HP GreenLake können alle Services von HP Nimble Storage dHCI auch verbrauchsbasiert genutzt werden, um zum Beispiel mit VMs und VDI-as-a-Service Mehrwert im Unternehmen zu generieren und die IT-Verwaltung zu vereinfachen. Durch HP GreenLake für HP Nimble Storage dHCI ergeben sich u. a. diese klaren Vorzüge:

  • 30 % weniger Investitionsausgaben, da keine Überbereitstellungen
  • 65 % weniger Zeitaufwand für Rollouts von globalen IT-Projekten
  • 40 % mehr Produktivität des IT-Teams durch weniger Support-Fälle

Dank einheitlichen Software-Upgrades per Mausklick können Benutzer von einem schlankerem und einfacherem Lebenszyklus-Management profitieren, um nicht länger als nötig mit der Verwaltung von Speichersoftware, Hypervisor, Firmware etc. aufgehalten zu werden.

HP Nimble Storage dHCI ist für HP ProLiant DL325 Gen10 Plus (sowie Gen10, Gen10 Plus v2), HP DL360 Gen10 Plus, HP DL365 Gen10 Plus, HP DL380 Gen10 Plus, HP DL385 Gen10, HP DL385 Gen10 Plus, (Gen10 Plus v2), HP DL560 Gen9, HP DL560 Gen10 und HP DL580 Gen9 sowie HP DL580 Gen10 Server sowie für die NVMe-Speicherbasis HP Alletra 9000 verfügbar, und statt 20 Knoten können inzwischen 32 Knoten eingebunden werden. Die Auswahlmöglichkeiten und Flexibilität, den eigenen vorhandenen ProLiant-Server bzw. -Serverpool in eine private Cloud umzuwandeln, ist mit HP Nimble Storage dHCI größer als je zuvor. Mit HP Cloud Volumes können IT-Verantwortliche zudem ihre Daten und Apps von HP Nimble Storage dHCI in Clouds von Hyperscalern (AWS, MS Azure, Google Cloud) und umgekehrt verschieben.

Daten und Apps mit HP Nimble Storage dHCI frei hin und her verschieben
Daten und Apps mit HP Nimble Storage dHCI frei hin und her verschieben (HPE)

HPE Nimble Storage dHCI mit AMD-Technologie

Da das HCI-2.0-System von HP Storage Nimble dHCI auf ProLiant-Servern von Hewlett Packard Enterprise aufbaut, haben sich mit Einführung der dritten Generation der AMD EPYC™ CPU neue Leistungshorizonte aufgetan. Denn Hewlett Packard Enterprise kooperiert mit dem Chiphersteller, dessen EPYC™-Prozessoren für Leistungsrekorde bei vielen Branchen-Benchmarks gesorgt haben.

Mit den zusätzlichen AMD-basierten HP ProLiant-Servern kann HP Nimble Storage dHCI jetzt mit 1P-Servern aufgebaut werden, die 2P-Leistung bieten und eine außergewöhnliche Ausgewogenheit von Prozessor, Speicher und E/A zu günstigen Gesamtbetriebskosten (Total Costs of Ownership, TCO) aufweisen. Dies ermöglicht Kunden die Möglichkeit, kosteneffiziente HP Nimble Storage dHCI-Stacks für ihre virtualisierten Umgebungen aufzubauen, ohne Kompromisse bei der Infrastrukturleistung einzugehen. Durch diese Performance-Verdoppelung in Kombination mit einem leistungsstarken Adaptive-Flash-System, wie dem HP Nimble Storage dHCI HF20, profitieren Kunden von attraktiv niedrigen Kosten pro VM und Terabyte.

Die zusätzlichen CPU-Kerne und die verbesserten Energieeinsparungen ermöglichen eine höhere Anzahl von Workloads im gleichen Rackspace. Laut Hewlett Packard Enterprise konnten Kunden die Betriebskosten mit HP Nimble Storage dHCI um bis zu 50 % senken.

Diese Verbesserungen tragen dazu bei, das plötzliche Work-from-Home-Geschäftsmodell zu ermöglichen, mit dem viele Unternehmen in der aktuellen COVID-19-Pandemie umgehen müssen, indem sie VDI und sogar virtuelle Desktops als Service in einem Pay-as-you-go-Modell mit Nimble Storage dHCI anbieten.

ProLiant Server von HP erreichen mit dem AMD EYPC™ der 3. Generation dank nochmaliger Sicherheits- und Leistungsverbesserungen des AMD-Chips bessere Ergebnisse als vergleichbare Mitbewerbersysteme. So wurde die RAM-Leistung des AMD EPYC™ 7003 Prozessors durch die Synchronisierung der Speicher- und der Infinity-Fabric-Taktrate weiter optimiert, und der Layer-3-Cache ist mit 32 MB/Core der größte x86-L3-Cache der Branche.

HP Nimble Storage ermöglicht niedrigere Speicherbetriebskosten. Das Modell HP Nimble Storage Adaptive Flash-Array HF20 erreicht zum Beispiel ca. 65 % mehr Leistung und ein bis zu 200 % besseres Preis-Leistungsverhältnis als das Vorgängermodell, bietet ausschließlich Level-3-Support und ist dank gemeinsamer Datendienste der Nimble-Produktreihe für On-Premise oder in der Public Cloud verfügbar. Benutzer haben keine Zukunftssorgen bezüglich Überalterung, da das System als virtualisierte Appliance stets nachskaliert werden kann (Timeless Storage), und genießen die äußerst einfache Integration in andere Umgebungen dank der hervorragenden Kompatibilität mit VMware, Oracle, Veeam, Microsoft etc.

Automatische Software-Funktionen von HP Nimble Storage dHCI
Automatische Software-Funktionen von HP Nimble Storage dHCI (HPE)

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Markus Blatt

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